Hannover Messe 2014: Virtuelle und Digitale Fabrik verschmelzen

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Hannover Messe 2014: Virtuelle und Digitale Fabrik verschmelzen

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Forscher des Fraunhofer IGD arbeiten daran, die Produktionsabläufe in einer Fabrik nachvollziehbar zu machen. Dafür realisieren sie einen ständigen Abgleich zwischen realer und digitaler Welt und ermöglichen so eine Evolution, deren Stand sie auf der diesjährigen Hannover Messe präsentieren. Die Forscher des Fraunhofer IGD entwickeln Lösungen, um die realen Abläufe in einer Fabrik wieder in den Computer zurückzuführen. Auf der diesjährigen Hannover Messe (Halle 7, Stand B10) zeigen sie, welche Vorteile sich daraus für die Industrie ergeben. In einer Miniaturfabrik sortiert ein Industrieroboter Spezialbehälter um. Die Szene wird von Kameras erfasst, die den Status der realen Welt kontinuierlich ins Virtuelle übertragen. Besucher des Messestands können direkt auf das Geschehen einwirken, indem sie beispielsweise mit ihrer Hand die Bewegung eines digitalen Gabelstaplers blockieren. Während sich dieser virtuell durch die digitalisierte Fabrikhalle bewegt, analysiert das System, wo und wann es zu einer Kollision zwischen ihm und dem realen Roboter kommt. Erkennt das System das neue Hindernis, stoppt der Gabelstapler und ändert sein Verhalten.

„Wir nennen dies ‚Cyber-physische Äquivalenz'“, sagt Professor André Stork vom Fraunhofer IGD. Bislang nutzen Betriebe lediglich den umgekehrten Weg: Sie planen die Produktionsstraßen im Computer und übertragen sie ins Reale. Der Weg zurück wird noch nicht oder nur selten beschritten. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten sind enorm. „Fehler und auch mögliche Unfälle können frühzeitig erkannt oder zumindest sehr schnell analysiert werden“, erklärt Storks Kollege, Dr. Jörn Kohlhammer. Die Forscher entwickeln dafür Lösungen, um die bei der Produktion anfallenden Informationsmengen schnell zu analysieren. Diese Daten machen sie für den Menschen über Darstellungen einfach erfassbar. Leicht verständliche Grafiken zeigen dann zum Beispiel, welche Konfigurationen der Produktionsstraße zu Unfällen führen könnten.

Mit ihren Arbeiten sind die Forscher des Fraunhofer IGD an der Entwicklung hin zur Industrie 4.0 beteiligt. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine hochflexible Fabrik, die auch in der Lage ist, individualisierte Produkte in Einzelfertigung schnell und kosteneffizient zu produzieren. Mensch und Maschine kommunizieren in dieser Vision ständig miteinander, um zu den besten Lösungen zu kommen. „Gern wird hier von der 4. Industriellen Revolution gesprochen“, sagt Stork. „Wir rechnen aber mit einer kontinuierlichen Entwicklung — einer Evolution.“

Bild: In einer Miniaturfabrik sortiert ein Industrieroboter Spezialbehälter um. Die Szene wird von Kameras erfasst, die den Status der realen Welt kontinuierlich ins Virtuelle übertragen. Die Forscher des Fraunhofer IGD entwickeln Lösungen, um die realen Abläufe in einer Fabrik wieder in den Computer zurückzuführen. Dafür realisieren sie einen ständigen Abgleich zwischen realer und digitaler Welt und ermöglichen eine Evolution der Industrie 4.0, deren Stand sie auf der diesjährigen Hannover Messe (Halle 7, Stand B10) präsentieren, Quelle: Fraunhofer IGD

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