03.02.2017 – Kategorie: Branchen, IT, Management, Technik

3D-Scans der Forth-Brücken für interaktive Lernspiele

fb_all_north

Extrem detailreiche 3D-Scans der Forth-Brücken über den Firth of Forth sollen als Grundlage für interaktive Spiele dienen, die bei Schulkindern das Interesse am Engineering wecken sollen. Angekündigt vor drei Jahren, war das 300‘000 Pfund Sterling teure Scan-Projekt eines der anspruchvollsten und komplexesten Projekte dieser Art weltweit. 

Extrem detailreiche 3D-Scans der Forth-Brücken über den Firth of Forth sollen als Grundlage für interaktive Spiele dienen, die bei Schulkindern das Interesse am Engineering wecken sollen. Angekündigt vor drei Jahren, war das 300‘000 Pfund Sterling teure Scan-Projekt eines der anspruchvollsten und komplexesten Projekte dieser Art weltweit. Es hat eine Datenwolke von vielen Milliarden maßstabsgenauer Punkte der Strukturen der Forth-Bridge, der Forth-Straßenbrücke (Forth Road Bridge) und Queensferry-Crossing-Brücke (Inbetriebnahme im Mai 2017) mit sich gebracht.

Das Video dokumentiert die Arbeiten für das 3D-Scanning der Brücken.

Nun hat es eine weitere Fördertranche von Transport Scotland in Höhe von 425’000 Pfund den schottischen Experten für die Digitalisierung von Denkmälern ermöglicht, Lernspiele, Augmented-Reality-Apps, interaktive Echtzeit-Modelle für virtuelle Touren mit Headsets und Video-Flüge zu entwickeln, die 2018 veröffentlicht werden sollen. Diese Anwendungen sollen die STEM-Fähigkeiten (Science, Technology, Engineering, Mathematics) unter in schottischen Schulkindern stärken.

Aus dem Projekt ist bereits eine faszinierende Animation der Punktewolken der Forth Bridge und der Forth Road Bridge hervorgegangen. Transport Scotland unterstützte das Projekt im Auftrage des Forth Bridges Forum. Ds Centre for Digital Documentation and Visualisation (CDDV) zeichnete für das Laserscanning und die digitale Entwicklungsarbeit verantwortlich.

Die Arbeiten begannen im Mai 2015 und bedeuteten insgesamt 90 Tage der digitalen Dokumentation zu Fuß, von Seilen, Fahrzeugen und Booten aus. Das mobile Mapping erfolgte gemeinsam mit Leica Geosystems UK. Daraus entstand eine riesige Punktewolke, die Strukturen und ihre gesamte Grundfläche von mehr als 3,6 Quadratkilometern erfasste. Angesichts der Launen der drei unterschiedlichen Baustrukturen und der physischen und umweltbedingten Herausforderungen für das Team kann man vom komplexesten 3D-Scan-Projekt sprechen, das je in Angriff genommen wurde.

Alastair Rawlinson, Head of Data Acquisition an  der The Glasgow School of Art und CDDV, sagt: „Wir mussten unsere kombinierte Expertise einsetzen, die wir bei der Dokumentation weltweit bekannter Bauwerke wie dem Opernhaus in Sydney oder dem Mount Rushmore gewonnen hatten. So konnten wir neuartige Methoden entwickeln, mit denen wir diese wunderbaren Brücken bis ins kleinste Detail erfassen können.“ Nun werde man diese spezialisierten 3D-Daten verwenden, um interaktive Lernhilfen auf der Basis fortschrittlicher Gaming-Technologien und von Virtual Reality zu entwickeln und damit die Information den Schulkindern nicht nur in Schottland zugänglich aufzubereiten.

Ein Expertengremium mit Lehrern sowie Teilnehmern der Napier University und dem Institute of Civil Engineers hilft dem CDDV, Optionen für die Daten auszuarbeiten. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf hochdetaillierte Modelle der Brücken und eine Reihen von Lehrmaterialien mit zwei Lernspielen für Schulkinder, basierend auf dem Bau der Forth Bridge, einer Augmented Reality-App, die das industrielle Erbe der Brücken veranschaulicht und einer Virtual-Reality-Erkundungstour der Forth Bridge und der Forth Road Bridge per Headset. Die Anwendungen sollen ab Mitte 2018 verfügbar sein.


Teilen Sie die Meldung „3D-Scans der Forth-Brücken für interaktive Lernspiele“ mit Ihren Kontakten:


Scroll to Top