ProSTEP-Symposium: PLM Openness lockt internationale Besucher

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Auch in diesem Jahr hat sich der ProSTEP-iViP-Verein (iViP steht für integrierte virtuelle Produktentwicklung) auf die Fahnen geschrieben, die PLM-Welt der Zukunft zu gestalten, dazu müssten die Unternehmen ihre IT-Landschaften schneller an die sich ändernden Marktgegebenheiten anpassen können, so der Verein.

„Openness for Global Success“ lautete das Leitmotiv des diesjährigen Symposiums und spielte auf den Codex of PLM Openness (CPO) an, einem der Themenschwerpunkte. Die vom ProSTEP-Verein getragene Initiative für mehr Offenheit im PLM-Umfeld stößt weltweit auf Akzeptanz: Das zarte, deutsche Pflänzchen habe sich binnen eines Jahres zu einer globalen Initiative mit über 60 Mitstreitern ausgewachsen, betonte Vereins-Geschäftsstellenleiter Dr. Steven Vettermann.

Zahlreiche Softwarehersteller erläuterten auf dem Symposium in gemeinsamen Vorträgen ihre Gründe für die Unterzeichnung des CPO. Dabei wurde deutlich, dass sie die Selbstverpflichtung ernst nehmen und auch firmenintern als Argumentationshilfe nutzen. Vertreter von Airbus, BMW, Continental und ThyssenKrupp unterstrichen in einer Art Roundtable, dass Offenheit und Interoperabilität in heterogenen IT-Landschaften mit manchmal Hunderten von einzelnen IT-Tools unverzichtbar seien. Bei einigen Unternehmen ist der CPO deshalb heute schon fester Bestandteil der Einkaufsverhandlungen mit den Softwarelieferanten.

Ein Themenschwerpunkt, der das Symposium schon seit Jahren begleitet, ist die modellbasierte Systementwicklung und die Frage wie das Systems Engineering IT-technisch besser unterstützt werden kann. Sie beschäftigt nicht mehr nur die Referenten der Scientific Tracks, sondern findet allmählich Eingang in die Vorträge der Unternehmen – auch wenn zwischen wissenschaftlicher Theorie und praktischer Anwendung noch Welten liegen. „Das Thema bleibt uns deshalb auch in Zukunft erhalten“, meint Vettermann.

Auch in den weiteren Keynotes und Vorträgen konnten sich die Teilnehmer darüber informieren, was die IT-Verantwortlichen in Automobilindustrie und anderen Branchen aktuell bewegt. Und sie erhielten einen guten Überblick über den Stand der wissenschaftlichen Forschung und neue Lösungsansätze, wie sie ihre Aufgaben von morgen, gerade bei der Entwicklung vernetzter Systeme, besser bewältigen können. Außerdem hatten sie wieder reichlich Gelegenheit zu Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch. Gesponsert wurde das diesjährige Symposium von Industriepartner Volkswagen und PLM-Hersteller Siemens PLM Software.

Zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung skizzierte Dr. Ralf Brunken von der Volkswagen AG, wie der Konzern die Herausforderung einer globalen Organisation mit 550.000 Mitarbeitern, 100 Fertigungsstätten und 12 verschiedenen Marken IT-technisch meistert. Ein zentrales Führungsteam, regionale Kompetenzzentren, Standardisierung und Innovation seien die vier Grundpfeiler der globalen IT-Strategie. Walter Redinger von der Brose-Gruppe nahm diesen Ball in seiner Keynote zum Abschluss der Veranstaltung wieder auf und skizzierte die IT-Anforderungen aus Sicht eines global tätigen Automobilzulieferers. Der zunehmende Elektronik- und Softwareanteil an den Fahrzeugkosten bei gleichzeitig wachsender Zahl von Fahrzeug-Derivaten mit immer kürzeren Lebenszyklen erfordere eine engere Integration von Produkt- und Produktions-Lebenszyklus, betonte Dr. Stefan Jockusch von Siemens PLM Software. Zur Abrundung seines Software-Portfolios habe Siemens Industry deshalb mehr als vier Milliarden Euro in Firmenübernahmen investiert.

Das diesjährige Symposium stand ganz im Zeichen eines runden Geburtstags: Seit 20 Jahren arbeiten Anwender, Software-Anbieter und -Dienstleister sowie Wissenschaftler im ProSTEP-iViP-Verein gemeinsam an der Entwicklung und Implementierung von offenen IT-Standards und durchgängigen Geschäftsprozessen. In einer gemeinsamen Keynote ließen Dr. Dietmar Trippner (BMW AG) und Prof. Alfred Katzenbach (Daimler AG), langjährige Weggefährten des Vereins, die Geschichte Revue passieren und würdigten das hohe Engagement aller Beteiligten, das maßgeblich zum Erfolg von STEP, JT und anderen Standards beigetragen habe.

Auf dem Gebiet der integrierten virtuellen Produktentwicklung scheint es, immer noch viel zu tun zu geben. Das unterstreicht das große Interesse am Symposium: Mit über 460 Teilnehmern aus 142 Unternehmen und 12 Hochschulen verzeichnete es einen neuen Besucherrekord. Auch die Zahl von 28 Ausstellern, die in Hannover ihre Produkte und Dienstleistungen präsentierten, ist respektabel. Der Verein hebt das wachsende internationales Renommee hervor, wie Vorstandsmitglied Ulrich Ahle von ATOS betonte: In diesem Jahr besuchten Teilnehmer aus 15 Ländern das Symposium – mehr ausländische Präsenz als je zuvor. Der japanische Automobilhersteller Toyota unterzeichnete während des Symposiums seine Beitrittserklärung.

Das nächste ProSTEP-iViP-Symposium findet 2014 am 13. und 14. Mai in Berlin statt.

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