Produktentwicklung: Digitaler Doppelgänger für jedermann

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Max-Planck-Gesellschaft, Brown University und die Firma Body Labs schließen Lizenzvereinbarung über die Nutzung einer neuen Software zur Erstellung dreidimensionaler Avatare: Die New Yorker Firma Body Labs hat die weltweit führende Technologie für eine vollautomatisierte Herstellung von virtuellen dreidimensionalen Avataren entwickelt. Die Technologie ist das Ergebnis von fast zehn Jahren intensiver Forschung der Brown University und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Tübingen. Damit lassen sich auf einfache Weise hochpräzise und realistische Avatare herstellen, die das gesamte Spektrum menschlicher Bewegungsabläufe imitieren können. Interessant sind diese neuen Möglichkeiten beispielsweise für Bereiche wie Kleidungs- und Produktdesign, 3D-Druck von Spezialausrüstung und Kleidung, Spiele, Filmanimation oder den Online-Kleidungsverkauf.

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“Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den an der Brown University und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme entwickelten Algorithmen eine neue Schnittstelle zwischen Verbrauchern und Unternehmen schaffen können”, erläutert Bill O’Farrell, Geschäftsführer von Body Labs. “Verbraucher können dann Waren und Dienstleistungen auf der Grundlage ihrer individuellen Größe, Figur und Bewegungen aussuchen, vergleichen und einkaufen”, sagt O’Farrell über die Vorzüge der neuen Technologie. O’Farrell ist auch einer der Gründer von Body Labs, gemeinsam mit Eric Rachlin, Alex Weiss und Michael Black, der die Technologie ursprünglich an der Brown University in den USA und anschließend am Max-Planck-Institut für Systeme Intelligente in Tübingen entwickelt hat.

Start-up-Manager Florian Kirschenhofer und Lizenzmanager Bernd Ctortecka von Max-Planck-Innovation, der Technologietransferorganisation der Max-Planck-Gesellschaft, ergänzen: “Wir freuen uns, dass wir mit Bill O’Farrell einen äußerst erfahrenen und erfolgreichen Unternehmer mit einem weitreichenden Industrie-Netzwerk für die neue 3D-Technologie begeistern konnten.”

Für die Herstellung eines Avatars laden Kunden entweder einen Bodyscan in die Online-Anwendung BodyHub hoch oder geben dort bestimmte Maße ein. BodyHub bietet weitere Zusatzfunktionen für die 3D-Klone, wie Größenänderung, Haltungsänderung oder Animation. Modedesigner können solche Avatare dann in computergestützte CAD-Software laden. Dort lassen sich die virtuellen Figuren bekleiden und animieren, damit die Designer sehen, wie ihre Kleidungsentwürfe zu verschiedenen Körpertypen passen und wie sich die Kleidungsstücke bei Körperbewegungen verändern und verformen.

Body Labs möchte weltweit alle Informationen über menschliche Körperformen, -posen und -bewegungen zusammenführen, um solche Daten zugänglich und nutzbar zu machen. Dazu Eric Rachlin, Vice President Produktdesign von Body Labs: “Unsere Modelle sind wie eine gemeinsame Sprache, über die sich eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen mit dem in Verbindung bringen lassen, wofür sie letztendlich entwickelt werden.”

Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf den Kleidungs- und Produktdesignmarkt. Zu den weiteren Anwendungsmöglichkeiten zählen die Erfassung von Körperdaten beim Sport, Videospiele, Online-Preisvergleichen und die Ergonomie.

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