Trendthema 3D: CeBIT zeigt Lösungen für die dritte Dimension

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Trendthema 3D: CeBIT zeigt Lösungen für die dritte Dimension

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Werbung 2.0: Premiere für dreidimensionale Digital-Signage-Displays / Bildungsoffensive: Anschauungsunterricht im “Cyber Classroom” / Forscherstolz: Räumliche Stadt- und Gebäudesimulation per Fingertipp

Digitale Medien gewinnen im Kommunikationsmix zunehmend an Bedeutung. Ob als Instore-TV im Supermarkt, für Architekturmodelle oder als Multimedia-Screen bei Veranstaltungen aller Art — Digital Signage ist im städtischen Alltag präsent wie nie. Die neuen Präsentationspanels können sogar dreidimensionale Bilder darstellen: Auf der CeBIT 2011 vom 1. bis 5. März zeigen Hersteller wie ACL, Aiptek, Schneider Digital, Tridelity, Vestel und Visenso brandneue Produkte zum Thema 3D — vom großzügigen Werbedisplay bis zum kompakten 3D-Camcorder.

Für Industrie, Medizin und Werbung: 3D-Bilder ohne Spezialbrille

Eines haben diese Neuheiten gemeinsam: Für den Betrachter erschließt sich die dritte Dimension ohne Shutterbrille, wie sie derzeit noch für die meisten 3D-fähigen Fernseher notwendig ist. Autostereoskopische Displays sind in der Lage, räumliche Bilder direkt im Display zu erzeugen — mit Hilfe integrierter Streifenmasken oder Linsenraster, die das Licht in verschiedene Richtungen streuen. Als führender Hersteller auf diesem Gebiet präsentiert Tridelity auf der CeBIT die weltweit ersten 3D-Bildschirme im Hochformat für den boomenden Digital-Signage-Markt. Dazu kommt das erste Gerät mit medizinischer Zulassung. “Digital Signage in 3D ist ein stark wachsendes Segment bei den elektronischen Werbedisplays”, erklärt Tridelity-Geschäftsführer Michael Russo. “Überzeugend ist vor allem das Blickfang-Potenzial. In wenigen Jahren wird fast jedes zehnte Digital Signage-Panel dreidimensional sein.

Eine weitere Weltpremiere kommt von ACL und Seefront: Die beiden Unternehmen stellen auf der CeBIT ihr autostereoskopisches Display MD2711-3D vor, das mit seiner hohen Auflösung von 2’560 mal 1’440 Bildpunkten und 27 Zoll Bildschirmdiagonale anspruchsvolle räumliche Darstellungen in Industrie, Werbung und Medizin ermöglichen soll.

Eine ganze Palette an 3D-fähiger Hardware für den professionellen Einsatz bringt Schneider Digital mit zur CeBIT 2011, darunter spezielle Grafikkarten, Workstations, Controller und Bildschirme. Das Unternehmen richtet sich an Kunden der verschiedensten Bereiche — vom Geo-Informationssystem über die Medizin bis zur Virtual-Reality-Anwendung.

Der türkische Anbieter Vestel zeigt seine neuesten B2B-Produkte, unter anderem neue Displays, IPTV-Systeme für Hotel und Krankenhaus, 3D-LED-TVs, interaktive Touchscreens, Netbooks, Connected TV and Set-top-Boxen.

Auf Notebook oder Tablet-PC: 3D-Apps als Vermarktungstool

Dass 3D-Displays ein ganz großes Thema des 3D-Schwerpunktes auf der CeBIT sind, beweist auch die Firma 3D International Europe (früher VisuMotion). “Wir haben eine neue Technologie namens CLD (steht für Chromatic Light Deflector) patentiert, die sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein im Vergleich zu früheren Modellen deutlich helleres Bild auszeichnet”, berichtet Martin Treydte, zuständig für Creation und Events. “Außerdem entwickeln wir eine Software, mit der wir die gesamte Strecke von der 3D-Content-Erstellung über den Schnitt bis zur Wiedergabe abdecken. Dabei legen wir großen Wert auf Kompatibilität mit den stereoskopischen und autostereoskopischen 3D-Displays namhafter Hersteller.”

Auch aus der Design- und Architekturbranche sind dreidimensionale Modelle nicht mehr wegzudenken. Brandneu ist die Verbindung zu Apps, die mobile 3D-Präsentationen auf Tablet-PCs ermöglichen. Solche Anwendungen demonstriert die Dortmunder Firma visualtektur auf der CeBIT 2011. Geschäftsführer Marco Lachmann: “Wir erstellen individuelle 3D-Apps, mit denen beispielsweise Firmen aus der Möbel- oder Modebranche ihr Portfolio fotorealistisch in 3D präsentieren können. Mit unserem 3D Konfigurator hat ein Vertriebler sein komplettes Warenangebot in der Hand.”

3D für Schulunterricht und Städtebau

Welche Perspektive die Verbindung der beiden Technologien 3D und Virtual Reality eröffnet, zeigt der zukunftsweisende “Cyber-Classroom” der Stuttgarter Firma Visenso auf der CeBIT 2011. Komplexe, bislang nur schwer erklärbare Sachverhalte aus den Fächern Physik, Mathematik oder Biologie lassen sich mit Hilfe von 3D-Echtzeitmodulen wesentlich besser vermitteln. Die multimedialen Lernmodule dafür wurden von Lehrern, Ingenieuren und Programmierern zusammengestellt. Für Biologie gibt es Angebote zum menschlichen Ohr und zum Blutkreislauf, in Physik stehen der Magnetismus und in Mathematik Geraden und Ebenen zur Verfügung. “Deutschland kann es sich nicht mehr leisten, weiter auf traditionelle Bildung und Technik zu setzen”, betont Visenso-Geschäftsführer Martin Zimmermann. Technisch besteht die Anlage neben der eigens entwickelten Software aus einem Grafik-PC, dem Interaktionsgerät VRiiD (Basis: ein Nintendo-Wii-Controller), und einer von drei wählbaren Displaytechnologien: einem Stereo-TV-Gerät, 3D-Videobrillen der Firma Carl Zeiss (“Cinemizer”) und einer 1:1-Immersionswand.

Einen Blick in die 3D-Welten von morgen kann man auf der CeBIT 2011 am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 9 werfen. Das Fraunhofer IGD und seine Kooperationspartner von Fraunhofer Austria und Fraunhofer IDM@NTU demonstrieren auf einem Multitouch-Tisch eine ganze Reihe 3D-Anwendungen, beispielsweise Stadt- oder Gebäudevisualisierungen. So sollen Objektentwickler oder Architekten schon bald durch dreidimensionale Städte navigieren und die Perspektiven ihrer 3D-Modelle mit einfachen Handbewegungen verändern können. Außerdem zeigen die Forscher in Hannover ihr Projekt “DeepCity3D”, das die intelligente Verknüpfung von städtebaulichen und geologischen Informationen erlaubt, um mögliche Risiken zu verringern.

Weitere Informationen: www.cebit.de

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