Augmented Reality: HoloLens im Weltraum

Im Dezember hat eine Versorgungsmission erfolgreich die Internationale Raumstation ISS erreicht. Unter der Fracht befanden sich auch zwei HoloLens-Augmented-Reality-Brillen von Microsoft für den Einsatz im Sidekick-Projekt der NASA.  Sidekick soll den Astronauten assistieren, wann und wo auch immer dies notwendig ist. Das Projekt könnte dazu beitragen, die Trainingsanforderungen für die Crew zu reduzieren und die Effizienz der Arbeiten im Weltraum steigern.  Astronaut Scott Kelly konnte die AR-Brille auf der Raumstation bereits ausprobieren.

Alex Kipman beschreibt im Microsofts Windows-Blog die Einsatzmöglichkeiten der Brille im Weltraum.

Sidekick hat zwei Operationsmodi: den Remote Expert Mode, der Skype nutzt. Der Operator am Boden sieht, was der Astronaut sieht und kann in Echtzeit Anleitungen vermitteln und Anmerkungen in die Umgebung des Astronauten einblenden, um ihn bei einer Aufgabe zu unterstützen. Das passierte bisher nur durch schriftliche Mitteilungen oder gesprochene Anweisungen, zum Beispiel bei komplexen Reparaturaufgaben oder Experimenten.

Der zweite Modus nennt sich Procedure Mode. Die Astronauten erhalten hier animierte holografische Informationen in das Sichtfeld der Brille auf die Objekten geblendet, mit denen die Astronauten gerade zu tun haben. Diese Option könnte laut Kipman den Trainingsumfang für zukünftige Astronauten-Crews senken.

In Vorbereitung der Mission konnte die NASA die HoloLens bereits testen, und zwar an der Unterwasser-Forschungsstation Aquarius im Rahmen der NASA Extreme Environment Mission Operations NEEMO.

 

Bild:
NASA und Microsoft-Ingenieure testen Project Sidekick auf NASA’s Weightless Wonder C9-Jet. Project Sidekick nutzt Microsoft HoloLens, um Astronauten auf der International Space Station mit virtueller Hilfe beizustehen.
Credits: NASA

 

 

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