Ausgezeichnet: Augmented Reality für technische Trainings

Erstmals setzt Bosch Augmented Reality Technologie für seine technischen Service Trainings ein. Die Messe Automechanika hat diese innovative Schulungstechnik, welche die praktischen Schulungsinhalte für die Teilnehmer im Wortsinn transparent macht, jetzt mit dem Innovation Award in der Kategorie „Alternative Drive Systems & Digital Solutions“ ausgezeichnet.

„Diese Auszeichnung freut uns sehr. Und sie spornt uns auch an, die Entwicklung der Augmented Reality Technologie für die Weiterbildung von Werkstatt-Mitarbeitern und auch für den effizienten Einsatz im Werkstattalltag weiter voranzutreiben“, sagt Manfred Baden, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Automotive Aftermarket.

Durch Augmented Reality-Anwendungen können unterschiedliche Trainings-Szenarien realisieren werden. Die Teilnehmer der Bosch-Trainings richten die Kamera ihres Tablet-Computers auf ein Fahrzeugbauteil oder blicken durch eine Datenbrille darauf. In das reale Bild bekommen sie zusätzliche Erläuterungen, 3D-Objekte oder Videos eingeblendet. Dabei kann der Trainer die Endgeräte der Teilnehmer steuern und entscheiden, welchen Anwendungsfall diese auf ihren Geräten sehen. „Mit Augmented Reality haben wir jetzt die passende Trainingstechnologie, um den Trainingsteilnehmern die immer komplexeren Funktionen technisch adäquat und zudem noch spannend zu vermitteln“, erklärt Jürgen Lumera, Experte für Augmented Reality bei Bosch Automotive Aftermarket.

Erste Service-Trainings mit AR-Unterstützung starten im November

Auf dem Bosch-Messestand zur Automechanika erhalten interessierte Kfz-Mechatroniker im Rahmen eines Workshops zum Thema Hochvolt-Motoren bereits praktische Einblicke in das Lernen der Zukunft mit Augmented Reality. Im November dieses Jahres bietet Bosch dann mit der zweitägigen Ausbildung zum „Hochvolttechniker – Arbeiten an HV-eigengesicherten Fahrzeugen“ das erste Service Training unterstützt durch Augmented Reality in seinen Service Trainings Centern in Plochingen/Deutschland und Kopenhagen/Dänemark an. Im nächsten Jahr soll Augmented Reality dann in weiteren technischen Trainings, beispielsweise zu Sensoren und Aktoren in Diesel- und Benzineinspritzsystemen, als didaktische Unterstützung eingesetzt werden. Zudem ist geplant, auch die technischen Lehrgänge zu den Themen Brems- und Radschlupfsysteme, Karosserie- und Komfortsysteme oder Fahrerassistenzsysteme mit der neuen Schulungstechnik zu begleiten.

Anpassen der Lerninhalte auf die Trainingsgruppe

Für die Anwendungen hat Bosch eine spezielle Augmented Reality-Plattform (CAP) entwickelt, die es erlaubt, insbesondere auch für den Trainingsbereich neue Inhalte und Applikationen unkompliziert zu publizieren. Die Plattform greift dabei auf bestehende gespeicherte Inhalte zu und stellt die für die gewünschte Augmented Reality-Anwendung erforderlichen Daten zusammen. „Durch unsere AR-Plattform CAP kann der Trainer in sehr kurzer Zeit die Inhalte anpassen und damit optimal auf seine Trainingsgruppe zuschneiden“, erläutert Bosch-Experte Lumera.

Zudem lassen sich unterschiedliche Trainings-Szenarien realisieren. Im „Trainer Mode“ steuert der Trainer die Endgeräte der Teilnehmer und entscheidet, welchen Anwendungsfall diese auf ihren Geräten sehen. Alle Teilnehmer der Gruppe können die Erläuterungen des Trainers aktiv mitverfolgen und erleben die Trainingssituation gemeinsam. Beim „Trainee Mode“ schaltet sich der Trainer auf das Endgerät eines einzelnen Teilnehmers und kann ihm so direkte Hinweise und Tipps für das weitere Vorgehen anschaulich vermitteln.

Bild: Bosch gewinnt Innovation Award der Automechanika für den Einsatz von Augmented Reality bei technischen Trainings.

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