Robotergestützter Co-Pilot fliegt und landet simulierte Boeing 737

Aurora Flight Sciences beteiligt sich am Aircrew Labor In-Cockpit Automation System (ALIAS) des US-amerikanischen Instituts DARPA (Defense  Advanced  Research  Projects  Agency) und zeigt hier seine Fähigkeiten, was das autonome Fliegen in verschiedenen erfolgreichen Flugszenarien mit einem Boeing 737-Simulator anbelangt.

Video: Robotic Co-Pilot ALIAS Flies and Lands a Simulated Boeing 737, Quelle: Aurora Flight Sciences

Diese Leistungen bauen auf Installation und Test von ALIAS-Bauteilen in den Flugzeugen und Hubschraubern Diamond DA41, Cessna 208 Caravan, UH-1 Iroquois and DHC-2 Beaver auf. Die Technologiedemonstration von Aurora soll als zweiter Pilot in einer Zweimannbesatzung fungieren und damit Arbeit für die Crew reduzieren und gleichzeitig die Leistung und den Einsatzerfolg gewährleisten oder verbessern. Die von DARPA öffentlich gemachte Vision ist ein maßgeschneidertes, einfach einzufügendes und zu entfernendes Kit, dass ein hohes Maß an Automation in bestehenden Luftfahrzeugen fördern und die Betrieb auch mit reduzierter Crew aufrechterhalten würde.

An einem Boeing 737-800NG-Simulator konnte ALIAS seine Fähigkeit unter Beweis stellen, das bestehende System für das automatische Landen zu nutzen, um das Flugzeug autonom und sicher zu landen, falls der Pilot ausfällt. Aurora hat ALIAS in zahlreichen Flügen demonstriert, kürzlich mit der Diamond DA42. ALIAS übernahm Tätigkeiten im Cockpit in Echtzeit und führte, überwacht von einem für die Sicherheit zuständigen Piloten, die automatische Landung in 3‘000 Fuß über dem Boden. Nach den erfolgreichen Tests auf einer Reihe von Luftfahrzeugen habe ALIAS seine Fähigkeiten im automatisierten Flug bewiesen, sagt John Wissler, Aurora’s  Vice  President  für Forschung und Entwicklung. Auf dem Weg hin zum vollautomatisierten Flug vom Start zur Landung habe man ein Automationssystem entwickelt, dass die Arbeitsbelastung der Crew merklich reduzieren helfen könne.

ALIAS umfasst im Cockpit intergriertes maschinelles Sehen, robotergestützte Komponenten, um die Flugsteuerung auszulösen, ein Tablet-basiertes User-Interface, Spracherkennung und –synthese sowie einen Prozess, um Erfahrungen zu sammeln, welche die Übertragung der Automation auf ein anderes Flugzeug in einem Monat unterstützen. Zudem arbeitet Aurora an einer Version des System ohne robotergestützte Betätigung, dass vielmehr darauf angelegt ist, den Piloten zu unterstützen und dessen situationsbezogenes Bewusstsein zu schärfen, indem es physikalische, prozedurale und einsatzbedingte Zustände des Flugzeugs erfasst und ihm aktiv übermittelt. 

Bild: Ein IT-Spezialist fliegt einen  Boeing 737-Simulator mit dem ALIAS-Technologiedemonstrator von Aurora als Co-Piloten. Bild: Aurora Flight Sciences.

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