Abseits oder nicht? 3D-Stereoskopie schärft den Schiedsrichterblick

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Forscher der Universidad Carlos III de Madrid (UC3M) setzen 3D-Stereoskopie ein, um Übungen zu Abseitspositionen für die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) aufzuzeichnen. Diese Aufzeichnungen stehen dann als Lehrmaterial in professionellen Trainingsseminaren für Schiedsrichterassistenten bereit.


Das Ziel dieses Projekts ist es, die Lernumgebung für die Schiedsrichterassistenten mithilfe von Multimediamaterialien zu verbessern, die eine visuelle Erfahrung vermitteln, die den Gegebenheiten auf dem Spielfeld am nächsten kommt. Auf diese Weise wird auch die Wahrnehmung für das Erkennen und Entscheiden von Abseitspositionen geschärft. Für diesen Zweck verwenden die Forscher in der UC3M-Gruppe TECMERIN (Television-Film Group: Memory, Representation and Industry) die 3D-Aufnahmetechnik für die FIFA. Diese kann die Resultate in ihre Lehrmaterialien für Schiedsrichterassistenten im Rahmen des weltweiten Schiedsrichtertrainings einbinden.


Im Laufe von zwei Tagen hat die TECMERIN-Forschergruppe 500 Simulationen von Abseitspositionen in 3D aufgenommen, mit unterschiedlichen Formen von Übungen, ähnlich denen, die auch in professionellen Trainingsseminaren für FIFA-Schiedsrichter zum Einsatz kommen.  „Von diesen werden diejenigen ausgewählt, die sich am besten eignen, um interaktives Material zu erstellen, das von den Schiedsrichterassistenten genutzt werden soll“, sagt UC3M-Professor Manuel Armenteros, Koordinator des Projekts. „Der Einsatz von stereoskopischen Bildern wird die Lernerfahrung erheblich verbessern, weil eine stereoskopische 3D-Lernumgebung einen Seheindruck schafft, der viel realistischer ist, als ein solcher in 2D“.


Die Technik der stereoskopischen Bilderzeugung beruht auf dem Einsatz von zwei Objektiven, eines für jeweils ein Auge. Die visuelle Wahrnehmung macht sich den Abstand zwischen den Bildern zu nutze, um die Tiefe zu berechnen. Trotz der Tatsache, dass stereoskopische 3D-Technik schon seit Jahren verwendet wird, hätte sie nie ihre heutige Verbreitung ohne die digitale Bildverarbeitung erreichen können. Die stereoskopische 3D-Revolution sei gekoppelt an die digitale Revolution, so die Wissenschaftler.

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