03 2011

Virtual Reality Magazin 2011/03

Passen Sie auf, was Sie sagen.
Zumindest wenn Sie in der CAVE des California Institute for Telecommunications and Information Technology stehen, dort einen Architekturentwurf betrachten und Ihre Gehirnströme gleichzeitig aufgezeichnet werden. Die Elektro-Enzephalogramm-Kurven könnten Ihre verbale Begeisterung als nicht ganz echt entlarven. Doch hier geht es nicht um eine Art VR-Lügendetektor, sondern darum, über EEG und Tracking der Augenbewegungen festzustellen, welche Details eines Architekturentwurfs für den Betrachter wirklich interessant sind. Die Navigation und Kommunikation in komplexen Raumverhältnissen wie etwa in Krankenhäusern oder Schulen lässt sich auf diese Weise auch für Menschen verbessern, die sich nicht mehr mit Worten verständlich machen können.

Während sich der VR-Einsatz in der Architektur eher noch in der Anfangsphase befindet, ist er in der Autoindustrie, der Konsumgüterindustrie oder der Luft- und Raumfahrtbranche schon selbstverständlich. Auch mittelständische Unternehmen setzen in verschiedenen Stadien der Produktentwicklung und im Marketing zunehmend VR-Systeme ein. Erschwingliche Hard- und Software soll es möglich machen. Aber bislang sind die Anwendungen im Mittelstand noch dünn gesät, was natürlich auch die Frage aufwirft, ob wirklich jedes Fertigungsunternehmen VR braucht, auch wenn die entsprechenden Systeme immer weniger kosten. Unter anderem dieser Frage wird sich auch der Virtual Efficiency Congress des VDC am 29. und 30. September in Fellbach widmen und damit ökonomische und technische Gesichtspunkte der virtuellen Realität gleichermaßen ausleuchten. Zudem werden Vertreter namhafter Unternehmen wie Daimler über VR im Alltag berichten. Und die haben auch in unserem Heft das Wort.

Andreas Müller, Leitender Redakteur

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