Fertigung: Augmented Reality hilft bei der Fehlersuche

Fujitsu hat kürzlich ein Tool für die Fehlerdiagnose in der Produktentwicklung namens 3D Superimposed Product Design Diagnostic vorgestellt. Diese PLM-Lösung für Fertigungsunternehmen visualisiert Unterschiede zwischen Fotos von Bauteilen und ihren entsprechenden 3D-Modellen. Sie ist zuerst in Japan erhältlich. In der Fertigung großer Baugruppen können Anwender die im 3D-CAD erstellten Baupläne der gefertigten Bauteile mittels AR-Technologie in ein per Smartphone oder Tablet aufgenommenes Bild von jedem Bauteil einblenden.

Das macht den Vergleich einfach und kann außerdem die Effizienz der Prüfprozeduren für jedes Bauteil deutlich verbessern, das zuvor manuell oder visuell zu begutachten war.  

Hintergrund

In den letzten Jahren hat sich ein Trend hin zu größeren und komplexeren Strukturen ausgeprägt. Damit gestaltet sich auch die manuelle und visuelle Prüfung der Tatsache, ob das gefertigte Produkt den Modellvorgaben entspricht, zusehends problematischer. Gemeinsam mit der Tomoe Corporation, einem Unternehmen im Bauwesen und der Stahlkonstruktion, hat Fujitsu ein System entwickelt, das 3D-CAD und Augmented Reality-Verfahren miteinander verquickt, um gefertigte Bauteile zu analysieren. Seit 2015 wurde die Lösung in einer Fabrik von Tomoe getestet. Dabei zeigte sich, dass sie die erforderliche Zeit für eine Analyse eines gefertigten Bauteils auf ein Zehntel der ursprünglich benötigten Zeit reduzieren half, womit die Bearbeitung nur wenige Minuten in Anspruch nahm. Nachdem sich nun der Kern der Diagnose-Technologie im Praxistest bewährt hatte, fügte Fujitsu Funktionen für die Vorbereitung der Diagnostik hinzu, die der Verbesserung der Effizienz in Fabrikanlagen dienen sollen, sowie Management- und Bedienfunktionen für die Ergebnisse. Fujitsu bietet die Lösung unter dem Namen 3D Superimposed Product Design Diagnostic PLM solution an.

Leistungsmerkmale

1. Einfach durchführbare Diagnostik für zu früher Erkennung von Fertigungsfehlern

Durch das Einblenden von 3D-Modellen (STL-Format) in Fotos von gefertigten Bauteilen können Anwender leicht herausfinden, ob Unterschiede bestehen. Weil die Diagnostik für jedes Bauteil nur wenige Minuten beansprucht, lassen sich alle Bauteile prüfen, was früher wegen Zeitbeschränkungen schwer möglich war. Außerdem erlaubt das System ein frühes Aufspüren von Fehlern. Damit erübrigt sich ein Zurücksenden des Bauteils im laufenden Fertigungsprozess.

2. Analyse und Verwendung der Diagnosedaten

Die Ergebnisse der Diagnostik werden gespeichert, und lassen sich verwenden, um Wissen zu teilen, das Management zu verbessern und die Qualität im Blick zu behalten.

Bild: Prozessvergleich vor und nach der Einführung von 3D Superimposed Product Design Diagnostic PLM solution in der Stahlkonstruktion. Quelle: Fujitsu

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