Siemens UK setzt auf Virtual Reality in der Digitalen Fabrik

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Siemens UK in Congleton hat als Teil der Digitalen Fabrik eine Virtual-Reality-Lösung eingeführt. Die immersive, interaktive Visualisierung an der 3D-Displaywand soll unter anderem die Simulation von Montageprozessen verbessern, die Fabrikplanung effektiver machen sowie Konstruktion und Design Review effizienter gestalten helfen
virtalis_siemens

Siemens UK hat das Virtual-Reality-System und die entsprechende Software von Virtalis in der Fabrik in Congleton eingeführt. Es soll dem Ziel der Verwirklichung der Digitalen Fabrik dienen. Siemens verfolgt damit mehrere Ziele: 

  • Simulieren und optimieren von Montage-Prozessen
  • Effektive Fabrikplanung
  • effiziente Design-Konzepte und -Besprechungen
  • schlankes Arbeitszellenkonzept

Simon Charlson, Mechanical Team Leader bei Siemens, war stark in die Auswahl der Systeme eingebunden, die den Anforderungen des Unternehmens gerecht werden können. Der erste Gedanke sei eine Art CAVE gewesen, doch die Teams vom Product Review und Lean Cell Design umfassten bis zu zehn Leute, und so habe man die größere ActiveWall von Virtalis mit Projektionsfläche und Boden sowie optischem Tracking für die Gruppenaktivitäten und die Zusammenarbeit ins Auge gefasst, und den Virtalis ActiveSpace auf der Basis von Head-Mounted-Displays für zusätzliche Ebenen der Immersion.  

Carl German, Transformation Manager bei Siemens, erklärt, dass die eingesetzte VR-Lösung die Art und Weise des Denken und Handelns verändert habe. Jeder einzelne Produktionsverantwortliche in der Fabrik habe dies entweder gesehen oder erfahren. Entscheidend sei, dass die Technologie nicht wenigen Privilegierten vorbehalten sei. 

Die Digitale Fabrik von Siemens in Congleton, Cheshire, konstruiert und fertigt Frequenzumrichter für Motoren. Die Kunden stammen vorwiegend aus der Autobranche, dem Maschinenbau, der Fluidtechnik und der Luftfahrt. Obwohl es nur fünf dezentralisierte Produktlinien und vier gehäusebasierte Systeme gibt, bedeutet die anlagebedingte Modularität zusammen mit den vielen verschiedenen Rahmengrößen tausende mögliche Produktkonfigurationen. Der Werkzeugbau für die Fertigung eines neuen Produkts sei kostspielig, erklärt Charlson, und Fehler könnten teuer zu stehen kommen. Man arbeite nun mit den Zulieferern zusammen, um deren virtuellen Werkzeuge in die Design Reviews einfließen zu lassen. Dies führe zu einer fantastischen Kommunikation zwischen den Mechanik-, Elektro- und Design-Ingenieuren und zu einer schnelleren Marktreife. 

Adrian Webster, Siemens Layout Planning Engineer erklärt das Vorgehen: „VR beseitigt frühzeitig die großen Hürden und erlaubt es uns, die kleinen Feinheiten zu fokussieren. Normalerweise bauen wir das Mock-up einer neuen Zelle auf die Fabrikfläche. Früher mussten wir sie dort für vier Wochen lassen, um alle Probleme zu lösen. Nun sehen wir, dass zwei Tage Digital Review und nur eine Woche in der Fabrik alle Fragen beantwortet. VR fördert die multidisziplinäre Kommunikation auf hervorragende Weise.“

Siemens hat den Einsatz der VR-Technologie diversifiziert und verwendet VR auch für den Alltagsgebrauch, zum Beispiel für Büroumzüge. Die Mitarbeiter können ihre neuen Arbeitsumgebungen visualisieren. Mit Visionary Render lassen sich Animationssequenzen und Demos erstellen. Die VR-Lösung half durch eine virtuelle Abfrage von Riemen und Antriebsmechanismen als Teil einer Spezifikation für die Produktionsumgebung eines OEMs, die zu weniger Fehlern führte, Geld zu sparen. Ein kürzlich durchgeführtes Design Review ließ eine Kollision erkennen, die auf einer CAD-Workstation nicht zu sehen war. Man finde mehr und anderes Fehler und beseitige diese mit VR, führt Anil Thomas, Transformation Manager bei Siemens, aus. 

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