02.08.2016 – Kategorie: Fertigung, IT, Technik

Mikroskopie wird immersiv

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Die Virtuelle Realität hält Einzug in die Mikroskopie für Bio- und Materialwissenschaften: Zeiss bietet seinen Kunden…

Die Virtuelle Realität hält Einzug in die Mikroskopie für Bio- und Materialwissenschaften: Zeiss bietet seinen Kunden nun in enger Zusammenarbeit mit der arivis AG, einem Unternehmen, das IT-Lösungen für die Life Sciences entwickelt, eine neuartige Virtual-Reality-Anwendung für die Mikroskopie.

Die aktuellen Zeiss-Licht-, Elektronen und Röntgenmikroskope können Objekte nichtdestruktiv und in hoher Auflösung darstellen, was zu sehr speicherintensiven Bilddateien von Gigabyte- bis hin zu Terabyte-Größe führt. Mit einer Software von arivis ist es nun möglich, diese großen Bilddateien zu verarbeiten und sie entweder als Volumen oder als segmentierte Oberflächen mit 3D-Datenbrillen zu visualisieren. Auf diese Weise können Materialwissenschaftler beispielsweise die inneren Strukturen von Teilen erkunden, die im 3D-Druck oder in additiver Fertigung entstanden sind, um ihre Genauigkeit und Porosität zu untersuchen. Ein anderes Beispiel ist die Neurowissenschaft, wo die immersive Visualisierung großer Bilddaten die Forscher dabei unterstützt, die komplexe Verdrahtung der Neuronen in den Hirnstrukturen zu verstehen.

Immersion steigert Verständnis räumlicher Strukturen

Virtual Reality erlaubt das Durchfliegen von 3D-Mikroskopie-Datensätzen mit simplen Kopfbewegungen und einem Controller, von der Gesamtansicht bis hin zum detaillierten Einblick im Nanometer-Maßstab. Interessante Bereiche lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven und in ihrem räumlichen Kontext untersuchen. Die virtuellen Reisen durch die Bilddaten sollen ein Gefühl der Immersion auslösen, das völlig neue Einsichten durch ein gesteigertes Verständnis räumlicher Strukturen und ihrer Zusammenhänge zu Tage fördern hilft.

Mit InViewR führen Zeiss und arivis erstmals eine Virtual Reality-Anwendung für Mikroskope ein. Ein umfassendes Support-Programm mit einer eingebundenen Community soll sicherstellen, dass die Anwender bei technischen Fragen einen kompetenten Service vorfinden und ihre Erfahrungen in unterschiedlichen Anwendungsgebieten austauschen können.

Die beiden Unternehmen haben die neue VR-Lösung an der Microscopy & Microanalysis Tradeshow (M&M) in Columbus, Ohio, im Rahmen der jährlichen Konferenz der Microscopy Society of America (MSA) vorgestellt.

 

 

Bild oben: arivis InViewR: 3D-Ansicht der Hirngewebes einer Maus, optisch bereinigt mit LUMOS und dargestellt mit ZEISS Lightsheet Z.1. Courtesy: Olga Efimova, National Research Center, Kurtschatow-Institut, Moskau

 

 

 

 


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