Neue Architektur für Superrechner

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Neue Architektur für Superrechner

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die Architektur, die im EU-Forschungsprojekt DEEP (Dynamical Exascale Entry Platform) entwickelt wurde, setzt auf das sogenannte Cluster-Booster-Konzept. Ein Prototyp mit dem DEEP-System läuft bereits am Jülich Supercomputing Centre (JSC).
juelich_03

Das Forschungszentrum Jülich stellt auf der CeBIT 2016 (14. – 18. März 2016) eine neue Rechner-Architektur für die nächste Generation von Supercomputern vor. Die Architektur, die im EU-Forschungsprojekt DEEP (Dynamical Exascale Entry Platform) entwickelt wurde, setzt auf das sogenannte Cluster-Booster-Konzept. Ein Prototyp mit dem DEEP-System läuft bereits am Jülich Supercomputing Centre (JSC). In Hannover zeigen die Forscher eine kleinere Fassung des Boosters mit einem innovativen und sehr effizienten Kühlsystem, den GreenICE Booster. Der Booster ist eine Spezialentwicklung innerhalb des DEEP-Projekts. (Stand des Landes Nordrhein-Westfalen, Halle 6, Stand C30)

Superrechner mit Turbolader

Das Cluster-Booster-Konzept funktioniert so ähnlich wie ein Turbolader in einem Verbrennungsmotor. Die Idee: Der Booster beschleunigt den Cluster-Teil. Dabei führt ein Cluster von leistungsfähigen Mehrkern-Prozessoren die komplexen Bestandteile eines Programms aus. Einfache Programmteile übernehmen Booster-Module (Intel Xeon Phi Prozessoren), die aus einer großen Anzahl von einfachen Rechenkernen bestehen. Solche Kerne berechnen derartige Aufgaben deutlich energieeffizienter.

Neu an dem Konzept ist, dass die Booster-Module komplett ausgelagert sind: Dies erhöht die Flexibilität und Leistungsfähigkeit des Systems enorm. „Das Cluster-Booster-Prinzip wird die Entwicklung künftiger Supercomputer maßgeblich beeinflussen“, so Prof. Thomas Lippert, Institutsleiter des JSC, „es wurde speziell auf die Anforderungen von Exascale-Rechnern hin entwickelt, die bis zu tausendmal leistungsfähiger sein werden als die derzeit schnellsten Rechner der Welt.“

GreenICE

Eine der großen Herausforderungen bei Supercomputern der Zukunft ist der Energieverbrauch. Für die Kühlung der einzelnen Rechnerkomponenten können die Kosten bis ins Unbezahlbare ansteigen. DEEP hat zwei Kühlungssysteme getestet: direkt Wasser-Kühlung auf den großen Booster System, und die Tauch-Siede-Kühlung des GreenICE-Prototyp Systems.

Letztere wird auf der CeBIT als Exponat gezeigt. Dabei befinden sich die elektronischen Baugruppen in einer speziellen High-Tech-Flüssigkeit, die schon bei moderaten Temperaturen verdampft: Der Phasenübergang von flüssig zu gasförmig maximiert den Kühleffekt. Dadurch wird keine Abwärme mehr an den Raum gegeben: Der Energiebedarf der Kühlung sinkt auf einen Anteil von etwa einem Prozent am Gesamtsystemverbrauch.

Das DEEP-Projekt wurde mit 8,4 Millionen Euro von der EU gefördert. Unter der Koordination des JSC entwickelten 16 europäische Forschungseinrichtungen und Unternehmen von 2011 bis 2015 das DEEP-System gemeinsam.

Das GreenICE-Kühlsystem: Die elektronischen Baugruppen befinden sich in einer speziellen High-Tech-Flüssigkeit, die schon bei moderaten Temperaturen verdampft. Der Phasenübergang von flüssig zu gasförmig maximiert den Kühleffekt.
Copyright: Forschungszentrum Jülich

 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Für Produktdesigner, Architekten, digitale Kreative, Wissenschaftler, Pädagogen oder Fachleute aus Gesundheits- und Finanzwesen sollen HPs neue Desktop-PCs die erforderliche Rechenleistung bereitstellen. Die Desktop-Workstations HP Z8, Z6 und Z4 sind leistungsstark und mit umfassenden Sicherheitsfunktionen ausgestattet. Das könnte sie für einen Einsatz in aufstrebenden Bereichen wie Virtual Reality, Maschinenlernen oder fortschrittlicher Konstruktion prädestinieren.

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.