07.12.2018 – Kategorie: IT, Kommunikation, Technik

Neuer Studiengang „Expanded Realities“ an der Hochschule Darmstadt

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Virtual Reality und die erweiterte Realitäten wie Augmented- oder Mixed-Reality werden viele Lebens- und Arbeitsbereiche tiefgreifend verändern. Ab Sommersemester 2019 können sich Studenten an der Hochschule Darmstadt im Bachelor-Studiengang „Expanded Realities“ darauf vorbereiten, diese Entwicklung mitzugestalten.

Virtual Reality und die erweiterte Realitäten wie Augmented- oder Mixed-Reality werden viele Lebens- und Arbeitsbereiche tiefgreifend verändern. Ab Sommersemester 2019 können sich Studenten an der Hochschule Darmstadt im Bachelor-Studiengang „Expanded Realities“ darauf vorbereiten, diese Entwicklung mitzugestalten.

Im Film ‚Iron Man 3‘ wandert Robert Downey Jr. im Dialog mit seinem Computer durch die virtuelle Rekonstruktion eines Tatorts in seinem Wohnzimmer. Was 2013 noch Science Fiction schien, wird gerade mit erstaunlicher Geschwindigkeit Wirklichkeit. „Wir befinden uns in einem fundamentalen Umbruch“, erklärt Prof. Dr. Frank Gabler, Leiter des neu gegründeten Studiengangs „Expanded Realities“ an der Hochschule Darmstadt. „Durch die Innovationen in VR und Mixed Realities sind viele Schlüsseltechnologien aus den Laboren in unseren Alltag gelangt.“

„Fokus auf Virtuelle Realität greift zu kurz“

Für viele Nutzer öffnet das neue Medienerlebnis einen Blick in bisher unbekannte oder schwer zugängliche Welten. Gabler, der seine akademische Laufbahn als Kernphysiker am CERN-Institut in Genf begonnen hat, vergleicht die Situation mit den Anfängen des Internets vor 20 Jahren. „Es geht um viel mehr als immersive Displays. Die neuen Geräte rekonstruieren und erweitern den realen Raum des Nutzers, erkennen gesprochene Sätze, Handbewegungen, sogar Blicke.“ Die Rede ist von Geräten wie der HoloLens von Microsoft oder der im August erschienenen Magic Leap One. „Der Fokus auf Virtuelle Realität greift zu kurz. Die eigentliche Revolution besteht darin, dass die detaillierte Kenntnis des Nutzers und seiner Umgebung genutzt werden kann, um ihm maßgeschneiderte Inhalte zu liefern. Inhalte, die sich nahtlos in seine Realität einfügen.“

Ab dem Sommersemester 2019 können sich Studenten im 7-semestrigen Bachelor Studiengang „Expanded Realities“ auf die Gestaltung dieser neuen Mediengeneration vorbereiten. „Die Anforderungen an unsere Absolventen sind  außergewöhnlich“, erläutert Professor Gabler die Gliederung des Studiums in die drei Teilbereiche Wissenschaft, Gestaltung und Technologie. „Wer dieses Medium mitgestalten will, muss die systematische Arbeitsweise eines Wissenschaftlers mit der künstlerischen Kompetenz eines Interaktions- und Game Designers verbinden. Und das in einem Umfeld, in dem es bisher nur die technische Kompetenz von Spezialisten erlaubt, Innovationen von internationaler Relevanz zu entwickeln.“

Interdisziplinäres Konzept

Gabler sieht den Mediencampus an der Hochschule Darmstadt in einer einzigartigen Position, diesen Anforderungen gerecht zu werden. „Die h_da ist traditionell design- und technikorientiert. Wir haben durch unsere Geschichte einen anderen Ansatz als die klassischen Kunst- oder Filmhochschulen, der nun richtig zum Tragen kommt. Statt uns an Bestehendem zu orientieren, denken wir viel mehr über unausgeschöpfte Potenziale nach, ohne Berührungsängste mit technischen Disziplinen. Unsere Studenten haben Zugang zu über 30 Laboren, vom Motion Capture Lab über Game-Labs bis zu professionellen Sound- und Film-Studios.“

Der Mediencampus der Hochschule Darmstadt biete ideale Voraussetzungen für interdisziplinäres Arbeiten. „Sie finden hier die gebündelte Expertise aus Studiengängen für Interactive Media Design, Animation & Games, Sound & Music Production, Motion Pictures, Onlinejournalismus & Onlinekommunikation und Informationswissenschaften.“ Englisch als Unterrichtssprache in einigen Studiengängen ziehe darüber hinaus viele internationale Studenten an. Unser Prinzip des „project based learning“ führt die Studenten mit Lehrenden aus ganz unterschiedlichen Wissensgebieten zusammen und ermöglicht es ihnen, komplexe Projekte in heterogenen Kleingruppen praxisnah zu entwickeln. Unsere Studenten können so tragfähige, oft internationale Netzwerke für’s Leben aufbauen. Gute Kontakte des Fachbereichs Medien in die Film- und Gamesbranche, sowie zu Industrie und Wirtschaft erhöhen die Berufschancen der Absolventen.

Der Studiengang bereitet Absolventen auf eine abwechslungsreiche, zukunftsorientierte Tätigkeit vor, mit Einsatzmöglichkeiten in Unterhaltungsindustrie, Museen, Medizin, Architektur oder produzierender Industrie. Gute Chancen sieht Prof. Gabler auch für Absolventen, die branchenübergreifende Anwendungen entwerfen wollen, etwa virtuelle Arbeitsräume für  Bildung und Training.

Für das kommende Sommersemester 2019 endet die Bewerbungsfrist für Studieninteressierte am 15. Januar 2019. Der Studiengang nimmt danach regelmäßig zum Wintersemester neue Studierende auf.

Weitere Informationen zu Studiengang und Bewerbung unter: https://er.mediencampus.h-da.de/


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