Augmented Reality: „Thermal Touch“-Technologie für Datenbrillen

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Metaio, ein Anbieter für Augmented Reality-Software & Lösungen, präsentiert mit der „Thermal Touch“-Technologie ein neuartiges User-Interface, welches beliebige Objekte und Oberflächen in einen Touchscreen verwandelt. Durch die erstmalige Kombination von Thermografie und Augmented Reality wird eine natürliche Interaktion zwischen Nutzer, realem Objekt und digitaler Information ermöglicht, von der insbesondere zukünftige AR-Brillen profitieren. Eine Live-Demonstration der „Thermal Touch“-Technologie ist vom 27. bis 29. Mai auf der Augmented World Expo (AWE) in Santa Clara (Kalifornien) und am 8. Juli auf der InsideAR Konferenz in Tokyo geplant.

„Alle diskutieren derzeit über tragbare Datenbrillen wie Google Glass, aber kaum einer spricht darüber wie man Geräte dieser Art eigentlich bedienen wird“, sagt Peter Meier, CTO Metaio. „Was wir brauchen, sind natürliche, zweckmäßige Benutzer-Schnittstellen, um mobile Geräte von morgen zu steuern. Der Vorteil von AR-Brillen ist ja, dass man die Hände frei zur Verfügung hat. Mit dem „Thermal Touch“ kann ich beliebige Objekte in einen Touchscreen verwandeln, so dass man direkt mit seinem Finger darauf interagieren kann.“

Derzeit testet das Münchner Technologieunternehmen „Thermal Touch“ auf einem funktionsfähigen Prototypen. Hierzu wurde auf einem Tablet-PC eine Infrarot- und eine RGB-Kamera integriert. Der Prototyp ist in der Lage die Wärme-Signatur, die eine Person durch Berührung einer beliebigen Oberfläche hinterlässt, zu registrieren und zu verarbeiten. Im selben Moment ergänzt Metaios AR-Software das berührte Objekt mittels Augmented Reality und fortschrittlicher 3D-Objekterkennung. Somit können Nutzer auf völlig neue und fühlbare Art und Weise mit digitalem Content interagieren.

Mit dem „Thermal Touch“wären beispielsweise Szenarien wie Folgende denkbar: Fußgänger könnten eine statische Karte (z.B.: eines Einkaufzentrums) zum Touchscreen umwandeln und dem Gerät vorgeben, welchen Weg man navigiert werden möchte; Kinder könnten per Fingerberührung digitale Inhalte direkt von ihrem Spielzeug laden und so neue Spielerlebnisse erleben; Designer wären in der Lage ihre digitalten 3D-Entwürfe auf den realen Gegenstücken zu visualisieren und Service-Techniker könnten Informationen direkt via Fingerberührung des realen Objekts virtuell abrufen.

„‚Thermal Touch‘ ist derzeit noch ein Prototyp und weit davon entfernt im Alltag eingesetzt zu werden,“ so Peter Meier. „Wir möchten die Community allerdings auf die bisher ungelöste Problematik der Interaktion aufmerksam machen und den Herstellern von AR-Brillen gleichzeitig eine mögliche Lösung demonstrieren. Es ist durchaus denkbar, dass in fünf bis zehn Jahren Infrarot-Kameras, kombiniert mit einer Vielfalt an fortschrittlichen Sensoren, in mobilen Geräten zu finden sein werden – inklusive tragbarer Augmented Reality-Brillen der nächsten Generation.“

Metaio wird den „Thermal Touch“-Prototypen nächste Woche auf der Augmented World Expo (AWE) in Santa Clara live vorstellen. AWE-Teilnehmer werden dort zudem die Möglichkeit haben, im Bereich Automotive, Consumer und Enterprise AR innovative und wegweisende Anwendungen selbst auszuprobieren.

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Richtig gelesen, die Zukunft wartet auf uns im Plural. Am neu gegründeten Institut für Technikzukünfte (ITZ) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) werden die Zusammenhänge von Technik, Gesellschaft und Kultur bei Technikentwicklungen erforscht. Ergebnis sind neue Perspektiven für aktuelle Technikdebatten wie Energie- oder Mobilitätswende. Da nicht feststeht, welche Techniken sich etablieren werden und welche gesellschaftlichen Effekte dies zeitigen wird, sprechen die Wissenschaftler beim Blick voraus lieber von „Zukünften“.

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