Gesünder leben dank virtueller Welten

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Teilnehmer in zwei Programmen zur Gewichtsabnahme, in einem mit traditionellen Instruktionen von Angesicht von Angesicht und im anderen in Form einer Online-Beratung in der virtuellen 3D-Welt, haben ähnlich viel Gewicht und Körperfett verloren, aber die Online-Gruppe zeigte deutlich stärkere Verhaltensänderungen, die zu einem gesünderen Lebensstil verhelfen könnten.


Virtuelles Training in Second Life



 „In der virtuellen Welt aktiver zu sein, ist kontraintuitiv, aber die Aktivität, die die Teilnehmer in der virtuellen Welt zeigen, kann sich in die reale Welt übertragen“, sagt Jeanne Johnston, Assistant Professor der Kinesiologie der Indiana University. „Durch Visualisierung und Lernen können sie Tätigkeiten ausprobieren, die sie noch nicht kennen.“


Immer mehr Menschen wenden sich Online-Programmen zum Abnehmen zu, aber Johnson sagt, dass diesen Programmen oft elementare Bestandteile menschlicher Interaktion fehlten. Die Forscher der Indiana University wollten weiter in den Cyberspace eintauchen. Sie haben ein Abnehmprogramm in der virtuellen Welt evaluiert, wo die Besucher mit Avataren untereinander und mit der Umgebung interagieren, in diesem Fall einem simulierten Fitnessstudio. „Das Programm in der virtuellen Welt war mindestens so nützlich, wie ein Programm, das von Angesicht zu Angesicht durchgeführt wird, und in mancher Hinsicht, effektiver“, erklärt Johnston. „Es hat das Potenzial, Menschen zu erreichen, die normalerweise nicht in ein Studio gehen würden oder ein entsprechendes Programm absolvieren, weil sie keine Zeit haben oder sich im Fitnessstudio nicht wohlfühlen.“


Über die Studie


Über 12 Wochen haben die Teilnehmer der beiden Gruppen mindestens vier Stunden in der Woche virtuelle oder reale Meetings besucht. In beiden wurden sie über Fragen der Ernährung, der körperlichen Aktivität, der Veränderung von Gewohnheiten und der Möglichkeit, von gesellschaftlicher Unterstützung zu profitieren, informiert. An der Studie haben übergewichtige und adipöse Menschen, überwiegend Frauen, teilgenommen. Das Durchschnittsalter der Gruppe, die von Angesicht zu Angesicht informiert wurde, lag bei 37 Jahren, die Teilnehmer der Gruppe, die über die Plattform Second Life Aufklärung erhielt, waren durchschnittlich 46 Jahre alt.


Die Teilnehmer beider Gruppen haben vergleichbar, nämlich durchschnittlich 10 Pfund, an Gewicht verloren und konnten einen ähnlichen Rückgang des Body Mass Index und des Körperfetts verzeichnen. Der große Unterschied zwischen den beiden Gruppen liegt im Verhalten. Bei den Teilnehmern der realen Gruppe konnten keine signifikanten Verhaltensänderungen festgestellt werden, was gesundes Essen, körperliche Aktivität und Schlafgewohnheiten betrifft. Anders bei den Teilnehmern in der virtuellen Welt: Hier zeigten sich Verbesserungen beim Essen und der körperlichen Aktivität, nicht jedoch beim Schlafpensum. „Sie hatten auch mehr Vertrauen in ihre Fähigkeit, sich auch unter schwierigen Bedingungen wie schlechtem Wetter, Urlaub oder Abgeschlagenheit körperlich zu betätigen“, sagt Johnston. Die Studie wurde geleitet von Jeanne D. Johnston, Anne P. Massey, Kelley School of Business und Victoria S. Lee, Graduate Student in Kinesiologie an der School of Health, Physical Education and Recreation in Zusammenarbeit mit Celeste De Vaneaux, Creative Director und CEO von Club One Island.


 

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