19.02.2019 – Kategorie: IT, Technik

Sphärisches Display macht virtuelle Zusammenarbeit einfacher

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VR hinterlässt bei den Anwendern, oft nur von computergenerierten Charakteren umgeben, nicht selten ein Gefühl der Isolation. Ein neuartiges Display soll nun die Möglichkeit einer sozialeren virtuelle Realität eröffnen.

VR hinterlässt bei den Anwendern, oft nur von computergenerierten Charakteren umgeben, nicht selten ein Gefühl der Isolation. Ein neuartiges Display soll nun die Möglichkeit einer sozialeren virtuelle Realität eröffnen.

Wissenschaftler an den Universitäten von British Columbia und Saskatchewan haben ein sphärisches 3D-Display entwickelt, das zwei Anwendern gleichzeitig dienen kann. Ausgefeilte Kalibrierung und grafische Rendering-Verfahren sollen, auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln, für ein vollständiges, verzerrungsfreies 3D-Bild sorgen.

Die meisten sphärischen VR-Displays auf dem Markt können ein korrektes Bild nur aus einem bestimmten Blickwinkel darstellen, wie Sidney Fels, Professor an der Universität von British Columbia (UBC) anmerkt. „Wenn man dagegen auf unsere Kugel schaut, ist die 3D-Illusion umfassend und aus jedem Winkel korrekt. So können zwei Anwender das Display nutzen, um zusammenzuarbeiten oder ein Multiplayer-Game zu spielen, und sich dabei im selben Raum aufhalten. Es ist eines der allerersten sphärischen VR-Systeme mit dieser Fähigkeit.“

Zum System namens Crystal gehört ein hohles, ballförmiges 24 Zoll -Display. Dessen Oberfläche wurde eigens in Ottawa entwickelt. Dagegen wurden die vier Hochgeschwindigkeitsprojektoren und eine Kamera für die Bildgebung, die Kalibrierung und die Touch-Funktionalität eingekauft.

Die Entwickler arbeiten an einer Lösung für vier Personen und sehen vielfältige Einsatzgebiete für das Display, beispielsweise Multiplayer-VR-Games, virtuelle Chirurgie oder Lernen mit VR. Derzeit stehen jedoch Telekonferenzen und CAD im Fokus.

Einer der Entwickler, Ian Stavness, Professor an der Universität von Saskatchewan, gibt zu bedenken: „Stellen Sie sich einen weit entfernten Anwender vor, der sich einem lokalen Meeting anschließt. Überall kann ein Crystal-Display stehen, was großartig ist, um die Köpfe und Gesichter der Leute in 3D zu sehen. Oder Sie haben ein Team von Industriedesignern in einem Raum, das einen Entwurf mit VR und Motion Tracking-Verfahren optimiert.“

Fels denkt nicht, das sphärische VR-Lösungen die flachen Bildschirme oder Headsets ergänzen werden, aber sie ermöglichen VR-Aktivitäten, in denen man andere Menschen sehen und mit ihnen sprechen wolle, zu Hause oder im Büro, an der Arbeit oder im Spiel.

Weitere Informationen: https://dl.acm.org/citation.cfm?id=3281540

Die Arbeit wurde vom Natural Sciences and Engineering Research Council of Canada und B-Con Engineering unterstützt.

Photo Credit: Clare Kiernan, UBC

 


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