Supercomputing-Akademie: Kurs für Ingenieure und Informatiker

Mit dem Modul „Paralleles Programmieren“ startete die neu gegründete Supercomputing-Akademie in der vergangenen Woche ihr erstes Weiterbildungsangebot im Blended Learning Format. Über einen Zeitraum von 15 Wochen vermitteln DozentInnen aus Industrie und Wissenschaft Lerninhalte zur Code-Entwicklung auf parallelen Systemen für Anwendungsprogrammierer.

Der Kurs richtet sich an Ingenieure und Informatiker kleiner, mittlerer und großer Unternehmen, die ihre Kompetenzen im Bereich des Höchstleistungsrechnens berufsbegleitend aufbauen und/oder weiterentwickeln wollen. Die Weiterbildung findet vor allem online mit interaktiven Lernskripten, Animationen, Programmierübungen, Erklär-Videos und in virtuellen Seminaren statt; nur etwa 20 Prozent sind Präsenzveranstaltungen in Stuttgart.

Know-how-Aufbau in den Unternehmen

Hervorgegangen ist das neue Schulungsangebot aus einer Projekt-Kooperation der Stuttgarter Sicos BW GmbH mit den Universitäten Stuttgart, Freiburg und Ulm: Als Teil des MoeWE (Modulares Weiterbildungssystem zum High Performance Computing Experten)-Projektes soll die Akademie dem steigenden Fachkräftemangel im IT-Bereich entgegenwirken. Gefördert wird sie vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK).

„IT-Experten sind gefragter denn je. Mit der Akademie können Unternehmen das notwendige Supercomputing-Know-how auf- und ausbauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern“, sagt Markus Klietmann, Projektverantwortlicher der Sicos BW GmbH. Sicos BW berät als unabhängiger Experte kleine und mittelständische Unternehmen beim Einsatz von Simulationstechnologien, Höchstleistungsrechnen sowie Big und Smart Data.            

Modul „Paralleles Programmieren“ ist (nur) der Startschuss

Aktuell bereitet die Supercomputing-Akademie weitere Module vor: Simulation, Visualisierung, Performance-Optimierung, „Cluster, Cloud & Höchstleistungsrechnen“, „Ökologie und Ökonomie“ sowie „Datenanalyse, Smart Data & Digitale Transformation“. „Im Unternehmen profitieren unterschiedlichste Bereiche vom High- Performance Computing. Deshalb ist unser Weiterbildungsprogramm so konzipiert, dass es Anwender, Software-Entwickler und Administratoren ‚abholt‘ – und das gilt für Unternehmen jeder Größe und Branche“, sagt Dr. Andreas Wierse, Geschäftsführer von Sicos BW. „Auch wenn Höchstleistungsrechner schwerpunktmäßig im Industrie- und Technologiesektor angesiedelt sind, sind Simulation und Visualisierung für alle Branchen interessant.“ Mögliche Anwendungsfelder sind beispielsweise auch Meteorologie, Windenergie oder Medizin.

Bild: Höchstleistungsrechner Hazel Hen am HLRS High Performance Computing Center Stuttgart. Foto: Boris Lehner

  • Höchstleistungsrechner Hazel Hen am HLRS. Bild: Boris Lehner
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