Virtuelle Welten lassen sich einsetzen, um autistischen Kindern dabei zu helfen, soziale Fähigkeiten über die absehbare Entwicklung hinaus auszubilden. Das legen erste Ergebnisse einer neuen vom Economic and Social Research Council (ESRC) geförderten Studie nahe. Die Wissenschaftler der Echoes-Projekts haben eine interaktive Umgebung mit Touchscreens entwickelt, in der virtuelle Charaktere auf dem Bildschirm Gesten und Tätigkeiten vorführen.
Während der Sitzungen in der virtuellen Umgebung experimentieren die Grundschulkinder mit verschiedenen sozialen Szenarien, was den Forschern die Möglichkeit gibt, die Reaktionen mit jenen zu vergleichen, die die Kinder in der realen Welt zeigen.
Projektleiterin Dr Kaska Porayska-Pomsta sagt: "Lernumgebungen wie Echoes könnten es manchen Kindern ermöglichen, ihr Potenzial in einer Weise zu übertreffen, wie es nicht einmal die Lehrer, die sie gut kennen, für möglich gehalten hätten.“
„Ein Lehrer, der ein Kind in solch einer virtuellen Umgebung beobachtet, erhält Zugang zu Verhaltensweisen, die sich nur schwer oder gar nicht im Klassenzimmer beobachten ließen“, fügt sie hinzu.
Der Untersuchung zufolge zeigen einige Kinder nach einer Reihe von Sitzungen eine bessere Interaktion in der virtuellen Umgebung und eine erhöhte Fähigkeit, das eigene Verhalten zu steuern. Das erlaubt es ihnen, dem Blick einer virtuellen Figur zu folgen oder sich auf eine Zeigegeste zu konzentrieren und somit die wesentlichen Fertigkeiten für eine gelingende Kommunikation und effektives Lernen zu entwickeln.
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