11.07.2016 – Kategorie: IT, Management, Technik

Simulation: Autonome Fahrzeuge unter realen Bedingungen

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Der 3xD-Simulator der Warwick Manufacturing Group an der University of Warwick bietet eine der weltweit anpassbarsten und fortschrittlichsten Fahrzeugsimulationen. Als einziger dieser Bauart wurde er entwickelt, um die Robustheit und Bedienbarkeit der intelligenten, vernetzten und autonomen Fahrzeugtechnik unter realen Bedingungen zu testen.

Einen besonders anpassungsfähigen Fahrzeugsimulator hat die Warwick Manufacturing Group (WMG), University of Warwick, enthüllt.  Der aus Mitteln des EPSRC (Engineering and Physical Sciences Research Council) unterstützte 3xD-Simulator ist einer der weltweit anpassbarsten und fortschrittlichsten Fahrsimulatoren. Als einziger dieser Bauart wurde er entwickelt, um die Robustheit und Bedienbarkeit der intelligenten, vernetzten und autonomen Fahrzeugtechnik unter realen Bedingungen zu testen. Er wird einen essentiellen Bestandteil des Virtual Reality Centre im National Automotive Innovation Centre bilden, einer langfristigen Partnerschaft zwischen Jaguar Land Rover, WMG und Tata Motors European Technical Centre.

Die Vision von WMG ist es, die Welt für ein intelligentes Fahrzeug im 3D-Simulator nachzubilden, komplexe Fahrszenarien, sich verändernde Lichtverhältnisse, Überschneidungen in der Kommunikation oder unerwartete Ereignisse zu reproduzieren, und das alles in einer sicheren und wiederholbaren Anordnung.

Kommunikationsprotokolle der nächsten Generation 

Professor Dr Ralf Speth, Chief Executive Officer, Jaguar Land Rover, gibt sich überzeugt, dass Simulatoren wie dieser seinen Entwicklungsteams zu einem entscheidenden Vorsprung bei der Entwicklung neuer, wirklich auf den Fahrer zentrierter Fahrzeuge verhelfen würde.

Mit der herausragenden Fähigkeit, Signale zu emulieren, soll eine eigene drahtlose Welt erstehen, die die Entwicklung von Kommunikationsprotokollen der nächsten Generation ermöglicht. Das umfasst die Möglichkeit, GPS- oder 4G-Signalverluste zu reproduzieren oder sogar eine Cyber-Attacke zu simulieren.

WMG will zudem Konzepte entwickeln, um Messtechnologien wie Radar, LiDAR und Ultraschall zu prüfen. Mit 30 Meilen fotorealistischer Straßen, abgebildet auf einem 360-Grad-HD-Display, begleitet vom 3D-Surround-Sound und wirklichkeitsnaher Fahrtbewegung wird man eine immersive Erfahrung für die Evaluation von Driver-in-the-Loop-Technologien bereitstellen.

Der Erfolg von intelligenten, vernetzten und autonomen Technologien wird von einer Forschung und Entwicklung abhängen, die schnell Sicherheit und Robustheit aufzeigen kann, um öffentliche Akzeptanz herzustellen. Derartige Technologien auf der Straße in der realen Welt zu testen, ist oft kompliziert, nicht zu kontrollieren und potentiell gefährlich in frühen Phasen der Produktentwicklung. Es braucht dafür zudem kostspielige physische Prototypen.

Das auf dem Campus der University of Warwick erbaute National Automotive Innovation Centre ist das größte Zentrum dieser Art in Europa. Es handelt sich um eine 150 Millionen Pfund umfassende Partnerschaft zwischen Jaguar Land Rover, Tata Motors European Technical Centre, WMG und der University of Warwick, zusammen mit einem wachsenden Netz an Zulieferern.

WMG wurde von Professor Lord Kumar Bhattacharyya im Jahr 1980 etabliert, um die Fertigungsindustrie in Großbritannien mit herausragender Forschung und effektivem Wissenstransfer neu zu beleben.  Die Abteilung der University of Warwick nimmt eine Mittlerstellung zwischen privatem und öffentlichem Sektor ein und zwischen Industrie und Wissenschaft.


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