Augmented-Reality-Plattform für technische Dokumentation

Die Re'flekt GmbH und Bosch Automotive Service Solutions schließen eine langfristige Partnerschaft für die Entwicklung einer Industrie-Plattform für Augmented Reality (AR). Standardisierte Verfahren ermöglichen die kostengünstige Produktion virtueller Einblendungen. Der Echtzeit-Zugriff auf die Daten soll Entscheidungsprozesse in der Industrie vereinfachen und beschleunigen.

Die Re'flekt GmbH, ein Unternehmen im Bereich Augmented Reality, und der Produktbereich Automotive Service Solutions des Geschäftsbereichs Automotive Aftermarket der Robert Bosch GmbH, haben eine exklusive Entwicklungspartnerschaft im Bereich Augmented-Reality-Produktion für technische Dokumentation geschlossen.

Die beiden Unternehmen entwickeln gemeinsam eine Common-Augmented-Reality-Plattform (CAP), mit der sich AR-Darstellungen in Form von virtuellen Erweiterungen, Video und Text standardisiert erstellen lassen. Unternehmen können vorhandene CAD-Daten einlesen und erhalten vollständig aufbereitete AR-Objekte. Aus einer gewöhnlichen Konstruktionszeichnung entstehen so 3D-Objekte, die in die reale Umgebung eingeblendet werden können.

Augmented Reality-Plattform reduziert Kosten durch Automatisierung

Augmented Reality zeigt einem Service-Mitarbeiter beispielsweise virtuelle Werkzeuge und Teile im realen Motorraum des Fahrzeugs an. Zeitaufwendiges Nachschlagen in Handbüchern soll künftig mit der Augmented-Reality-Plattform entfallen, was zu Einsparungen beim Ressourcenverbrauch führen würde. Versteckte Teile und Baugruppen, wie beispielsweise hinter Verkleidungen, werden durch AR sichtbar, ohne dass teure Montagearbeit notwendig wäre. Der standardisierte Prozess erfordert keine besonderen Fachkenntnisse auf Mitarbeiterseite und lässt sich in jeder Industriebranche für Produktion, Service, Schulung und Vertrieb implementieren.

"Durch den standardisierten Vorgang bei der Erstellung der Augmented-Reality-Darstellungen erreichen wir hohe Qualität bei geringeren Kosten im Vergleich zur individuellen Herstellung. Bisher mussten AR-Darstellungen einzeln programmiert werden, was mit hohen Kosten verbunden war. Mit der AR-Plattform amortisieren sich die Investitionskosten in rund zwei Jahren", sagt Jürgen Lumera, verantwortlich für Produktmanagement-Software zur Erstellung und Lieferung von technischen Informationen bei Bosch Automotive Service Solutions.

High-End-Technologie für die digitale Fabrik

Mit modernstem 3D-Tracking erkennen Tablets und Datenbrillen die Produkte und zeigen exakt plazierte Einblendungen an der gewünschten Position an. Hierfür nutzen Re'flekt und Bosch alle verfügbaren Software Development Kits (SDKs) der verschiedenen Technologie-Anbieter. Dies garantiert die passende Tracking-Technologie für den jeweiligen Einsatzzweck und macht unabhängig bei der Auswahl des Anbieters.

"CAP Automotive ist für Unternehmen ein Schritt zur digitalen Fabrik -- zur virtuellen Content-Bibliothek mit Echtzeit-Zugriff. Wir machen die Datenberge in den Unternehmen mit Augmented Reality sichtbar und erleichtern die täglichen Arbeitsabläufe", erklärt Re'flekt-CEO Kai Thomas.

 

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