Intuitive 3D-Software entwickeln: Projekt 3D-GUIde gestartet

Mit dem Projekt 3D-GUIde werden Entwickler in die Lage versetzt, 3D-Software mit einer hohen Interaktions- und Nutzungsqualität zu entwickeln. 3D-GUIde wird gefördert von der Förderinitiative „Einfach-intuitiv – Usability für den Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die dritte Dimension hat Einzug gehalten in die Mensch-Computer-Interaktion. Zu den Einsatzgebieten gehören beispielsweise CAD-Programme zur Konstruktion und Planung von Produkten, Gebäuden, Computerspielen, Animationsfilmen, Navigationssystemen, Assistenzsystemen sowie 3D-Software für medizinische Anwendungen, wissenschaftliche Applikationen und physikalische Simulationen. Die zunehmende Verbreitung von 3D-Anwendungen zusammen mit der Entwicklung leistungsfähiger Computersysteme erschließt neue Benutzergruppen, die seither nicht zu den Kernanwendern von 3D‑Software zählen: Beispielsweise planen und visualisieren Handwerker den Innenausbau mittlerweile auch in 3D. Diesen Benutzerzielgruppen ist gemeinsam, dass die Interaktion mit 3D-Software für sie nur eine unter vielen Aufgaben ist. Die intuitive, d.h. selbsterklärende und wenig aufwändige Benutzung und Interaktion mit den eigentlichen Inhalten ist entscheidend für ihren Erfolg in der Praxis. Gute Bedienbarkeit und im weiteren Sinne auch positive Nutzererfahrungen sind für Benutzungsschnittstellen von 3D-Software somit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Das im Oktober gestartete Projekt 3D-GUIde im Rahmen der Förderinitiative „Einfach-intuitiv – Usability für den Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat sich daher zum Ziel gesetzt, die intuitive Interaktion mit 3D-Software zu fördern. Hierzu werden Interaktions- und Nutzungsmuster von 3D-Software analysiert, generiert, validiert und ausgewählt. Aufbauend darauf wird ein Beratungsprozess für den Einsatz dieser Entwicklungsmuster speziell für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt werden. Die neuesten Ergebnisse der „Usability- und User Experience“-Forschung werden im Vorhaben praktisch nutzbar gemacht, indem die „Interaction-Patterns“ nach Kriterien der „intuitiven Benutzung“ und des positiven Kompetenzerlebens entwickelt und als Sammlung mit einem unterstützenden Beratungsprozess angeboten werden. Die beteiligten Unternehmen im Projekt liefern Anwendungsszenarien in Bereichen und Tätigkeiten der Planung, Simulation und Konstruktion mit 3D-Software. „Gerade für kleinere Unternehmen wie Softwarehersteller sind einfache Unterstützungsmöglichkeiten in der Softwareentwicklung wichtig. Für diese Unternehmen wird 3D-GUIde den größten Nutzen bringen“, so Dr. Christoph Runde, Geschäftsführer des VDC Fellbach. So soll die Design- und Nutzungspattern-Sammlung des 3D-GUIde eine Basis bieten, vollständig selbständig oder mit geringen Aufwänden an punktueller Beratung intuitiv bedienbare und attraktive 3D-Software zu gestalten.

Neben dem Projektkoordinator Virtual Dimension Center aus Fellbach sind die Hochschule der Medien aus Stuttgart (Studiengang Informationsdesign), die Universität Würzburg (Lehrstuhl für Psychologische Ergonomie) sowie die Unternehmen ISG Steuerungstechnik aus Stuttgart, eparo aus Hamburg, IPO.Plan aus Leonberg und Re’flekt aus München Partner im Projektkonsortium.

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