3D-Rekonstruktion eines Hauses im antiken Pompeji

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Indem sie traditionelle Archäologie mit 3D-Technologie kombiniert haben, ist es Forschern gelungen, ein Haus in Pompeji in den Zustand von vor dem Vulkanausbruch des Vesuv im Jahr 79 zu versetzen. Beindruckende Videos von der Erstellung eines kompletten Häuserblocks als 3D-Modell sind dabei entstanden.
pompeji rekonstruktion

Indem sie traditionelle Archäologie mit 3D-Technologie kombiniert haben, ist es Forschern gelungen, ein Haus in Pompeji als 3D-Rekonstruktion in den Zustand von vor dem Vulkanausbruch des Vesuv im Jahr 79 zu versetzen. Beindruckende Videos von der Erstellung eines kompletten Häuserblocks als 3D-Modell sind dabei entstanden.

Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 1980 in Kampanien hat der Konservator von Pompeji die internationale Forschergemeinde dazu eingeladen, die Ruinenstadt dokumentieren zu helfen, bevor sich der Zustand der historischen Stadt weiter verschlechtern würde. Das schwedische Pompeji-Projekt wurde daher am Schwedischen Institut im Rom vor 16 Jahren unter der Leitung von Anne-Marie Leander Touati gestartet, zu der Zeit Direktorin des Instituts, nun Professorin für Klassische Archäologie an der Universität Lund.

Seit 2010 wurde die Arbeit von der Fakultät für Archäologie und Alte Geschichte in Lund geleitet. Das Projekt umfasst jetzt auch einen neuen Zweig der digitalen Archäologie mit 3D-Modellen. Ein Bereich der historischen Stadt wurde vor Ort in den Jahren 2011 bis 2012 gescannt und die ersten 3D-Modelle sind nun vollendet. Die Modelle zeigen, wie die Menschen in Pompeji vor der Eruption des Vesuv gelebt haben könnten. Die Forscher gelang sogar eine detaillierte Rekonstruktion eines großen Hauses, das dem wohlhabenden Bürger Caecilius Iucundus gehört haben dürfte.

Durch neue Verfahren lässt sich eine Pompeji Rekonstruktion genauer erreichen

Durch die Kombination neuer Technologie mit eher traditionellen Verfahren könne man Pompeji detaillierter und genauer beschreiben, als es zuvor möglich gewesen sei, sagt Nicoló Dell´Unto, ein Fachmann der digitalen Archäologie an der Universität Lund.

Unter anderem haben die Wissenschaftler Bodenoberflächen aus dem Jahre 79 aufgedeckt, detaillierte Studien der Bauentwicklung in der Geschichte vorgenommen, drei große reiche Besitztümer, eine Taverne, eine Wäscherei, eine Bäckerei und mehrere Gärten gereinigt und dokumentiert. In einem Garten entdeckten sie, dass einige Wasserhähne für einen erstaunlichen Brunnen während der Eruption geöffnet sein mussten. Das Wasser strömte weiter, als der Ascheregen eingesetzt hatte.

Per Zufall stießen die Wissenschaftler auch auf vollkommen unberührte Schichten. In einem Ladengeschäft fanden sich, aneinander gelehnt, drei, erstaunlicherweise völlig intakte Fenster aus transluzentem kristallinen Gips.  Durch das Studium der Wasser-  und Abflusssysteme konnten die Wissenschaftler die gesellschaftliche Hierarchie jener Zeit interpretieren und sehen, wie die Detailhändler und Restaurants von den wohlhabenden Familien abhängig waren, was die Wasserversorgung betraf, und wie sich die Bedingungen vor dem Untergang der Stadt verbessert hatten.

Pompeji Rekonstruktion: Arbeit am 3D-Film wird in italienischem Beitrag wiedergegeben

Ein Aquädukt wurde in Pompeji errichtet, so dass sich die Bewohner nicht mehr auf wenige Tiefbrunnen oder Wannen gesammelten Regenwassers  in den wohlhabenden Haushalten verlassen mussten.

Die Arbeit am 3D-Film und eine Diskussion über die Glaubwürdigkeit der Rekonstruktionen wird in einem Beitrag in SCIRES Italy wiedergegeben. Das Istituto di Scienza e Tecnologie dell’Informazione und das Humanities Lab der Universität Lund haben zur Entwicklung des Materials und der 3D-Arbeiten beigetragen.

Bild: Wissenschaftler rekonstruieren ein Haus des historischen Pompeji mittels 3D-Technologie. 

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