Helmdisplay: Hubschrauberpiloten blicken durch Nebel und Staub

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Helmdisplay: Hubschrauberpiloten blicken durch Nebel und Staub

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Rettungshubschrauber können bisher nur bei guten Sichtbedingungen helfen, unter 1’500 Metern Sichtweite müssen sie am Boden bleiben. Um zukünftig Rettungseinsätze auch bei ungünstigen Wetterbedingungen zu ermöglichen, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Helmdisplay entwickelt, das die Hubschrauberpiloten selbst bei dichtem Nebel sicher fliegen lässt. Testpiloten erprobten das Display nun erstmals im Flug.

“Das Sichtsystem hat uns beim Durchfliegen eines Versuchsparcours seine volle Einsatzbereitschaft gezeigt”, sagt Helmut Többen vom DLR-Institut für Flugführung. “Das ist ein wichtiger Schritt. Nach den vorangegangenen Tests im Simulator wissen wir nun, dass die Sichtunterstützung im Helmdisplay auch unter realen Flugbedingungen funktioniert.” Im Februar 2012 war das sogenannte Helmet Mounted Display (HMD) zuvor mit einer Testreihe im Cockpitsimulator des DLR-Instituts für Flugführung in Betrieb genommen worden.

Hindernisse werden sichtbar

Der Vorteil des neuentwickelten Helmdisplays: Der Hubschrauberpilot bekommt die Informationen über halbtransparente Symbole direkt in sein Sichtfeld eingeblendet. Diese werden abhängig von der Blickrichtung des Piloten so angeordnet, dass sie mit den realen Objekten in der Außensicht übereinstimmen. Wenn der Pilot beispielsweise im Nebel landet, kann er gefährliche Hindernisse wie Strommasten oder Windräder unmittelbar erkennen. Zudem werden die wesentlichen Flugdaten wie Höhe, Geschwindigkeit, Flugrichtung und Lage im Raum eingeblendet. Bisherige Anzeigeninstrumente zwingen den Piloten im ständigen Blickwechsel zwischen Außenwelt und Geräten zu fliegen. Landungen bei schlechten Sichtbedingungen sind so nicht sicher durchführbar.

Tests bei verschiedenen Flugmanövern

Testpiloten des DLR, der schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) und von Eurocopter führten Erprobungsflüge mit dem DLR-Forschungshubschrauber EC-135 FHS durch. Dabei testeten sie das System in Hinblick auf präzise Starts und Landungen, bei Schwebeflügen über einem eng begrenzten Bereich, bei Kurvenflügen sowie Streckenflügen mit verschiedenen Fluggeschwindigkeiten.

Nach den ersten erfolgreichen Probeflügen wollen die Forscher den Anwendungsbereich des Helmdisplays erweitern: Neben der Pilotenunterstützung bei Landungen arbeiten sie an einer intuitiven Unterstützung für Flüge in der Nähe hoher Hindernisse wie etwa Off-Shore-Windkraftanlagen.

Bild: Helmdisplay im Cockpit-Simulator. Quelle DLR

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