3D-Brille und Tablett auch auf der Baustelle

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3D-Brille und Tablet werden in naher Zukunft genauso zu Baustellen gehören wie Bauhelm und Bagger -- auch im Bauwesen schreitet die Digitalisierung mit rasantem Tempo voran. Der Austausch über die bisherigen Erfahrungen und der Blick in die Zukunft standen im Mittelpunkt der vierten internationalen Lake Constance 5D-Konferenz mit mehr als 350 Teilnehmern.
5d-konferenz_2016

3D-Brille und Tablet werden in naher Zukunft genauso zu Baustellen gehören wie Bauhelm und Bagger — auch im Bauwesen schreitet die Digitalisierung mit rasantem Tempo voran. Der Austausch über die bisherigen Erfahrungen und der Blick in die Zukunft standen im Mittelpunkt der vierten internationalen Lake Constance 5D-Konferenz mit mehr als 350 Teilnehmern.

Ein Resümee: „Die Revolution im Bauwesen ist im vollen Gange und lässt sich nicht mehr aufhalten“, sagt Prof. Dr. Uwe Rickers, Professor für Baubetrieb an der Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), Initiator der Anwenderkonferenz.

Was aber ist 5D? „Die intelligente Form des Bauens“, erläutert Rickers. Neben einem dreidimensionalen Entwurf stehen von Planungsbeginn an weitere Dimensionen, wie zum Beispiel Zeit und Kosten im Fokus. „Built digital first“ war eine immer wieder geäußerte Forderung auf der Konferenz. Das heißt: Das Building-Information-Modeling (BIM/Gebäudedatenmodellierung) simuliert den Bau von der Idee bis zur Inbetriebnahme digital. Mit BIM wird digital geplant und dabei eine synchronisierte Datenbasis hergestellt, die alle Abläufe und Teilaspekte verbindet und auf die alle Projektbeteiligten zugreifen können. Dadurch werden alle Informationen transparent vernetzt, so dass Auswirkungen einer Änderung auf die anderen Teilbereiche umgehend sichtbar werden. Zeitpläne, Kosten und Risiken können so früher und präziser ermittelt und optimiert werden. „So hat der Bauherr ein Maß an Planungssicherheit, das noch vor wenigen Jahren schwer leistbar war“, erläutert Uwe Rickers.

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Tunnelprojekt Rastatt der Deutschen Bahn auf der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel. Die digitale Simulation erlaubt eine vorausschauende Projektsteuerung, die Kollisionsprüfungen und Optimierungen ermöglicht.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur macht für seine Infrastrukturprojekte ab dem Jahr 2020 Planen und Bauen mit BIM verbindlich. „Erst digital, dann real bauen“, fordert Minister Alexander Dobrindt. „Das wird viele Unternehmen fordern, manche überfordern“, blickt Rickers voraus. Er sieht die Hochschulen in der Pflicht, die Ausbildung zukunftsorientiert zu gestalten und geht als Vorbild voran. Die HTWG war die erste Hochschule in Deutschland, die BIM mit einer eigenständigen Vorlesung in die baubetriebliche Lehre aufgenommen hat. 

Bei der Konferenz nahmen nun auch Absolventinnen und Absolventen der HTWG teil, die bereits erfolgreich als BIM-Ingenieure bei großen Bauunternehmen tätig sind. So zum Beispiel Dunja Sahrak, die als Mitarbeiterin der Züblin AG in verantwortungsvoller Position beim Tunnelprojekt Rastatt der Deutschen Bahn auf der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel mitarbeitet. Der gesamte Projektabwicklungsplan für den knapp 4’300 Meter langen Tunnel stand bereits beim Beginn der Bauarbeiten fest. Die digitale Simulation erlaubt eine vorausschauende Projektsteuerung, die Kollisionsprüfungen und Optimierungen ermöglicht. Dies führt zu Zeit- und Kosteneinsparungen – und erlaubt auch die frühzeitige, transparente Darstellung des Projekt vor der Öffentlichkeit (https://www.youtube.com/channel/UC5wbaRDL5HeyQdFuKcQ8s8w ). Während des Bauprozesses kommen 3D-Brille, -Scanner und mobile Endgeräte ins Spiel: Sie ermöglichen vor Ort den unmittelbaren Abgleich mit den Planungen und die daraus zu ziehenden Schlüsse. An der HTWG ist allen Studierenden der Zugriff zu den modernen Medien möglich. „Wir sind stolz darauf, mit unserem Open Innovation Lab hochmoderne Infrastruktur und somit hervorragende Möglichkeiten in der Ausbildung bieten zu können“, betonte HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz bei der Konferenzeröffnung. 

„Die Technik ist da, sie muss nur angewendet werden“, sagt Rickers. Wie sie bereits eingesetzt wird, konnten die Konferenzteilnehmer auf einem Ausflugsschiff im Konstanzer Hafen sehen. Hier war die Bürostruktur für einen solchen Planungsprozess nachgebaut. Reale Umsetzungen zeigte die Präsentation von „Flaggschiff-Projekten“, wie der Bau des Bahntunnels in Rastatt, aber auch des U-Bahn-Baus in Sydney und Istanbul oder eines Terminals am Flughafen Abu Dhabi. Sie wurden aus den Perspektiven von Bauherrschaft, Planern und den ausführenden Firmen beleuchtet. Die Präsentationen ließen aufhorchen: „Die arabische Firma CCC zählt schon jetzt mehr als 200 BIM-Ingenieure. Das zeigt: Das Rad wird nicht mehr zurück gedreht werden“, sagt Prof. Rickers.

Bild; Zum vierten Mal wurde Konstanz zum Treffpunkt internationaler Branchengrößen des Bauwesens. Prof. Dr. Uwe Rickers von der Hochschule Konstanz begrüßte mehr als 350 Teilnehmer.

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