3D-Scans ermöglichen virtuellen Spaziergang

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Bauwerke können mithilfe von Laserscandaten und geeigneter Software auch aus der Ferne erkundet werden. Mit dreidimensionalen Farbscans lassen sich Orte bis ins kleinste Detail abbilden und zu virtuellen Rundgängen zusammenfügen.
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Der Bildschirm als Portal zur Kirche: Mit einer multimedialen Präsentation der St.-Marien-Kirche macht die evangelisch-lutherische Gemeinde Osnabrück Schönheit und Historie des Bauwerks jederzeit ortsunabhängig zugänglich – für Besucher der Stadt, Geschichts- und Kulturinteressierte. In virtuellen Rundgängen lässt sich das mittelalterliche Gebäude bequem von zu Hause aus besichtigen und Details können in Ruhe betrachtet werden. Die Basis dafür sind Scandaten, die mit dem mobilen Laser Scanner Focus3D erfasst wurden.

Gebäude, spektakuläre Bauwerke und touristische Ziele können mithilfe von Laserscandaten und geeigneter Software auch aus der Ferne erkundet werden. Mit dreidimensionalen Farbscans können Orte bis ins kleinste Detail abgebildet werden und sie lassen sich sogar zu virtuellen Rundgängen zusammenfügen. 3D-Rundgänge sind ein neues Instrument für das Stadt- und Tourismusmarketing, das einer breiten Öffentlichkeit Einblicke in die Besonderheiten von Städten und Regionen ermöglicht.

Wie exakt und anschaulich solche Gebäudemodelle die Örtlichkeiten wiedergeben, wird am Beispiel der gotischen Hallenkirche St. Marien im niedersächsischen Osnabrück deutlich. Eine neue Multimediapräsentation mit virtuellen Rundgängen simuliert einen Besuch von einer der bedeutendsten Kirchen des 14. Jahrhunderts in Nordwestdeutschland. Die Rundgänge zeigen bauliche sowie kirchengeschichtliche Details und vermitteln die Atmosphäre im historischen Innenraum. Von der Marktseite aus gelangt der virtuelle Kirchenbesucher durch das große Hauptportal in den Innenraum von St. Marien. Durch den Mittelgang, vorbei am roten Gestühl, bewegt er sich auf den prächtigen Antwerpener Flügelaltar zu. Vor dem Altar steht ein runder Sandsteintisch, links am Chorpfeiler befindet sich die Kanzel. Im Chorumgang sind zahlreiche alte Grabplatten im Boden und an den Wänden zu sehen. Auf dem Rückweg durch den seitlichen Gang eröffnet sich der Blick auf das Taufbecken, das sich in einem Kirchenbereich befindet, der den Eindruck einer eigenen Taufkapelle erweckt. Da das gesamte Gebäude bis in den letzten Winkel per Laserscanning erfasst wurde, ist beim virtuellen Rundgang durch den Innenraum auch ein Blick nach oben möglich, beispielweise zur roten Kirchenorgel auf der Empore und zum Deckengewölbe. In separaten Rundgängen können am Bildschirm selbst Dachstuhl und Turm, die Besuchern vor Ort nicht dauerhaft zugänglich sind, jederzeit betreten werden. Vom Turm aus bietet sich dem virtuellen Kirchenbesucher die Aussicht auf den Marktplatz von Osnabrück und die umliegenden Gebäude, zu denen auch das schöne Rathaus gehört.

Von Laserscanning-Dienstleister Johannes Rechenbach aus Hannover erfasst und dokumentiert wurde darüber hinaus die Fassade der gotischen St.-Marien-Kirche. Auch dies ließ sich mit dem FARO Laser Scanner Focus3D zügig ausführen. Nur rund drei Tage wurden für die vollständige Gebäudeerfassung – außen und innen – benötigt. Die präzisen Daten halten den Zustand und die Details der historischen Kirche dauerhaft fest. Ein weiterer Vorteil: Bei künftigen Sanierungen sind alle Maße, Flächen und Volumina schnell aus den vollständig vorliegenden Scandaten ablesbar; ein neues Aufmaß ist nicht erforderlich. Das dreidimensionale Kirchenmodell kann auch herangezogen werden, um bei auftretenden Schäden den Originalzustand entsprechend wiederherzustellen.

Die 3D-Rundgänge sowie Videos, 360-Grad-Panoramen und Fotoaufnahmen auf DVD sind gemeinsam mit dem Kirchenführer der St.-Marienkirche im Gemeindebüro erhältlich. Die Osnabrücker Kirchengemeinde ist eine der ersten, die Laserscanaufnahmen ihrer Kirche in Auftrag gegeben hat und für die eigene Präsentation verwendet. Laserscanning und virtuelle Rundgänge bieten öffentlichen Institutionen, Kommunen und Tourismusbetrieben zahlreiche Möglichkeiten, moderne Kommunikationskanäle für sich zu nutzen – und, wie das Osnabrücker Beispiel zeigt, gehen die Einsatzbereiche sogar weit darüber hinaus.

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