Mobile Spiele werden fühlbar

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Mobile Spiele werden fühlbar

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
2013-0126-2

Eine Erfindung von Bayer MaterialScience soll neue Dimensionen in die Unterhaltungselektronik bringen: “Künstliche Muskeln” aus Kunststoff sorgen für ein sehr realistisches Fühlen bei mobilen Spielen auf Tablet-Computern und Smartphones sowie für ein intensiveres Klangerlebnis bei Kopfhörern. Die innovative Technik namens ViviTouch wird für neue Anwendungen auf der Weltmobilfunkmesse vom 25. bis 28. Februar in Barcelona vorgestellt.

Der Markt für elektronische Spiele wächst rasant, vor allem für die Nutzung unterwegs. Bisher bieten mobile Endgeräte jedoch nur wenige, gleichförmige Vibrationssignale, die bei Spielen kein differenziertes Fühlen erlauben. ViviTouch eröffnet den Zugang zu einem praktisch unendlichen Spektrum an präzisen und simultanen haptischen Effekten. Zusammen mit Bild und Ton bringen sie das Spielerlebnis auf eine neue Ebene: Eine rollende Flipperkugel fühlt sich in der Hand anders an als ein laufender Motor oder der menschliche Herzschlag.

Der Nutzer kann zudem länger spielen, ehe sein Gerät wieder zum Aufladen an die Steckdose muss: Im Vergleich zu herkömmlichen genutzten Vibrationsmotoren benötigt ViviTouch bis zu 70 Prozent weniger Energie.

Hören in neuer Dimension

In absehbarer Zeit sollen auch Kopfhörer mit der neuen Technik auf den Markt kommen. Sie versprechen eine ganz neue Dimension des Hörerlebnisses, das den Genuss von Musik, Spiel- und Filmgeräuschen nachhaltig verändern könnte. “ViviTouch ermöglicht ein viel intensiveres Hören, der Sound wirkt satter und lebendiger — und das in schonender Lautstärke”, erläutert Dirk Schapeler, Leiter des Teams ViviTouch.

Der Effekt macht sich vor allem bei tiefen Bassfrequenzen bemerkbar. Die neue Technik beeinflusst dabei nicht die Schallwellen an sich, sondern wirkt durch direkten Kontakt mit der Kopfhaut. “Die Wirkung ist vergleichbar mit großen Live-Konzerten, bei denen die Fans die Bässe im ganzen Körper spüren”, so Schapeler. “Nur dass ViviTouch keinen Schalldruck erzeugt und man den Live-Effekt überall und mobil genießen kann.”

Die Technik dahinter sind hauchdünne Kunststoff-Folien, die Energie in Bewegung umsetzen – bei elektrischer Spannung dehnen sie sich wie ein Muskel blitzschnell aus und ziehen sich wieder zusammen. Diese so genannten elektroaktiven Polymere, die Bayer MaterialScience entwickelt hat, rufen binnen Millisekunden kontrollierte Bewegungen hervor. So lassen sich gezielt hochaufgelöste, haptische Effekte simulieren.

 

Bild: Für die Herstellung von Aktoren wird eine Polymer-Folie auf beiden Seiten mit Elektroden beschichtet. Wird an die Elektroden eine Spannung angelegt, dann ziehen sie sich gegenseitig an und drücken dabei auf die elektrisch nicht leitende Folie zwischen ihnen, die sich flächig ausdehnt. Nach Ausschalten der Spannung kehrt die Folie wieder in ihren Ursprungszustand zurück. Kontrollierte Bewegungen mit Ansprechzeiten im Millisekundenbereich sind das Ergebnis, das sich dann für die Simulation von haptischen Effekten gezielt nutzen lässt. Bild: Bayer MaterialScience

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Die Firma Karl E. Brinkmann GmbH (KEB) ist neuer strategischer Partner im Lemgoer Forschungs- und Entwicklungszentrum Centrum Industrial IT (CIIT). Der weltweit agierende Spezialist für Antriebs- und Steuerungstechnik verspricht sich von der Partnerschaft, Lösungen für die Fabrik der Zukunft gemeinsam mit den Entwicklern und Forschern der CIIT-Partner in räumlicher Nähe weiter zu entwickeln.

Schneller, effizienter, besser. So wird die Zukunft der Industrie und Produktion aussehen. Um dafür gewappnet zu sein und die Digitalisierung aktiv mitzugestalten, veranstaltet TechniaTranscat am 24. Oktober zum zweiten Mal den Software Day, dieses Mal im KunstWerk in Karlsruhe. Interessierte können sich bis zum 17. Oktober 2017 auf der TechniaTranscat-Website anmelden.

Mit einer Kombination aus 3D-Modellierung, digitaler Fertigung und anderen Verfahren, hat ein Forscherteam vom Dartmouth College Abschnitte populärer Kletterrouten an einer Kletterwand in der Halle reproduziert. Die Arbeit soll zeigen, wie sich diese Verfahren strategisch einsetzen lassen, um Umgebungen in großen Maßstab abzubilden, indem man die Interaktion der Nutzer mit diesen Orten berücksichtigt. Die Ergebnisse werden am 9. Mai  an der ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems in Denver, Colorado, vorgestellt und als Teil der Konferenzberichte veröffentlicht.

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.