08.05.2017 – Kategorie: IT, Technik

Immersive VR-Lösungen für Jedermann

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Imverse, ein Spin-off der EPFL, hat eine Software entwickelt, mit der Anwender auf einfache Weise 360-Grad-Bilder in 2D in 3D-Darstellungen verwandeln und unterstützt von VR-Brillen VR-Inhalte in Echtzeit erzeugen und bearbeiten können. Die Lösung wird am World VR Forum in Crans-Montana vom 11. Bis 14. Mai vorgestellt.

Imverse, ein Spin-off der EPFL, hat eine Software entwickelt, mit der Anwender auf einfache Weise 360-Grad-Bilder in 2D in 3D-Darstellungen verwandeln und unterstützt von VR-Brillen VR-Inhalte in Echtzeit erzeugen und bearbeiten können. Die Lösung wird am World VR Forum in Crans-Montana vom 11. Bis 14. Mai vorgestellt.

Mit der neuen Software des Start-ups Imverse ist nun sehr einfach möglich, eine 3D-Umgebung zu erschaffen und VR-Inhalte in Echtzeit hinzuzufügen und zu editieren.  Dazu braucht es ein mit einer handelsüblichen Digitalkamera aufgenommenes 360-Grad-2D-Foto und eine VR-Brille. Die Software ähnelt einem Bildbearbeitungsprogramm, aber sie ermöglicht es Anwendern frei mit dem Raum im Bild zu spielen und in der selbst geschaffenen Umgebung in Echtzeit zu interagieren.

Immersive VR-Lösungen, die auch Nichtfachleuten offenstehen. Video: Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne EPFL.

Schneller und günstiger

Die Software von Imverse soll professionelle Ergebnisse liefert und lässt sich vielseitig einsetzen.  Javier    Bello    Ruiz,   CEO    von    Imverse,  fasst zunächst einmal VR-Studios ins Auge, die mit Immobilienbüros, Werbeagenturen und Medien arbeiten. So könne ein Immobilienmakler, der ein Haus verkaufen wolle, an dem noch einige Arbeiten vorzunehmen seien, dem möglichen Kunden das Endergebnis an einem 3D-Modell erstellt aus einem Panoramafoto vermitteln. Dann könne er das Interieur in Echtzeit mit oder ohne Zutun des Käufers modifizieren und verschiedene Optionen vorschlagen, die der Käufer dann mit der VR-Brille dann noch frei optimieren könnte.

Die Bedienung des Programms gestaltet sich einfach, so dass sie auch Nichtexperten ohne Weiteres offensteht. Lizenzen sollen Anfang nächsten Jahres erhältlich sein. Wie bei einer Bildbearbeitungssoftware sei etwas Übung alles was man brauche, um loszulegen, so Ruiz. Das wird den Anwendern Zeit und Geld sparen. Die zugrunde liegende Technologie wurde zum Teil am Labor von Olaf Blanke entwickelt, Direktor des Campus Biotech Center for Neuroprosthetics. Potentielle Kunden sollen die Software, die in vom 11. bis 14. Mai am World VR Forum vorgestellt wird, bald testen. Ruiz gibt sich optimistisch: „Die Schweiz ist für ihre bahnbrechende Technologie bekannt, und die Region um den Genfer See bietet ein exzellentes Virtual-Reality-Umfeld. Daher hoffen wir, potentielle Kunden und Partner zu treffen und das Interesse unter Investoren anzufachen.“

Die Projektingenieure arbeiten bereits am nächsten Schritt: dem vollständigen Eintauchen, so dass Anwender in Echtzeit mit der virtuellen Umgebung interagieren können. Ruiz hofft, dass die Software sich schnell als bevorzugte Lösung für Mixed-Reality-Content etablieren werde.


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