Holodeck: Ohne Datenbrille in virtuelle Logistikprozesse eintauchen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Holodeck: Ohne Datenbrille in virtuelle Logistikprozesse eintauchen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Eine normale Arbeitsumgebung lässt sich in einen multifunktionalen virtuellen Mehrzweckraum verwandeln: mit 360-Grad-Simulationen, immersiven Präsentationen und realistischen Visualisierungen der logistischen Prozesse.
Holodeck bei Ehrhardt + PartnerQuelle: Ehrhardt + Partner

Ehrhardt + Partner Group (EPG) hat den weltweit ersten VR-CAVE-Besprechungsraum, auch Holodeck genannt, eröffnet. Ermöglicht wurde dies durch die Expertise des Systemintegrators Viscon und der Kalibrationstechnologie von Vioso.

Im 7 m x 7 m großen Holodeck von EPG haben bis zu 12 Personen Platz und es werden mehrere Projektoren eingesetzt, um verschiedene visuelle Inhalte auf vier Wände und eine Tischoberfläche zu übertragen. Auf diese Weise kann eine normale Arbeitsumgebung in einen multifunktionalen Mehrzweckraum verwandelt werden: von 360-Grad-Simulationen über immersive Unternehmenspräsentationen bis hin zu realistischen Visualisierungen der logistischen Prozesse des Unternehmens – und all das ohne die Notwendigkeit von VR-Headsets oder -Brillen.

„Bei EPG nutzen wir VR bereits seit einiger Zeit zu unserem Vorteil, hauptsächlich in Form von VR-Brillen, die wir im Bereich der Logistikplanung und -beratung einsetzen“, so Dennis Kunz, Marketingdirektor von EPG.

„Unser Ziel für das neue Gebäude war der Bau einer VR-Lagerhalle und die Entwicklung von Logistikprojekten, bei denen eine VR-Brille nicht zwingend notwendig ist. Nach einer ausgiebigen Onlinerecherche über VR-CAVE-Lösungen ist uns Viscon aufgrund seiner Erfolgsbilanz bei anspruchsvollen und einzigartigen Projekten sofort ins Auge gefallen.“

Wo noch kein Systemintegrator zuvor gewesen ist

„Für uns begann alles im März 2017“, erklärt Inga Möldes, Vertriebsmanagerin bei Viscon. „EPG kam mit der Idee eines ‘Holodecks’ zu uns, das als Showroom, Besprechungsraum und virtuelle 3D-CAVE zur Planung und Konstruktion genutzt werden sollte. Es war keine leichte Aufgabe, all diesen Aufgaben bei der Ausstattung eines einzigen Raumes gerecht zu werden. Doch nach zahlreichen internen Diskussionen, konnten wir unsere Idee im Herbst 2017 endlich präsentieren.“

Wir zielten mit dem Holodeck darauf ab, einen hohen Immersionsgrad zu schaffen, der es den Nutzern ermöglicht, Gespräche mit direktem Bezug zu realistischen Darstellungen tatsächlicher Situationen zu führen, und gleichzeitig die Planung neuer und effektiverer Lösungen für Kunden zu unterstützen.

Mölders weiter: „Die größte Herausforderung war jedoch, dass wir eine der kleinsten Komponenten in einem brandneuen Gebäude waren. Unsere Systeme erfordern eine umfassende strukturelle Planung, besonders im Hinblick auf die Beleuchtung, das Klima und die Art der Projektionsoberfläche. Zu unserem Glück hatten wir die Möglichkeit, bereits vor Baubeginn persönliche Gespräche mit allen Projektleitern der verschiedenen Branchen, die am Bau des Gebäudes beteiligt waren, führen zu können.“

Holodeck soll hohen Immersionsgrad schaffen

Viscon entschied sich für eine Zusammenarbeit mit VIOSO als Hauptpartner für das Projekt, hauptsächlich aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit seiner Visualisierungssoftwarelösungen.

CEO und Gründer von Vioso, Benjamin Fritsch, sagte: „Unsere Wahl fiel auf Vioso Anyblend, um einen insgesamt einzigartigen Projektionsraum mit Blending, Warping und Eye-Point-Korrektur zu schaffen, was insbesondere für seine Flexibilität erforderlich war. An anderer Stelle fungierte Wings Vioso als Medienserver über mehrere Standorte, um Inhalte zu verteilen, Pläne zu steuern und Videos in Echtzeit zu konvertieren. Für die Steuerung der Beleuchtung und Projektoren entschieden wir uns für Avio.“

Das gesamte System sollte in Form eines individuellen „Medienwürfels“ gestaltet werden, der speziell mit der Idee des Holodecks im Hinterkopf entwickelt wurde.

