Baustellen mit VR sicherer machen

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Baustellen mit VR sicherer machen

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Mit interaktiven Virtual-Reality-Schulungen wollen Forscher Baustellen sicherer machen. Das Team um Prof. Dr. Markus König vom Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen der Ruhr-Universität Bochum entwickelt eine entsprechende Technik, die Gefahrenquellen virtuell erlebbar macht. Sie soll Arbeitsschutzexperten helfen, Baustellen vorab auf kritische Stellen zu überprüfen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen einzuplanen. Auch Bauarbeiter könnten in der virtuellen Realität geschult und für Gefahren sensibilisiert werden.
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Mit interaktiven Virtual-Reality-Schulungen wollen Forscher Baustellen sicherer machen. Das Team um Prof. Dr. Markus König vom Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen der Ruhr-Universität Bochum entwickelt eine entsprechende Technik, die Gefahrenquellen virtuell erlebbar macht. Sie soll Arbeitsschutzexperten helfen, Baustellen vorab auf kritische Stellen zu überprüfen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen einzuplanen.

Die Forscher nutzen den Umstand, dass jede große Baustelle heutzutage zunächst virtuell geplant wird, bevor sie real entsteht. Diese dreidimensionalen Modelle können sie als Grundlage für ihre Repräsentation in der virtuellen Realität (VR) verwenden. Mit der gleichen Technik, die auch bei Computerspielen zum Einsatz kommt, sorgen sie dafür, dass die Umgebung möglichst realistisch aussieht.

Mittels VR-Brillen können die Anwender so diejenige Baustelle erkunden, für die sie später einmal verantwortlich sein werden. Über Controller können sie mit der Umgebung interagieren, etwa Gegenstände aufheben und tragen.

Doktorand Thomas Hilfert arbeitet daran, virtuelle Umgebungen automatisiert aus dreidimensionalen Modellen zu erstellen. Nach dem Baukastenprinzip könnten dann Baumaschinen mit passenden Geräuschen hinzugefügt werden, um eine virtuelle Baustelle nach individuellen Wünschen zu erzeugen. Hilfert hat bereits Baustellen mit verschiedenen Layouts fertiggestellt, die Testpersonen bei Regen, Nebel oder Sonnenschein erkunden können.

Unbegrenzt viele Leben

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Jochen Teizer, Sicherheitsexperte für die Bauindustrie, wollen König und Hilfert ihre Entwicklung im nächsten Schritt mit Probanden evaluieren. „Da man in der virtuellen Realität unbegrenzt viele Leben hat, können wir dort genau beobachten, wie die Testpersonen vor und nach tödlichen Unfällen reagieren und wann Lerneffekte einsetzen“, erklärt Hilfert. 

Jedes Jahr gibt es viele Unfälle auf deutschen Baustellen. „Häufig ist die Ursache nicht das Fehlverhalten des einzelnen Arbeiters, sondern eine fehlende Sicherheitskultur im Unternehmen oder mangelnde Vorgaben für sichere Arbeitsbedingungen“, sagt Jochen Teizer. Mehrere Baufirmen aus dem In- und Ausland haben bereits Interesse an der Bochumer Technik bekundet. 

Weitere Informationen finden sich in einem ausführlichen Beitrag im Wissenschaftsmagazin Rubin der Ruhr-Universität Bochum unter http://news.rub.de/wissenschaft/2016-10-04-virtuelle-realitaet-baustellen-sicherer-machen

Bild: In der virtuellen Welt hat man unbegrenzt viele Leben. Ein Umstand, den die RUB-Forscher nutzen wollen.

© RUB, Roberto Schirdewahn

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