19.08.2015 – Kategorie: IT, Technik

IAA 2015: Gestensteuerung und Fahrdynamik-Simulator

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An der Internationalen Automobil-Ausstellung für Pkw 2015 bedient der Bertrandt-Konzern unter seinem Leitspruch „Mobilität entwickeln“ aktuelle Branchentrends. Zwei Kompetenz-Exponate laden auf dem Bertrandt-Stand B20 in Halle 5.1 ein, Trendthemen zu erleben.

An der Internationalen Automobil-Ausstellung für Pkw 2015 bedient der Bertrandt-Konzern unter seinem Leitspruch „Mobilität entwickeln“ aktuelle Branchentrends. Zwei Kompetenz-Exponate laden auf dem Bertrandt-Stand B20 in Halle 5.1 ein, Trendthemen zu erleben: Der Fahrdynamiksimulator verbindet Vernetzung und Komfort mit jeder Menge individuellem Fahrspaß. Ein selbstentwickeltes, innovatives Bedienkonzept – die Gestensteuerung „b.Motion II“ – kombiniert die Markttrends Vernetzung, Komfort und Sicherheit in einem spannenden Exponat mit Mehrwert: Die visuelle und manuelle Ablenkung des Fahrers wird durch die Steuerung per Handbewegung reduziert. Ab 19. September steht das nächste Highlight an. Besucher können professionelle Bewerbungsfotos von sich machen lassen und sich über Karrieremöglichkeiten bei Bertrandt informieren. Spezielle Fachbereichs-Tage sind vom 21. bis 24. September angesetzt. Gemäß dem Motto der diesjährigen IAA „Mobilität verbindet“ freuen sich die Bertrandt-Spezialisten auf Experten-Gespräche rund um Antrieb, Fahrwerk, Design-Modellbau, Elektronik, Karosserie/Interieur und Versuch.

Fahrdynamiksimulator macht Fahrverhalten erlebbar

Fahrspaß pur verspricht der von Bertrandt weiterentwickelte Fahrdynamiksimulator. Besucher können ihr individuelles Fahrverhalten ganz nach ihren persönlichen Vorlieben live erleben – Fahrdynamikregel- und Fahrerassistenzsysteme inklusive. Ein reales Fahrzeug wird nicht benötigt. Weiterhin bietet der Simulator die Möglichkeit, durch Fahreradaption Assistenzfunktionen individuell an den Anwender anzupassen. Möglich wird dies durch eine Vielzahl an technischen Features. Grundsätzlich besteht der mobile Simulator aus zwei Modulen. Eine Plattform trägt den Fahrersitzplatz mit Lenkrad und Pedalerie. Die Fahrumgebung wird mit Hilfe von drei Monitoren visualisiert. Das zweite Element besteht aus einem Quadropod mit vier elektromechanischen Zylindern, auf den die Plattform montiert wird. So kann die Bewegung in vier Freiheitsgraden – Nicken, Wanken, Huben und Gieren – simuliert werden. Der im Vergleich zur ersten Ausbaustufe hinzugewonnene Freiheitsgrad des Gierens intensiviert das Fahrgefühl speziell in dynamischen Manövern; die rotatorische Bewegung um die Hochachse kann zum Beispiel eine Übersteuerbewegung des Fahrzeugs abbilden. Neben den elektromechanischen Zylindern werden vier weitere Aktoren eingesetzt, die Anregungen im Frequenzbereich >10 Hz darstellen können. Diese bilden hochfrequente Einflüsse ab, die über die Fahrbahn, das Fahrwerk und die Lenkung in das Fahrzeug eingeleitet werden. Der Realitätsgrad des Simulators wird dadurch nochmals gesteigert.

Die Gesamtfahrzeug-Simulation mithilfe des Echtzeitsystems CarMaker und MATLAB/Simulink ermöglicht es, Fahrdynamikregel- und Fahrerassistenzsysteme schnell zu implementieren, ihre Wirkungsweise darzustellen und die Auswirkungen verschiedener Abstimmungen und Regelstrategien subjektiv erlebbar zu machen. Durch die freie Modellierung der Fahrzeugumgebung lassen sich kritische Fahrzustände reproduzierbar nachstellen. Weiterhin gewährt der Demonstrator Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand, wie Umgebungs- und Fahrstilerkennung mit der Sensorik eines vollausgestatteten Premium-Fahrzeugs kombiniert werden können. Diese Datenfusion ermöglicht Fahrerassistenzsystemen, das individuelle menschliche Verhalten zu adaptieren und infolge die Akzeptanz des Anwenders für neue Technologien zu steigern – beispielsweise, um den Fahrer an das automatisierte Fahren heranzuführen. Damit zeigt der Simulator auf, wie klassische Assistenzsysteme, persönliches Fahrverhalten und Umgebungseinflüsse zusammenwirken. Neben dem Einsatz in frühen Stadien des Entwicklungsprozesses ermöglicht er außerdem, die entwickelten Systeme mit Hilfe von MiL (Model-in-the-Loop)-, SiL (Software-in-the-Loop)- und HiL (Hardware-in-the Loop)-Versuchen zu validieren.

Gesten- und Anzeigekontrollsystem für sicheres Fahren

Moderne Fahrzeuge beinhalten immer mehr interaktive Funktionen und Smartphone-Kompatibilität, die trotz vieler positiver Aspekte grundsätzlich eine Ablenkungsgefahr darstellen. Bertrandt hat ein Bedienkonzept entwickelt, um die visuelle und manuelle Ablenkung des Fahrers zu reduzieren. Das Konzept „b.Motion II“ basiert auf einem berührungslosen Gesten- und Anzeigekontrollsystem (GVCS, Gesture & Visual Control System). Es ermöglicht dem Fahrer, Funktionen durch Handbewegungen zu steuern, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Ein Head-Up-Display (HUD) projiziert die Systemrückmeldungen sowie weitere Menüfunktionen auf die Windschutzscheibe direkt in sein Sichtfeld. Im Messe-Exponat erfasst ein 3-D-Motion-Sensor die Gestensignale, die mithilfe der entwickelten Algorithmen auf Plausibilität geprüft und anschließend in Steuerbefehle umgewandelt werden. Der Einbau des Sensors in der Mittelarmlehne ermöglicht eine komfortable und ergonomische Bedienung sowie die sichere Positionierung der Hand im Erfassungsfeld des Sensors. Ausgewählte Menüfunktionen wurden als Android-Anwendung entwickelt und für die Darstellung über Head-Up-Displays optimiert. Über den zentralen Steuerungsrechner lassen sich so Inhalte wie beispielsweise Telefonfunktion mit Kontaktauswahl oder Audiostreaming bereitstellen. Um die Bedienung des Systems einfach zu halten, beschränken sich die Gestensteuerungen auf maximal drei Handhaltungen. Weitere Funktionen aus den Infotainment- und Fahrerinformations-Systemen können im Gesture & Visual Control System ergänzt werden. Durch die Kombination mit Sprachsteuerungsfunktionen lassen sich auch komplexere Bedienkonzepte auf Ergonomie untersuchen.

Bewerbungsfotos bei Bertrandt

Ein spezielles Event für alle, die sich mitten in der Bewerbungsphase befinden, startet ab 19. September. Jeweils von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr macht ein professioneller Fotograf auf dem Bertrandt-Stand kostenlos Bewerbungsfotos. Bei Interesse können sich Besucher darüber hinaus zu den Branchentrends austauschen, Kontakte knüpfen und sich über Einstiegsmöglichkeiten bei Bertrandt informieren.


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