Markt für Desktop-GPUs: Warum die Karten neu gemischt werden

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Der Markt für diskrete Desktop-GPUs (Add-in-Boards) hat im 4. Quartal 2019 eine gegenüber dem vorangegangenen Quartal ungewöhnliche Enwicklung genommen.
Desktop-GPUs und PCs: Attach Rate

Quelle: Jon Peddie Research

  • Der globale Markt für Grafikkarten (Add-in-Boards) wächst im Q4 ’19 angeführt von AMD, berichten die Marktforscher von Jon Peddie Research
  • AMD konnte seinen Marktanteil bei den diskreten Desktop-GPUs im vergangenen Quartal deutlich ausbauen
  • Das erste Quartal 2020 könnte aufgrund der Corona-Krise schwach ausfallen.

Der Markt für diskrete Desktop-GPUs (Add-in-Boards, AIB) ist im 4. Quartal 2019 gegenüber dem letzten Quartal gewachsen, AMD hat Marktanteile gewonnen. In diesem Zeitraum wurden AIBs im Wert von über 3,9 Milliarden Dollar ausgeliefert. Die Auslieferungen von Grafikkarten von Quartal zu Quartal stiegen deutlich um 12,2 Prozent und erhöhten sich im Jahresvergleich um 33,4 Prozent.

Bei den Marktanteilen der Anbieter diskreter Desktop-GPUs zeigen sich deutliche Verschiebungen: AMD hat seinen Marktanteil sowohl gegenüber dem letzten Quartal als auch gegenüber dem Vorjahr ausbauen können.

Desktop-GPUs im Quartals- und Jahresvergleich
Entwicklung der Marktanteile. Quelle: Jon Peddie Research

Jon Peddie, Präsident von JPR, stellt fest: „Dies ist das dritte Quartal in Folge mit einem Anstieg der AIB-Auslieferungen. Allerdings könnte das saisonal flach bis abwärts verlaufende erste Quartal wegen der Corona-bedingten Lieferkettenunterbrechungen aus China einen ungewöhnlichen Rückgang aufweisen. Das Jahr 2020 wird mit Intels Eintritt in den Markt für diskrete GPUs und einem möglichen vierten Eintritt eines IP-Unternehmens einen entscheidenden Schritt nach vorne darstellen.“

„Intels Eintritt in den AIB-Markt im Jahr 2020 wird die Marktanteile verändern, aber sich nicht unmittelbar auf den Gesamtumsatz auswirken. Wir glauben jedoch, dass Intels Marke so mächtig ist, dass neue AIB-Kunden auf den Markt kommen werden. Gegenläufig könnten Streaming-Spiele von Google, Nvidia und anderen einige Spieler dazu veranlassen, den Kauf einer neuen Grafikkarte herauszuzögern.“

Rollt Intel den Markt für diskrete Desktop-GPUs auf?

GPUs sind traditionell ein führender Indikator für den Markt, da eine GPU in jedes System geht, bevor der Anbieter den PC ausliefert. Die meisten Halbleiterhersteller rechnen für das nächste Quartal mit einem Rückgang von durchschnittlich 9 Prozent. Einige dieser Prognosen basieren auf der normalen Saisonalität, aber es gibt auch einen Faktor für die Auswirkungen von Coronavirus.

Add-in-Boards (AIBs) mit diskreten GPUs finden sich in Desktop-PCs, Workstations, Servern, Rendering-Farmen und anderen Geräten. Sie werden direkt an Kunden als Nachrüstprodukte verkauft oder von OEMs ab Werk installiert. In allen Fällen stellen AIBs mit ihren diskreten Chips und dem dedizierten, oft umfangreichen Hochgeschwindigkeitsspeicher das obere Ende der Grafikindustrie dar. Systeme mit integrierten GPUs in CPUs teilen sich einen langsameren Systemspeicher.

Der AIB-Markt erreichte im letzten Jahr ein Volumen 16,1 Milliarden Dollar und wird bis 2023 voraussichtlich 16,3 Milliarden Dollar betragen. Seit 1981 wurden 1,303 Milliarden AIBs ausgeliefert.

Die Entwicklung im vierten Quartal verläuft normalerweise flach bis rückläufig gegenüber dem Vorquartal. Dagegen konnte Q 4 2019 mit einem Wachstum von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal auftrumpfen. Das liegt über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von -2,3 Prozent. Die relativen Veränderungen von Quartal zu Quartal sind in der folgenden Abbildung dargestellt.

Desktop-GPUs und PC-Absatz

Im Jahresvergleich ist die Gesamtzahl der AIB-Auslieferungen während des Quartals um 6,2 Prozent gestiegen, was die Auslieferungen bei den Desktop-PCs, die um -15,9% gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres zurückgingen, deutlich übertrifft. Insgesamt waren die Auslieferungen von AIB leicht rückläufig, aber nicht so stark wie die von PCs, da die Spieler ihre Systeme aufgerüstet haben. Damit verhält es sich ähnlich wie im Jahr 2015, als sich die Verwendung von Grafikkarten für den Abbau von Kryptowährungen verbreitete: Die AIB-Verkäufe stiegen, während die PC-Verkäufe zurückgingen.

Virtual Reality ohne messbaren Einfluss

Trotz des allgemeinen Rückgangs im PC-Segment, der sich zum Teil durch Tablets und eingebettete Grafiken erklären lässt, bleibt die PC-Gaming-Dynamik weiterhin ein Lichtblick auf dem Markt. Die Auswirkungen und der Einfluss des E-Sports haben ebenfalls zum Marktwachstum beigetragen und neue Benutzer angezogen. Virtual Reality ist nach wie vor interessant, hat aber keinen messbaren Einfluss auf den AIB-Markt.

Bild: Quartalsweise Veränderungen von PC- und Grafikkarten-Verkäufen. Bild: Jon Peddie Research.

Weitere Informationen: https://www.jonpeddie.com/

Erfahren Sie hier mehr über die kreative Freiheit im 3D-Rendering.

Lesen Sie auch: „Faserverbundkunststoffe: Augmented Reality geht dem Werker zur Hand“.

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