Borgware-Idee findet Anklang: Netzwerk „Goldener Süden” gestartet

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Baden-Württembergischer Wirtschaftsminister Pfister ermuntert Unternehmer zum Einsatz von Virtual-Reality-Technologien. Führungskräfte aus der Region trafen sich auf Einladung der Firma Borgware in Owingen zu einem Management-Roundtable. Die Einführungsrede hielt Minister Ernst Pfister. Dr. Stefan Engelhard von der IHK moderierte die Runde.

“Die Baden-Württembergische Wirtschaft hat es gottsmillionisch gebeutelt”, sagte der Wirtschaftsminister gleich zu Beginn: Ein Rückgang von über acht Prozent sei weit ausgeprägter als der bundesdeutsche Durchschnitt von 5 Prozent. “Es hat jedoch wenig Sinn zu jammern — die Frage lautet: Wo sind die Wachstumspfade”. Wenn 40 von 100 deutschen Top-Innovatoren aus Baden-Württemberg kommen und das Land über die größte Hochschuldichte verfüge, dann sei das eine gute Startposition. “95 Prozent der Unternehmen haben weniger als 50 Beschäftigte und stellen 80 Prozent der Ausbildungsplätze – der Mittelstand ist also die stärkste Wirtschaftskraft im Ländle”. Krisenzeiten seien die “Ruhe vor dem Sturm”: Die Unternehmen sollten sich jetzt fit machen für die Zukunft. “Neue Technologien sind die Voraussetzung für Erfolg in der nächsten Wachstumsphase”, ist der Minister überzeugt: Es genüge nicht, damit zu beginnen, “wenn die Konjunktur wieder in Fahrt ist”, sondern es gebe kaum eine bessere Gelegenheit als die momentane Ruhephase um sich mit Technologien wie Virtual Reality (VR) vertraut zu machen.

Auch wenn die Krise im Moment etwas davon ablenke, sei der Fachkräftemangel, “was uns die nächsten Jahrzehnte massiv plagen wird und die größte Wachstumsschranke der Zukunft bedeutet”. Man könne es sich daher auch nicht leisten, wenn die wertvollen Fachkräfte ihre Zeit vergeuden, weil sie technologisch nicht optimal ausgestattet sind.

Wolfgang Klein, bei Borgware für die Geschäftsleitung im Bereich CAD/CAM PLM und Virtual Reality verantwortlich, erläuterte seine Motivation für die Initiative: “Ausschlaggebender Faktor war für uns die Frage: Was können wir für die Stärkung der Unternehmen in der Region tun?” Das Netzwerk “Goldener Süden” könnte sich mit innovativen Themen befassen und sich gegenseitig befruchten. Als Vorbild dient das Hechinger Netzwerk “Medical Valley”, das mittlerweile überregionale Bedeutung erlangt hat. “Die IHK unterstützt ihre Unternehmen bei Innovationsvorhaben”, erläuterte Dr. Stefan Engelhard von der IHK Reutlingen. Die Beratung über Fördermöglichkeiten und Hilfe bei der Beantragung sei ein wichtiger Schwerpunkt.

Die Teilnehmer stellten sich und Ihre Unternehmensschwerpunkte vor, brachten ihre Anliegen vor und diskutierten Ansätze für das weitere Vorgehen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Anwesenden Handlungsbedarf im Bereich Innovation und deren Vermarktung sehen. Damit Unternehmen schneller und kostengünstiger Innovationen entwickeln und zur Marktreife bringen können, müssten sie auch schneller über vorhandene Technologien informiert werden, die ihnen das erleichtern. Eines dieser Themen ist Virtual Reality (VR). Borgware zeigt auf, wie die Technologie in skalierbaren Anwendungsmöglichkeiten für den Mittelstand einsetzbar ist. “Desweiteren hat die Hochschule Albstadt-Sigmaringen hierzu vor Kurzem in eine Virtual-Reality-Anlage investiert — neben den Studierenden können auch die Unternehmen der Region profitieren”, erläuterte Professor Dr. Nicolai Beisheim von der Hochschule. Somit schließt sich der Kreis, damit auch ausgebildete Fachkräfte für die innovative Technologie zur Verfügung stehen.

Borgware hatte eine Demonstrationsanlage aufgestellt, mit der die VR-Technologie für die Teilnehmer erlebbar wurde. Schnell war klar, dass es fast in jedem Unternehmen sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Virtual Reality gibt. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie sind nahezu unbegrenzt. So eröffnet VR nicht nur in der Entwicklung und Projektierung, sondern auch im Marketing und Vertrieb völlig neue Möglichkeiten bei gleichzeitiger Kosteneinsparung. Während im vergangenen Herbst beim Virtual Efficiency Congress in Stuttgart noch der Schwerpunkt auf den Technischem Möglichkeiten lag, nannte Klein jetzt schon zahlreiche konkrete Anwendungsfälle, die sich in vielen Gesprächen mit VR-Anwendern und Interessierten ergeben haben. Entscheidend sei es, das man nicht mehr von “abgehobenen Ideen” rede, sondern von innovativen Lösungen, die sofort anwendbar sind und großen Nutzen bringen.

Maschinen und Anlagen können vorab in Gebäude projiziert werden, um Planern, Entscheidern und Anwendern schon im Voraus eine realitätsnahe Vorstellung zu geben. Montagetechniker können geschult werden, während die Anlage noch in der Konstruktion ist. VR hilft, aussagekräftige Dokumentationen zu erstellen, praxisnahe Schulungen ohne “Objekt” durchzuführen sowie Montage- und Wartungsabläufe im Voraus zu optimieren.

Anstelle der oft mehrere Hundert Tausend Euro teuren Herstellung von Prototypen lasse sich im Anlagen- und Maschinenbau mit VR innerhalb weniger Minuten ein realitätsnahes 3D-Modell darstellen. das für Marketing-, Vertriebs und Demonstrations- sowie Projekt und Entwicklungszwecke bestens geeignet sei.

Borgware bietet skalierbare VR-Lösungen — vom Einsteigerpaket bis zur professionellen Großanlage. Um die ersten Schritte mit VR zu machen, kann sich auch auf Mietbasis dem Thema VR nähern. “Durch Intensive Kontakte mit den verschiedenen Herstellern können wir unseren Kunden die passende VR-Anlage auch vorübergehend, zum Beispiel für den Messe- oder Projekt Einsatz bereitstellen.”

Um den Return on Invest zu ermitteln und darzustellen, hat BORGWARE einen speziellen VR-Fragebogen entwickelt, der als Grundlage für die zielegerichtete, kundenspezifische Beratung zum Einsatz kommt.

Weitere Informationen: www.borgware.de

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