Neues Dateiformat für visuelle Materialwirkung

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X-Rite Incorporated, ein Unternehmen im Bereich der Farbwissenschaft und -technologie, und dessen Tochtergesellschaft Pantone LLC stellen das neue Dateiformat Appearance Exchange Format (AxF) vor. Es ermöglicht die Kommunikation sämtlicher Daten zur visuellen Materialwirkung in einer einzigen, bearbeitungsfähigen Datei, um den Virtualisierungsprozess zu verbessern.
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X-Rite Incorporated, ein Unternehmen im Bereich der Farbwissenschaft und -technologie, und dessen Tochtergesellschaft Pantone LLC stellen das neue Dateiformat Appearance Exchange Format (AxF) vor. Es ermöglicht die Kommunikation sämtlicher Daten zur visuellen Materialwirkung in einer einzigen, bearbeitungsfähigen Datei, um den Virtualisierungsprozess zu verbessern.

Als anbieterunabhängiges Datenformat bietet AxF eine Standardmethode, um alle relevanten Daten zum optischen Eindruck – Farbe, Struktur, Glanz, Lichtbrechung, Transluzenz, Spezialeffekte (Glitzereffekte) und Reflexionseigenschaften – in PLM- (Product Lifecycle Management), CAD- (Computer-Aided Design) und modernen Rendering-Anwendungen zu speichern und auszutauschen. Mit Konstanz und Präzision soll AxF die digitale Darstellung physischer Materialien in diesen Anwendungen ermöglichen, wodurch der Designprozess vereinfacht und die Markteinführung beschleunigt wird.

Integration echter Materialien in das Produktdesign

„Markenhersteller in vielen Branchen – ob in der Automobil-, Mode-, Heimtextilien-, Bekleidungs-, Medien- und Unterhaltungsindustrie – sind sich zunehmend darüber im Klaren, dass das Aussehen eines Produkts einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung hat“, sagte Dr. Francis Lamy, Executive Vice President und Chief Technology Officer, X-Rite Pantone. „Daher muss das Erscheinungsbild von Materialien ein fester Bestandteil des gesamten Prozesses vom Design bis zur Produktion sein und darf nicht erst im Nachhinein überdacht werden. All dies ermöglicht AxF.“

Bislang war die Integration echter Materialien immer das fehlende Bindeglied beim virtuellen Produktdesignprozess. Denn bisher mussten Designer das physische (optische) Verhalten von Materialien in einem zeit- und arbeitsaufwändigen Prozess annähernd simulieren und ihr Design daraufhin immer wieder manuell überarbeiten. Diese „handgemachten“ virtuellen Darstellungen stellen Designer vor große Probleme, weil sie weder präzise sind, noch den Austausch in den zahlreichen Design- und Rendering-Tools ermöglichen, die in den verschiedenen Workflow-Phasen zum Einsatz kommen.

AxF soll diese Probleme durch ein anbieterunabhängiges Dateiformat zur digitalen Übermittlung aller Wirkungsattribute lösen. AxF ermöglicht die Herstellung digitaler Prototypen, auch bei äußerst komplizierten Materialien, wie Farben mit Spezialeffekten, Leder, Kunststoffen, Textilien, Holz und gebürsteten Metallen. Durch die Verkürzung der Design- und Freigabezyklen trägt AxF zur Beschleunigung der Markteinführung bei. Außerdem löst AxF Kompatibilitätsprobleme zwischen PLM-, CAD- und Rendering-Softwareanwendungen und gewährleistet eine einheitliche Optik und Haptik auf Basis digitaler Prototypen in Ausstellungs- und Verkaufsumgebungen.

X-Rite Pantone hat Erfahrung in der Entwicklung internationaler Standards für die präzise und effiziente Kommunikation digitaler Farbdaten – zwischen Technologien und innerhalb der gesamten Lieferkette. 2015 hat der ISO-Normenausschuss TC130 das CxF3-Format (Color Exchange Format Version 3) von X-Rite als Standard für den Austausch und die Prüfung von Farbdaten für die grafische Industrie eingeführt.

Mit AxF von X-Rite, einem Format zur Identifizierung eines Materials und Beschreibung seiner Wirkungseigenschaften, können Designer nicht nur Farben, sondern auch andere Attribute erfassen. Bei komplexen Materialien mit Eigenschaften wie Glanz, Transluzenz oder Spezialeffekten, die sich auf die Wahrnehmung der Wirkung auswirken, ist diese Möglichkeit von entscheidender Bedeutung.

Erfassung der Daten zur Materialwirkung

AxF ist die Grundkomponente des von X-Rite vor Kurzem bekanntgegebenen Total Appearance Capture (TAC) Ecosystems. Dabei handelt es sich um eine Lösung zur Messung der Wirkungseigenschaften, die bei der Erfassung, Übermittlung und digitalen Darstellung von physischen Materialien in der virtuellen Welt neue Maßstäbe hinsichtlich Genauigkeit und Effizienz setzt.

Einige Anbieter von PLM- und CAD-Systemen arbeiten an der Integration des AxF-Formats von X-Rite, um die leistungsstarken digitalen Materialerfassungsfähigkeiten von TAC nutzen zu können. Lösungen wie Autodesk VRED Professional 2017, Luxion KeyShotund Nvidia Iray unterstützen das AxF-Format bereits, sodass Anwender fast das gesamte Funktionsspektrum der TAC-Scantechnologie nutzen können.

Da AxF die Rohdaten von Terabyte- in Megabyte-Größe komprimieren kann, können Softwareanwendungen von Drittanbietern ohne Leistungseinbußen auf sämtliche Daten zur Materialwirkung zugreifen. AxF ist nicht auf ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Messgeometrie beschränkt, sondern deckt ein einzelnes Spektrum bis zur vollen BSSRDF-Funktion (Bidirectional Scattering Surface Reflectance Distribution Function; bidirektionale Oberflächenstreuungs-Reflektanzverteilungsfunktion) ab. Mit SDKs für Windows- und Linux-Plattformen ist AxF portierbar und mit SVBRDF-Workflows kompatibel.

„In vielen Branchen findet AxF bereits großen Anklang. Wir stellen fest, dass Hardware- und Softwareanbieter und Entwickler schon an neuen Integrations- und Optimierungsprojekten zusammenarbeiten“, so Lamy weiter.

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