Chemnitzer Wissenschaftler entwickeln AR-Anwendung für Messestand

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„Augmented Reality verknüpft real vorhandene Objekte mit virtuellen Informationen und verschafft so ein besseres Verständnis für komplizierte Sachverhalte“, so beschreibt Dr. Philipp Klimant, Leiter der Abteilung Prozessinformatik und Virtuelle Produktentwicklung der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der TU Chemnitz, die Technologie, die auf der Hannover-Messe zum Einsatz kommen wird.
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Besucher der Hannover-Messe erhalten vom 13. bis 17. April 2015 am Stand von Bosch Rexroth per Smartphone Informationen zu den Ausstellungsobjekten über eine interaktive Produktbroschüre: „Augmented Reality verknüpft real vorhandene Objekte mit virtuellen Informationen und verschafft so ein besseres Verständnis für komplizierte Sachverhalte“, so beschreibt Dr. Philipp Klimant, Leiter der Abteilung Prozessinformatik und Virtuelle Produktentwicklung der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der TU Chemnitz, die Technologie, die auf der Hannover-Messe zum Einsatz kommen wird. In Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU hat er mit seinem Team eine Augmented Reality (AR)-Anwendung geschaffen, die den Fachbesuchern die komplexen Produkte nahebringt. Mit ihrem Smartphone oder Tablet erfahren Interessierte nachdem sie eine entsprechende App installiert haben Wissenswertes zu den Ausstellungsobjekten. Je nachdem, welches Produkt die Kamera des Mobilgeräts erfasst, werden die dazu gehörigen Informationen, untersetzt mit Videos und 3D-Modellen, angezeigt.

Eye-Catcher des Messestands (Halle 23, Stand C19) ist ein reales, stark vereinfachtes Gestell einer Presse mit Komponenten und Baugruppen von Bosch Rexroth. Hält ein Messebesucher sein Tablet vor das Gestell, wird es von einer virtuellen Presse überblendet, deren virtueller Stößel synchron mit der realen Transfereinheit arbeitet und ein virtuelles Bauteil herstellt. Über eine reale Steuerung werden sowohl das AR-Modell als auch die im Pressengestell verbaute Transfereinheit angesteuert. Durch Schnitte und Ausblendungen einzelner Teile werden Funktionen visualisiert, die an einer realen Presse nicht sichtbar sind. Im laufenden Betrieb können dank der neu entwickelten AR-Lösung wichtige Informationen zur Presse, zum Prozess und zu den Produkten zielgerichtet, in Echtzeit und direkt vor Ort dargestellt werden. Darüber hinaus lässt sich die Presse sogar über das Tablet steuern.

Diese AR-Lösung lässt sich auf weitere Anwendungen außerhalb des Messemarketings übertragen: Im Service können beispielsweise Montageanleitungen, Funktionsbeschreibungen oder Informationen über den Zustand der Maschine für Maschineneinrichter und -bediener per Smartphone oder AR-Brille übermittelt werden. „Daten sinnvoll zu verknüpfen, zielgruppengerecht aufzubereiten und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen, wird in der Zukunft eine noch größere Kernaufgabe von Augmented Reality sein, als es das heute schon ist“, ist sich Klimant sicher.

 

Christian Kollatsch von der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik zeigt die neu entwickelte Augmented-Reality-Anwendung für eine Presse auf einem Tablet.

Foto: TU Chemnitz/Andreas Golle

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