Deutsche Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien zurückhaltend

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Deutsche Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien zurückhaltend

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Vor allem bei Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen. Hindernisse beim Einsatz sind laut einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter anderem der Datenschutz, die Sicherheitsanforderungen und der Fachkräftemangel.

bitkom_umfrage_2018

Vor allem bei Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen. Hindernisse beim Einsatz sind laut einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter anderem der Datenschutz, die Sicherheitsanforderungen und der Fachkräftemangel.

Die deutsche Wirtschaft muss sich anstrengen, um beim Einsatz neuer Technologien im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. So sagen zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Vorstände und Geschäftsführer, dass deutsche Unternehmen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur zu den Nachzüglern gehören oder sogar weltweit abgeschlagen sind. Rund jeder Zweite meint, dies trifft auf 3D-Druck (48 Prozent), Blockchain (47 Prozent) und Robotik zu (45 Prozent), nur etwas weniger sind es bei den Themen Internet of Things (42 Prozent) und Virtual Reality (41 Prozent) sowie Big Data (37 Prozent) und Drohnen (31 Prozent).

„Haben Unternehmen früher bei der Einführung neuer Technologien gezögert, so waren sie möglicherweise weniger effizient und haben teurer produziert als die Konkurrenz. Heute kann eine neue Technologie wie Künstliche Intelligenz oder Blockchain eine ganze Branche in Rekordzeit völlig umkrempeln“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Unternehmen sollen neue Technologien nicht als Selbstzweck einführen, aber sie sind gut beraten, sich mit ihren Möglichkeiten zu beschäftigen und die Chancen für das eigene Geschäftsmodell auszuloten – oder für völlig neue Geschäftsmodelle.“

Grundsätzlich sehen die Unternehmensmanager die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung auf gutem Weg. So geben 36 Prozent an, die deutsche Wirtschaft befinde sich aktuell im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe, weitere 2 Prozent positionieren sie sogar weltweit auf Rang 1. Praktisch niemand hält sie für abgeschlagen und nur 13 Prozent geben an, dass die deutsche Wirtschaft zu den digitalen Nachzüglern gehört, 44 Prozent sehen sie im Mittelfeld.

Nur eine Minderheit spricht den deutschen Unternehmen eine Führungs- oder Spitzenposition beim Technologie-Einsatz zu. Am ehesten trifft dies noch auf Drohnen (26 Prozent) zu, danach folgen Internet of Things (24 Prozent), Blockchain (18 Prozent), Robotik (16 Prozent), Big Data (15 Prozent), Virtual Reality (13 Prozent) und 3D-Druck (12 Prozent). Schlusslicht bildet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen (6 Prozent). Berg: „In vielen der neuen Technologien ist Deutschland stark in Forschung und Entwicklung, etwa bei Künstlicher Intelligenz oder Blockchain. Was uns noch zu selten gelingt ist, diese Technologien in den Unternehmen zum Praxiseinsatz zu bringen.“

Größte Hürden beim Einsatz von neuen Technologien im eigenen Unternehmen sind nach Ansicht der Unternehmen Anforderungen an den Datenschutz, die rund jeder zweite Befragte (45 Prozent) nennt. Dahinter folgen Anforderungen an die technische Sicherheit (39 Prozent) und der Mangel an Fachkräften (33 Prozent). Gut jedes vierte Unternehmen beklagt die langwierigen Entscheidungsprozesse (27 Prozent), rund jedes fünfte (18 Prozent) fehlende Zeit im Alltagsgeschäft für diese Fragen. 14 Prozent geben an, ihnen fehlen finanzielle Mittel für den Einsatz, 7 Prozent nennen die Unsicherheit über den wirtschaftlichen Nutzen als Hürde. „In Anbetracht der derzeit vollen Auftragsbücher ist nachvollziehbar, wenn Unternehmen sagen, dass sie keine Zeit für neue Technologien haben . Klug ist ein solcher Ansatz allerdings nicht“, so Berg. „Niemand, der auch morgen noch Geschäft machen will, kann es sich heute leisten, auf Zukunftstechnologien zu verzichten.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 505 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Die Fragestellungen lauteten: „Wenn Sie an den Einsatz neuer Technologien in Unternehmen denken, wo sehen Sie Deutschland da im internationalen Vergleich?“ und „Was sind aus Ihrer Sicht die größten Hürden für den Einsatz neuer Technologien in Ihrem Unternehmen?“

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Durch neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Demenz verringert sich häufig die geistige Leistungsfähigkeit. Neue Techniken aus dem Bereich der virtuellen Realität sollen helfen, diese genau zu erfassen und gezielt mit den Betroffenen zu trainieren. Forscher aus Wissenschaft und medizinischer Praxis entwickeln daher im Projekt VReha verschiedene Methoden der virtuellen Realität so weiter, dass Betroffene in computeranimierten 3D-Welten verschiedene Aufgaben lösen -- und sich so ihre Störungen präziser beobachten und durch Training verbessern lassen.

Eine der Limitierungen aktueller VR-Headseats besteht darin, dass sie physisch mit den Rechnern verbunden sein müssen, um die Daten für hochauflösende Visualisierungen aufbereiten zu können. Aber ein HDMI-Kabel verringert die Beweglichkeit und kann auch eine Stolperfalle darstellen. So haben die Entwickler am Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory des MIT (CSAIL) kürzlich einen Prototypen ihres Systems namens MoVR enthüllt, der es Anwendern ermöglicht, ihre VR-Datenbrillen drahtlos zu benutzen.
Intelligente Brillen, die die Realität erweitern, Informationen über die Umgebung einblenden und sogar bei Operationen Anwendung finden, sind schon länger nicht mehr der Science Fiction vorbehalten. Sie haben zumal auch das Potential, die Ausführung bestimmter Aufgaben geistig weniger anspruchsvoll zu machen. Doch vorher ist zu klären, welchen Einfluss diese Brillen auf das menschliche Gehirn haben.

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.