Leistungsfähige Multi-Client-Medienserver für Holodeck

Für Fritsch war es besonders wichtig, die richtige Technologie zu finden, ohne dabei die Nutzung für den Kunden einzuschränken. „In diesem Fall war die Leistung mehrerer Computer notwendig, um den „Konstruktionsbereich“ innerhalb des Holodecks zu betreiben, und die einfache Flexibilität, nur ein Video im Raum zu zeigen oder mehrere verschiedene Quellen zu versorgen. Deshalb haben wir leistungsfähige Multi-Client-Medienserver in Kombination mit einer komplexen Erfassungs- und Steuerungsarchitektur installiert. Dabei wurden zahlreiche Tools verwendet, um diese immersive Erfahrung zu erschaffen.“

Herausforderung: Immersive Atmosphäre im würfelförmigen Raum

Er erklärt weiterhin: „Aus technologischer Sicht bestand die Herausforderung darin, eine immersive Atmosphäre in einem würfelförmigen Raum zu erschaffen, ohne spezielle Head-Tracking-Systeme zu nutzen. Intelligente Lösungen haben uns dabei geholfen Projektionen in den Ecken abzurunden, und mit der Implementierung spezifischer Filter konnten 360-Grad-Videos an verschiedene Räumlichkeiten angepasst werden.“

„Die Verwendung von Vioso-Software während des gesamten Projekts gab Viscon und dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit, insbesondere im Bezug auf einen zukünftigen Software-Support“, fügt Mölders hinzu. „Im Endeffekt ist der Gebrauch der Software weitaus einfacher, als es zunächst scheinen mag. Die Kunden erlangen in kürzester Zeit ein gutes Verständnis für ihre Funktionalität und den allgemeinen Arbeitsraum. Aus diesem Grund steht die Hardware bei unseren Projekten zunehmend im Hintergrund, da die Software im Grunde genommen dazu in der Lage sein muss alle Anforderungen abzudecken.“

Software- und Servicepartner für Holodeck

Viscon entschied sich für die Nutzung von 4 x Barco F50 WQXGA Einheiten (2560 x 1600 px) für das Holodeck – eine für jede Wand – und einem Panasonic Laser WUXGA (1920 x 1200 px) für die Projektion auf die Tischoberfläche. Dieses reiche visuelle Arsenal wurde durch ein 5.1-Sorround-Genelic-Audiosystem abgerundet.

„Unser Status als unabhängiger Systemintegrator gibt uns die Freiheit, die am besten geeigneten Partner für individuelle Projekte auszuwählen“, sagt Mölders. „Wir freuen uns, dass uns Vioso bei unserem EPG Holodeck als Software- und Server-Partner zur Seite steht. Die Verwendung des gesamten Softwarepakets von Vioso hat dem Kunden (und uns) Sicherheit gegeben; insbesondere beim zukünftigen Software-Support.“

Holodeck wird vielfach genutzt

Fritsch stimmt dem zu: „Obwohl uns das Holodeck-Projekt in seiner Entwicklungsphase vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt hat, ist das Endprodukt einfach großartig geworden. Wir sind sehr dankbar, sowohl mit Viscon als auch mit EPG zusammenarbeiten zu können, und werden dies auch in Zukunft tun, um sicherzustellen, dass das volle Potential unserer Technologie ausgeschöpft wird. Die Tatsache, dass das Holodeck nach wie vor aktiv genutzt wird, macht uns sehr stolz.“

Weitere Informationen: https://www.epg.com/de/

Erfahren Sie mehr über das Verhalten von Fischen, Fliegen und Mäusen in virtuellen CAVE-Umgebungen.

Lesen Sie auch “Virtuelle Fabrik- und Logistikplanung mit erweiterten Funktionen”

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Forscher der ETH Zürich und der EPFL haben einen ultraleichten Handschuh entwickelt, der es seinen Nutzern erlaubt, virtuelle Objekte zu «berühren» und zu manipulieren. Der Handschuh mit dem Namen DextrES wiegt weniger als acht Gramm und gibt seinem Träger ein sehr realistisches, haptisches Feedback. Zudem bietet er dank künftig möglichem Batteriebetrieb eine noch nie da gewesene Bewegungsfreiheit.

Mit einer neuen Augmented-Reality-Lösung für Online-Händler erhalten Kunden einen realistischen Eindruck davon, wie sie aussehen, wenn sie etwa Accessoires wie Brillen, Mützen oder Schmuck anprobieren. Dafür kommen Gesichtstracking und künstliche Intelligenz zum Einsatz. 

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.