AR-Brille mit virtueller Tastatur

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Forscher am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) haben ihre 2014 vorgestellte Augmented-Reality-Brille K-Glass mit neuen Funktionen erweitert, darunter einer virtuellen Tastatur. Als Basis für das User Interface dient ein neu entwickelter stromsparender Prozessor.
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Forscher am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) haben ihre 2014 vorgestellte Augmented-Reality-Brille K-Glass mit neuen Funktionen erweitert, darunter einer virtuellen Tastatur. Die K-Glass 3 ermöglicht es den Anwendern, mit der virtuellen Tastatur eine Nachricht oder Suchbegriffe für das Surfen im Internet einzugeben. Dazu trägt ein neuentwickelter stromsparender Multicore-Prozessor bei.

Viele HMDs zeichnen sich derzeit durch ein dürftiges User-Interface, kurze Batterielaufzeiten und hohes Gewicht aus. Einige nutzen Touch-Panels und Eingabe per Stimme als Schnittstelle, doch sind diese Features als Ergänzung für Smartphones gedacht und nicht optimiert für tragbare AR-Brillen. Kürzlich wurde die Blickerkennung für HMDs vorgeschlagen, doch der Blick des Anwenders kann wegen ihrer begrenzten Interaktivität und der langwierigen Kalibrierung, die mehrere Minuten in Anspruch nehmen kann,  nicht als natürliches User Interface (UI) und Erfahrung (UX) umgesetzt werden

Als Lösung haben Professor Hoi-Jun Yoo und sein Team vom  Electrical Engineering Department die K-Glass 3 mit einem stromsparenden UI/UX-Prozessor entwickelt, der Stereosehen, Echtzeit-Szenenerkennung innert 33 Millisekunden und eine Rendering-Engine für das Display bietet. Die Stereo-Kamera an der Front der K-Glass 3 hat wie vergleichbare Lösung zwei Objektive, die für die beiden Augen zwei unterschiedliche Bilder erzeugen. Sie zeichnet sich durch einen geringen Stromverbrauch aus, der in einer unterbrechnungsfreien  Laufzeit von 24 Stunden resultiert.

Die intelligente Lernfunktion (‚Deep Learning“) im Multicore-Prozessor wurde für mobile Geräte konzipiert. Sie hat die Erkennungsgenauigkeit von Bildern und Stimmen erheblich verbessert und gleichzeitig die für die einfließenden Daten notwendigen Berechnungs- und Analysezeiten verkürzt. Wenn sich der Anwender nicht bewegt, verfällt der Prozessor in den Ruhemodus.  Professor Yoo erklärt, das dieser Multicore-Prozessor mit nur 126 Milliwatt für den umfassenden Gebrauch von AR-Brillen im Alltag essentiell ist.

Am K-Glass 3-Projekt hat sich auch der koreanische UI/UX-Entwickler UX Factory beteiligt. Die Forschungsergebnisse wurden unter dem Titel “A 126.1mW Real-Time Natural UI/UX Processor with Embedded Deep-Learning Core for Low-Power Smart Glasses” (Hauptautor: Seong-Wook Park, Doktorand  am Electrical Engineering Department, KAIST) an der International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) in San Franscisco präsentiert.

K-Glass 3 ist ausgestattet mit einer Stereokamera, zwei Mikrofonen, WiFi-Modul und acht Batterien. Die Lösung kann Handbewegungen erkennen und somit dem Anwender Augmented Reality-Anwendungen wie eine virtuelle Tastatur oder virtuelle Tasten eines Klaviers bereitstellen.

 

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