Schnelles, drahtloses Eye-Tracking in ergonomischer Form

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Imec, ein Forschungszentrum für Nano-Elektronik und digitale Technologien, hat am Imec Technology Forum in Antwerpen (ITF Belgium 2018) ein schnelles, drahtloses Eye Tracking vorgestellt, das auf Elektrookulographie (EOG) beruht. Das Verfahren dient dem Untersuchen der Augen und dem Aufzeichnen der Augenbewegungen.

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Imec, ein Forschungszentrum für Nano-Elektronik und digitale Technologien, hat am Imec Technology Forum in Antwerpen (ITF Belgium 2018) ein schnelles, drahtloses Eye Tracking vorgestellt, das auf Elektrookulographie (EOG) beruht. Das Verfahren dient dem Untersuchen der Augen und dem Aufzeichnen der Augenbewegungen.

Die Lösung ist in eine handelsübliche Brille integriert und soll Augmented- und Virtual-Reality-Szenarien deutlich verbessern. Überdies plant Imec, sie auch in der klinischen Forschung zu neurodegenerativen Erkrankungen einzusetzen.

Die EOG-Technologie von Imec nutzt fünf Trockenkontakt-Elektroden an einer Brille. Die Elektroden erfassen die Augenbewegung, während das ergonomische Design dem Träger das vertraute Gefühl einer alltäglich genutzten Brille vermitteln soll. Im Vergleich mit aktuellen AR/VR-Headsets ist das preisgünstiger und weniger klobig. Darüber hinaus lassen sich mit dem neuen Ansatz Sampling-Raten von 256 pro Sekunde erreichen, was die kamerabasierte Lösungen um mehr als das Doppelte übertrifft, geht es um das Erkennen der Augenposition. Blue Tooth sorgt für einen geringeren Stromverbrauch, so dass es nur eine Batterie in einer kleinen Box am Ohr des Trägers braucht. In einer anderen Box befindet sich die Elektronik.

Die Technologie empfiehlt sich für den Einsatz in AR/VR-Anwendungen, um Menüs und Benutzerschnittstelen schnell per Augenbewegung zu manövrieren. Damit erübrigt sich eine umständliche Steuerung mit der Hand. Ein ausgefeilter Algorithmus übersetzt die Signale der Augenbewegung in virtuelle Befehle: Bewegungen zur Seite können beispielsweise für das Wischen und Drehen stehen, während Zwinkern eine Bewegung nach vorn auslöst.

Zudem kommt die Analyse der Augenbewegung zunehmend in Studien zu neurologischen Störungen zum Einsatz, denn diese bietet wertvolle diagnostische Hinweise bereits in den frühen Stadien neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer. Mit dieser Idee will Imec die Technologie auch in der klinischen Forschung zur Früherkennung und zum Verlauf dieser Krankheiten anwenden.

Imec hat die EOG-Brille an seiner jährlichen ITF-Veranstaltung gezeigt, die am 23. und 24. Mai in Antwerpen stattfand. Das kompakte, ergonomische Design der EOG-Brille entstand gemeinsam mit GBO, einem belgischen Spezialisten für Industriedesign. Die Dätwyler Gruppe in Altdorf, Schweiz, entwickelte die Elektroden.

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