Monovision für eine angenehmere virtuelle Realität

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Wissenschaftler am Dartmouth College und der Stanford University haben entdeckt, dass die Monovision – ein Verfahren entlehnt aus der Augenheilkunde und zurückreichend bis ins viktorianische Zeitalter – die Anwendererlebnisse in VR-Umgebungen angenehmer machen kann.
cooper_web

Virtual und Augmented Reality könnten unsere Gesellschaft tiefgreifend prägen, aber beide haben einige Schwächen, die zu beheben gilt, um das realistische visuelle Erlebnis besser zu simulieren. Nun haben Wissenschaftler am Dartmouth College und der Stanford University entdeckt, dass die „Monovision“ – ein Verfahren entlehnt aus der Augenheilkunde und zurückreichend bis ins viktorianische Zeitalter – die Anwendererlebnisse in VR-Umgebungen verbessern kann. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden am 9. Mai an der ACM Conference on Human Factors in Computing Systems präsentiert.

Virtual und Augmented Reality bilden eine einzigartige Basis für Unterhaltung, Bildung, Zusammenarbeit, wahrnehmungspsychologische Studien und andere Anwendungen. Aber die Darstellungen müssen noch einige die Technik und die Wahrnehmung betreffenden Probleme überwinden, um wirklich hochwertige und immersive Erlebnisse bereiten zu können. Eine besondere Hürde ist seit langem die Diskrepanz zwischen Konvergenz und Akkommodation, die den meisten stereoskopischen Displays zu eigen ist. Hierzu gibt es schon Möglichkeiten wie Displays mit multifokalen Ebenen oder Lichtfeld-Displays, die den Augen korrekte Fokus-Hinweise bieten sollen. Einen anderen Lösungsweg gehen die Wissenschaftler von Dartmouth College und Stanford University.

Eine Zusammenarbeit zwischen Elektroingenieuren in Stanford und einer auf die Wahrnehmung spezialisierten Wissenschaftlerin am Dartmouth College hat sich der Frage gewidmet, wie neue optische Konfigurationen das Anwendererlebnis und die Leistungsfähigkeit der Wahrnehmung in der virtuellen Realität verbessern können. Mit dem Oculus Rift VR-Headset hat das Team einen Prototypen mit fokussierbaren Flüssiglinsen entwickelt, die eine Reihe von optischen Modifikationen erlauben. Einerseits bot der Prototyp die Möglichkeit, adaptierbare Fokus-Hinweise zu erzeugen, die zu höherer Leistung und angenehmerer Anwendung in der virtuellen Welt führten. Andererseits ließ sich mit dem System auch eine technisch sehr sparsame Modifikation umsetzen, die Monovision nutzt, ein Verfahren, mit dem jedes Auge des Betrachters unabhängig auf unterschiedliche Entfernung scharf stellen kann. Während Monovision eine Behandlungsoption in der Augenheilkunde etwa für altersbedingte Weitsichtigkeit darstellt, ist das Stanford-Dartmouth-Team das erste, das von deren Wirksamkeit für VR-Anwendungen mit einem handelsüblichen Aufbau berichten kann.

Co-Autor und Assistant Professor of Electrical Engineering Gordon Wetzstein erklärt, dass es entscheidend für bessere VR-Erlebnisse sei, sich aus der Vielfalt der ophthalmologischen Verfahren und der Wissenschaft vom Sehen zu bedienen .

Lead-Autor Robert Konrad, Graduate Researcher in Stanford, sagt, dass sich zusätzlich zur Einführung des adaptiven Fokus gezeigt habe, dass Monovision ebenfalls die Anwenderleistung verbessere, was Reaktionszeiten und Genauigkeit betreffe, gerade wenn es gelte, anwendernahe Objekte zu simulieren.

Co-Autor Emily Cooper, Research Assistant Professor in Dartmouth’s Department of Psychological and Brain Sciences ergänzt: „Praktikable optische Lösungen für Virtual Reality sind entscheidend, um diese Technologie hin zu komfortableren und immersiveren Erlebnissen zu bewegen. Unsere Arbeit zeigt, dass Monovision das Potenzial hat, eine dieser Lösungen zu sein.“

Einschränkend erwähnen die Wissenschaftler, dass der Prototyp kein großes Sichtfeld und keine Blickverfolgung biete. Die Langzeitwirkungen der Monovision auf Normalsichtige seien zudem unbekannt.

 

Bild: Co-Autor Emily Cooper, Research Assistant Professor in Dartmouth’s Department of Psychological and Brain Sciences und Wissenschaftler der Stanford University haben entdeckt, dass die „Monovision“ – ein Verfahren entlehnt aus der Augenheilkunde und zurückreichend bis ins viktorianische Zeitalter – die Anwendererlebnisse in VR-Umgebungen verbessern kann. 

 

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