Design-Wettbewerb: 3D-Scanner verbindet Technik und Kunst

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Das Royal College of Art und das Sir John Soane’s Museum geben die Sieger des Design-Wettbewerbs „Digital Soane“ bekannt: Das Royal College of Art (RCA) hat vor Kurzem die 3D-Scan-Experten von Quod damit beauftragt, eine Büste von Sir John Soane einzuscannen. Sir John Soane, einer der bekanntesten Londoner Architekten der Regency-Epoche und unermüdlicher Sammler archäologischer Artefakte, gründete seinerzeit das Sir John Soane’s Museum im Zentrum von London. Nach dem Einscannen wurde die 3D-Büste digital fragmentiert. Die Fragmente wurden in verschiedenen Materialien auf einem 3D-Drucker ausgedruckt und einer Gruppe von Absolventen des RCA-Fachbereichs Schmuck & Metall zur Verfügung gestellt, die anhand dieser Fragmente neue zeitgenössische Kunstobjekte entwerfen sollten.

Damit war der Startschuss für den Wettbewerb „Digital Soane“ gegeben, der Handwerkskunst und modernste Digital-, 3D-Scan- und 3D-Drucktechnologien miteinander verbinden sollte. Eine besondere Herausforderung bestand für Quod darin, beim Einscannen der Büste die strengen Sicherheitsvorschriften zu beachten: Weder die Büste selbst noch irgendein anderes Exponat des Sir John Soane’s Museums durften berührt werden. Um die Büstendaten vor Ort exakt einzulesen, setzte das Quod-Team die tragbaren 3D-Scanner Artec Eva und Artec Spider ein.

Die Ausstellungsobjekte im Sir John Soane’s Museum sind teilweise nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Unser Hauptproblem bestand darin, dass die Büste mit der Vorderseite auf einen sechs Meter tiefen Innenhof gerichtet war und direkt unter ihr ein Sarkophag von unschätzbarem Wert stand. Wir konnten sie also noch nicht einmal von vorn aufnehmen. Bei solch beengten Verhältnissen waren Artec Eva und Spider die einzige Möglichkeit zum Scannen der Büste, da diese Geräte leicht und flexibel sind. Dank der großen Reichweite von Artec Eva konnten wir uns von der Galerie aus seitlich hineinlehnen, um die Frontseite der Büste aufzunehmen“, so John Nuttall, Creative Director bei Quod.

„Die Grundidee dieses Projekts, das Duplizierungs- und Fragmentierungsprozesse beinhaltete, hätte ohne 3D-Scan-Technologie nicht umgesetzt werden können. Mit diesem schonenden Verfahren konnten wir eine perfekte Kopie der Büste erstellen, ohne das wertvolle Original zu beschädigen. Anschließend erzeugte eine Shattering Software Bruchstücke in genau der richtigen Form und Größe, mit denen unsere Künstler und Designer Schmuck und andere kleine Objekte entwerfen sollten“, fügt Silvia Weidenbach, Gastdozentin am Royal College of Art, hinzu.

Die Aufgabe lautete, aus einem bestimmten Teil des digital fragmentierten 3D-Scans ein neues Objekt zu kreieren, das im Museumsladen ausgestellt und verkauft werden sollte. Den Sieg trugen Designobjekte wie ein Duftspender in Nasenform, eine Vase und eine Lampe davon, die zu schweben scheint.

„Gemeinsam bilden der 3D-Scanner und die Shattering Software ein spannendes Werkzeug, das in Verbindung mit traditioneller Handwerkskunst ein großes Potenzial an neuen Perspektiven und Herausforderungen für kreative Köpfe birgt”, erklärt Silvia Weidenbach.

„Ursprünglich wurden 3D-Technologien für rein praktische Zwecke wie Reverse Engineering entwickelt, für die Artec seit jeher Pionierarbeit leistet. Umso erstaunlicher ist es, wenn sich fragmentierte 3D-Daten durch die schöpferische Kraft des Designers verändern und in Kunstwerke verwandeln“, betont Artyom Yukhin, President und CEO der Artec Group.

„Digital Soane“ ist ein gemeinschaftliches Projekt des Sir John Soane’s Museum und des Royal College of Art, das großzügig von der Jerwood Charitable Foundation-Stiftung unterstützt wird. „Der Einsatz der 3D-Technologie zum Schutz unseres kulturellen Erbes eröffnet viele Möglichkeiten: für den Objekterhalt ebenso wie für die Archivierung und natürlich – wie bei diesem Projekt – für künstlerische Ideen. Inspiriert wurde ‚Digital Soane‘ von dem Leitgedanken unseres Museums, neuen Designern eine kreative Plattform und Chancen zur Weiterentwicklung zu bieten“, so Abraham Thomas, Leiter des Sir John Soane’s Museums.

 

 

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