Neurochirurgie: VR für Operationsplanung und Patienteninformation

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Das Florida Hospital Tampa integriert Virtuelle Realität in die Operationsplanung und die Aufklärung der Patienten. Mit dem Verfahren lassen sich dreidimensionale VR-Modelle des Gehirns erstellen. Das Surgical Reality Program des Spitals eröffnet Neurochirurgen und Patienten einen Blick in den Körper mit einer bisher unerreichten Präzision.

Surgical Reality kombiniert Scans der Magnetresonanztomografie (MRT)-, Computertomografie (CT) – und Diffusionstensor-Bildgebung (DTI), um personalisierte, dreidimensionale Ansichten eine Hirntumors oder eines Aneurysmas zu gewinnen.

Scans aus MRT, CT und DTI für 3D-Modell

Brian Adams, Präsident and CEO des Florida Hospital Tampa, freut sich, dass seine Klinik unter den ersten ist, die diese Technologie zur Aufklärung der Patienten und zur Planung anwendet. Sie biete den Patienten eine völlig neue Perspektive für das Verstehen ihrer Diagnose zu einer Zeit, wenn diese die schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens treffen müssten. Den Angehörigen vermittle die Technologie das Vertrauen, dass die Chirurgen höchst präzise arbeiteten, und sie geben den Neurochirurgen ein weiteres Werkzeug an die Hand, die heikelsten, lebensrettenden Eingriffe  vorzunehmen.

Das Florida Hospital Tampa hat sich mit Surgical Theater zusammengetan, ein Vorreiter im Bereich der VR-unterstützten Bildgebung in der Medizin. Precision VR von Surgical Theater ermöglicht es den Patienten, einen Hirntumor oder ein Aneurysma mit den Augen eines Neurochirurgen zu sehen. Der Arzt kann in den Operationsplan eintreten, in ein 360-Grad-Modell von der besonderen Anatomie und Diagnose des Patienten, und so den Patienten und Angehörigen ein intuitives Verständnis für das Treffen schwerwiegender medizinischer Entscheidungen ermöglichen.  

Mit Surgical Reality können Neurochirurgen Operationen auf der Precision VR-Plattform planen und testen, bevor sie den OP betreten. Der Blick in den Körper in einer detailreichen, immersiven 360-Grad-VR-Umgebung erlaubt des den Ärzten, Operationen präziser und effiziente zu planen, was die Sicherheit und die Ergebnisse verbessern kann.

Der Unterschied zu den flachen MRI-Scans sei unglaublich, sagt Raul Olivera, MD, Neurochirurg. Nicht nur die Bildqualität sei wesentlich besser, sondern weil es sich auch um ein digitales 3D-Modell des Hirns handle, habe man auch eine personalisierte Ansicht, mit der man den Patienten die exakte Größe und Position eines Tumors oder einer Gefäßveränderung mitsamt den umgebenden Strukturen zeigen könne. Somit könnten die Patienten das Operationskonzept, das Ausmaß des Eingriffs, mögliche Komplikationen und andere Optionen besser einschätzen.

VR macht den Unterschied

Die Precision VR-Plattform kombiniert die Daten aus CT, MRT und DTI-Scans, um daraus ein immersives, vollfarbiges 3D-Modell der Anatomie des Patienten zu entwickeln. Das erlaubt den Ärzten die Untersuchung der pathologischen Details, wie es etwa mit 2D-Graustufenbildern so nicht möglich wäre. Die 3D-Modelle lassen sich an speziellen HD-Monitoren und Tablets betrachten, aber auch mit Hilfe von VR-Brillen, mit denen Patienten ihre Scans immersiv betrachten können.

Einsatz auch im OP

Precision VR ist darüber hinaus auch in den OP-Räumen des Hospitals integriert. So können Neurochirurgen die Zugänge zu den Tumoren besser visualisieren und sich auf Abweichungen einstellen, die während der Operation Probleme bereiten könnten. Die Surgical Navigation Advanced Platform (SNAP) bietet eine Zugriff auf die 3D-Modelle während der Operation.

SNAP erhielt die Zulassung von der US-Behörde Food and Drug Administration (FDA), herkömmliche medizinische Scans in VR-Rekonstruktionen zu übertragen. Das Florida Hospital Tampa arbeitet mit Surgical Theater zusammen, um weitere Anwendungen für VR zu erschließen. Die VR-Technologie ist bereits an der Stanford University, der UCLA, im Mount Sinai-Hospital und der Mayo Clinic im Einsatz.

 

Bild oben: Neurochirurgen haben Zugriff auf das 3D-Modell während der Operation.

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