Tragbares Projektionssystem macht jede Oberfläche zum Touchscreen

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Forscher von Microsoft Research und Carnegie Mellon haben ein Verfahren namens OmniTouch entwickelt. Das tragbare Projektionssystem ermöglicht es den Anwendern, Papierseiten, Wände oder sogar ihre eigenen Hände, Arme und Beine in grafische, interaktive Oberflächen zu verwandeln. OmniTouch verwendet eine spezielle Kamera mit Tiefensensor, ähnlich jener von Microsoft Kinect, um die Finger des Anwenders auf den Oberflächen zu tracken. Somit lassen sich interaktive Anwendungen durch Bewegungen der Finger steuern, ganz ähnlich wie auf Touchscreens von Smartphones und Tablet-PCs. Der Projektor kann Tastaturen, Keypads und andere Eingabesysteme auf jede Oberfläche übertragen, und er passt diese gleichzeitig an die Form und Orientierung der Oberfläche an, um die Verzerrung der projizierten Bilder zu minimieren.


 



 


 


 


„Es ist denkbar, dass man alles, was man heute mit mobilen Geräten machen kann, auch mit der Hand und Omnitouch machen kann“, sagt Chris Harrison, ein Ph. D. Student an Carnegie Mellons Human-Computer Interaction Institute. Der Handteller könnte als Telefontastatur oder als Notizblock genutzt werden. Karten die an, die an die Wand geworfen werden, ließen sich mit denselben Fingerbewegungen verschieben, vergrößern und verkleinern, wie sie von einem konventionellen Touchscreen bekannt sind.


Harrison war Praktikant bei Microsoft Research, als er OmniTouch gemeinsam mit Hrvoje Benko und Andrew D. Wilson von Microsoft Research entwickelte. Er wird die Technologie am kommenden Mittwoch, 19. Oktober, auf dem Symposium on User Interface Software and Technology (UIST) der Association for Computing Machinery’s in Santa Barbara, Kalifornien, erklären. Ein Video und Bilder stehen bereits online.


Das OmniTouch-Ausrüstung umfasst eine Tiefensensorkamera für kurze Entfernungen und einen Laser-Pico-Projektor und ist auf der Schulter des Anwenders befestigt. Harrison betonte aber, dass sie schlussendlich auf die Größe eines Kartenstapels oder einer Streichholzschachtel schrumpfen könnte, so dass sie in die Hosentasche passt oder in zukünftige Handhelds integriert werden könnte.


„Mit OmniTouch wollen wir die enorme Oberfläche der realen Welt nutzbar machen,“ sagt Benko, Wissenschaftler in der Adaptive Systems and Interaction Group von Microsoft Research. „Wir betrachten diese Arbeit bei Microsoft Research als Entwicklungsschritt in einer größeren Anstrengung, die unkonventionelle Anwendung von Berührungen und Gesten in mobilen Geräten zu erkunden, um unsere Vision des allgegenwärtigen Computing weiter auszudehnen.“


Die optische Erfassung durch OmniTouch ermöglicht eine Vielzahl von Interaktionen, die mit den Fähigkeiten einer Computermaus oder eines Touchscreens vergleichbar sind. Sie kann die dreidimensionale Bewegung der Hand oder anderer alltäglicher Oberflächen nachverfolgen und erkennt, ob die Finger aufliegen oder über der Fläche schweben. Darüber hinaus benötigt OmniTouch auch keine Kalibration, Anwender tragen einfach das Gerät und können gleich dessen Funktionen benutzen.


Bilder: Chris Harrison, www.chrisharrison.net

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