Simulationstechnologie: Neue Chancen für KMU

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Sicos BW: Markt für Simulationssoftware wächst um 20 Prozent jährlich / KMU können Rechenleistung extern anmieten: Computer- und Simulationstechnologien werden für den deutschen Mittelstand immer erschwinglicher. „Der Markt für Simulations­software wächst in Deutschland mittlerweile jährlich um etwa 20 Prozent“, sagt Andreas Wierse, Geschäftsführer der Sicos BW GmbH, auf einer Informationsveranstaltung am 21. Oktober im Haus der Wirtschaft, Stuttgart. „In Zeiten immer kürzer werdender Produktzyklen bei gleichzeitig steigenden Qualitätsansprüchen ist der Einsatz virtueller Technologien auch bei KMU zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden.“ Sicos BW, Stuttgart, informiert und berät KMU beim Einsatz entsprechender Technologien in der Produktentwicklung und ver­mittelt auch Rechenressourcen zum Beispiel am Stuttgarter Höchstleistungsre­chenzentrum (HLRS) oder dem Steinbuch Centre for Computing (SCC) Karlsruhe.

Simulation spart Zeit und Kosten

Simulations- und Visualisierungstechnologien werden eingesetzt, um am Computer neue Produkte zu entwickeln und deren Eigenschaften zu prüfen. Die Möglichkeit, physikalische Eigenschaften wie Druck, Temperatur, Geschwindig­keit, Belastung oder Verformung am Computer zu simulieren und visualisieren, bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Dadurch dass keine teuren Prototypen entwickelt werden müssen und Simulationen bzw. Visualisierungen weit weniger aufwendig sind als reale Experimente, sparen die Unternehmen Zeit und Kosten.

Große Engineering-orientierte Unternehmen nutzen Höchstleistungssimulation schon lange, um zum Beispiel das Crashverhalten von Fahrzeugen, Strömungen in Turbinen oder die Aerodynamik von Flugzeugen zu untersuchen. „Für KMU war der Zugang bislang schwierig, denn sie verfügen meist nicht über entspre­chende Rechnerkapazitäten und das notwendige technische Know-how“, führt Wierse aus. „Die Möglichkeit aber, zum Beispiel mit unserer Hilfe Rechenleistung auszulagern, eröffnet völlig neue Perspektiven und macht Simulation auch für diese Unternehmensgröße interessant.“

Industrielle Kraftwerkstechnik: verlässliche Aussagen

Neben Höchstleistungsrechenzentren wie dem HLRS oder dem SCC gibt es mitt­lerweile zahlreiche weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie, die Zugang zu entsprechenden Simulationstechnologien ermöglichen. Am HLRS rechnen be­reits einige mittelständische Unternehmen. So auch zum Beispiel die Stuttgarter RECOM Services, die auch mit Hilfe der HLRS-Rechnerkapazitäten Verbrennungs- und Schadstoffbildungsvorgänge kraftwerks- und verfahrenstechnischer Anlagen in der virtuellen Realität simuliert. „Wir können alle relevanten Frage­stellungen darstellen“, sagt Geschäftsführer Benedetto Risio. „Unsere Kunden haben zwar oft eigene Kapazitäten für die Simulation beim Bau und Betrieb industrieller Feuerungstechnik, die Abbildung des Gesamtanlagenprozesses ist aber für sie zu aufwendig und erfordert speziell ge­schultes Personal“, sagt Risio weiter.

Zielsetzung der Sicos BW GmbH, die vom Ministerium für Wissenschaft, For­schung und Kunst Baden-Württemberg unterstützt wird, ist es, vor allem in Ba­den-Württemberg ansässigen Firmen den Zugang zu Simulationstechnologie zu erleichtern. Das nicht profitorientiert arbeitende Unternehmen wurde vor zwei Jahren vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Universität Stuttgart gegründet.

 

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