Schreiben in der virtuellen Realität

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Massenweise Text zu produzieren gehört zum digitalen Leben dazu. Doch dabei gilt überraschend wenig Aufmerksamkeit der Texteingabe in VR-Umgebungen.

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Massenweise Text zu produzieren gehört zum digitalen Leben dazu. Doch dabei gilt überraschend wenig Aufmerksamkeit der Texteingabe in VR-Umgebungen.

„Viele Menschen kaufen Head-Mounted-Displays, aber hauptsächlich für Videospiele“, sagt Scott Kuhl, Associate Professor of Computer Science an der Michigan Technological University. „Wir wollen herausfinden, wie wir HMDs für die Büroarbeit wie das Schreiben und Bearbeiten von Dokumenten oder Senden einer Nachricht einsetzen können.“

James Walker, Dozent für Informatik, hat die Studie als Teil seiner Dissertation geleitet und mit Kuhl zusammengearbeitet. Er sieht eine große Hürde darin, dass die Leute sehen sollten, was sie schreiben. Das sei mit einem Headset, das die Augen bedecke, ein bisschen schwierig. Deshalb hat er ein einblendbare virtuelle Tastatur entwickelt, die mit der physischer Tastatur synchronisiert ist. Damit sieht der Anwender am Display, welche Tasten er auf der physischen Tastatur gedrückt hat.

Anderer Systeme für das Tippen in VR setzen auf virtuelle Keyboards im Raum oder blenden reale Videos in das VR-Display ein. Doch beide Ansätze erfordern zusätzliches Equipment wie Tracking-Kameras, die fehleranfällig und störend sind. Die Schreibleistung sinkt zumal mit nur virtuellen Tastaturen.

In der Luft zu schreiben, sei sehr ermüdend, sagt Walker. „Unsere Lösung ist bemerkenswert, weil sie die Leute in die Lage versetzt, ihre physisch vorhandenen Peripheriegeräte weiter zu benutzen, was für die beste Leistung sorgt.“ Es brauche keine zusätzliche Hardware oder in die virtuelle Umgebung eingeblendete Videos.

Um die Effektivität der realen Tastatur einzuschätzen, ließ Walker Probanden in einem Experiment mit einer für sie unsichtbaren Tastatur schreiben. Teils trugen die Teilnehmer ein HMD, in dem Fall Oculus Rift, teils verwendeten sie einen Bildschirm, wobei die Tastatur verdeckt wurde. In beiden Teilversuchen testete Walker die Leistung der Teilnehmer mit und ohne virtuelle Tastatur.

Viele Teilnehmer hielten sich für Experten beim Tippen oder zumindest für geübt.  Die Teilnehmer machten viele Fehler besonders jene, die ohne die aufleuchtenden virtuellen Tasten auskommen mussten. So bot das Experiment nicht nur die perfekte Ausgangssituation für den Test von VR-Text-Hardware, sondern auch für die Frage, wie sich die Autokorrektur darin einbringen lässt.

Keith Vertanen, Assistant Professor Computer Science, der Walker und Kuhl mit einem Sprachmodell zur Seite stand, um die Tippfehler der Probanden zu korrigieren, sagt, dass die Menschen die Redundanz natürlicher Sprachen unterschätzten. Das Touch-Screen-basierte Erkennungsprogramm VelociTap sei enorm präzise, weil es mit Milliarden von Wörtern trainiert worden sei.

Vertanen und das gesamte Team waren angenehm überrascht davon, wie gut der Autokorrektur-Algorithmus vom ursprünglichen Touch-Screen-Konzept zur Vorhersage der beabsichtigten Zeichen auf einem physischen Keyboard. Darüber hinaus haben die Forscher beobachten können, dass die Fehlerraten sinken, wenn die Teilnehmer mit dem VelociTap-Feedback arbeiten.

Das Team hat sich auf die Eingabe kurzer, informeller Nachrichten konzentriert. Die nächsten Schritte werden die Eingabe von Ziffern, Punkten und Großbuchstaben sowie das Bearbeiten und Formatieren von Texten einbeziehen. 

Bild: Um herauszufinden, wie man besser in VR tippen kann, haben Informatiker eine virtuelle Tastatur, Autokorrektur-Algorithmen und ein physisches Keyboard eingesetzt. Credit: Kiran Udayakumar, Quelle: Michigan Technological University

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