10.08.2016 – Kategorie: IT, Management, Technik

Haptisches Pferd für angehende Tierärzte

haptic-horse-1

Eine der größten veterinärmedizinischen Stätten für Forschung und Lehre weltweit, die Universität Utrecht, hat kürzlich das haptische Pferd und das haptische Rind von Virtalis installiert. Das haptische Pferd bietet den Studenten die Möglichkeit, die Ausführung einer systematischen rektalen Untersuchung des Unterleibs von gesunden und kranken Pferden zu erlernen.

Eine der größten veterinärmedizinischen Stätten für Forschung und Lehre weltweit, die Universität Utrecht, hat kürzlich das haptische Pferd und das haptische Rind von Virtalis installiert. Das haptische Pferd bietet den Studenten die Möglichkeit, die Ausführung einer systematischen rektalen Untersuchung des Unterleibs von gesunden und kranken Pferden zu erlernen.

Dr Mathijs Theelen, Assistant Professor und Internist für Pferde, erklärt, das das im April eingeführte System nun auch in die Lehrpläne als Teil der präklinischen Woche integriert ist. Alle Studenten nutzten unabhängig von ihrer Spezialisierung auf bestimmte Tierarten das haptische Pferd. Auf Pferde spezialisierte Studenten vollenden das fortgeschrittene Niveau und erkunden all die verschiedenen Koliken, die das System zu reproduzieren in der Lage ist.

Das Herz der beiden  haptischen Tiere bildet das haptische Eingabegerät Geomagic Phantom. Dieses Instrument ermöglicht es den Anwendern, virtuelle Objekte zu berühren und zu ertasten. Weil die Organe des Tiers am Computerbildschirm erscheinen, kann der Dozent zudem genau sehen, was der Student gerade macht und die Bewegungen anleiten.

Das haptische Pferd bietet den Studenten die Möglichkeit, die Ausführung einer systematischen rektalen Untersuchung des Unterleibs von gesunden Pferden zu erlernen, aber auch von jenen, die an Koliken, Blähungen, Darmverschlingung, Verstopfung oder anderen Unregelmäßigkeiten des Kolons leiden.

Verbesserter Lernerfolg

Sowohl die haptische Kuh als auch das haptische Pferd wurden von der Tierärztin Prof. Sarah Baillie entwickelt, und Virtalis vermarktet und wartet die Systeme weltweit. Theelen weist darauf hin, dass vielfach nur ein bis zwei Studenten die Untersuchung eines realen Pferdes nach Anleitung des Tutors vornehmen könnten. Somit könne auch nicht jeder Student die Variationsbreite der Darmbeschwerden erfahren. Außerdem seien die Studenten bei der Untersuchung des Tiers oft nervös  und somit nicht voll auf die vor ihnen liegende Aufgabe konzentriert. Das haptische Pferd löse diese Probleme.

Die Studenten sind von der virtuellen Erfahrung begeistert und ihre Dozenten haben ein gesteigertes Vertrauen bei realen Untersuchungen feststellen  können. Die Fähigkeit, Organe wie die Nieren, die Milz oder den Darm zu lokalisieren, hätte sich definitiv verbessert, wie Theelen ausführt. Er nimmt an, dass die Haptik die räumliche Wahrnehmung der Studenten schärfe.


Teilen Sie die Meldung „Haptisches Pferd für angehende Tierärzte“ mit Ihren Kontakten:


Scroll to Top