Videospiele als digitale Medizin

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Neurologen entwickelten Videospiele, die als eine Art “Digitale Medizin“ für Kinder mit kognitiven Störungen und Personen mit kognitiven Einschränkungen durch Verletzungen oder Alterung fungieren sollen. Das Start-up Cognivive, gegründet von Neurowissenschaftlern der University of California Davis, baut auf der Forschungsarbeit von Mitgründer Tony Simon auf, Professor für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der UC Davis, und weiterer Wissenschaftler auf, die zeigt, das Action-Videospiele die raumzeitlichen kognitiven Fähigkeiten der Spieler verbessern helfen können.

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Neurologen entwickelten Videospiele, die als eine Art “Digitale Medizin“ für Kinder mit kognitiven Störungen und Personen mit kognitiven Einschränkungen durch Verletzungen oder Alterung fungieren sollen. Das Start-up Cognivive, gegründet von Neurowissenschaftlern der University of California Davis, baut auf der Forschungsarbeit von Mitgründer Tony Simon auf, Professor für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der UC Davis, und weiterer Wissenschaftler auf, die zeigt, das Action-Videospiele die raumzeitlichen kognitiven Fähigkeiten der Spieler verbessern helfen können.

Kinder mit Fehlsteuerungen der neurologischen Entwicklung und Erwachsene mit Hirnverletzungen oder altersbedingten Störungen empfinden Raum und Zeit in geringer Auflösung, sagt Simon. Das lasse sich mit einer Kamera vergleichen. Mit einem hoch aufgelösten Bild könne man wesentlich mehr anfangen als mit einem niedrig aufgelösten. Es gebe eine Informationsverlust in der Form, wie die Welt dargestellt werde.

Vor 15 Jahren dachte Simon daran, Videospiele für den Aufbau kognitiver Fähigkeiten einzusetzen. Das verband er mit seiner wissenschaftlichen Arbeit über unsere Wahrnehmung der Welt und über die Art und Weise, wie kognitive Defizite manche Menschen schädigen. Simon begann vor 5 Jahren eine Zusammenarbeit mit Funonema in San Francisco, um einige Spielkonzepte zu entwickeln. Ted Aronson von Funonema ist Mitgründer von Cognivive.

Nicht nur Können, sondern auch Aufnahmefähigkeit

Jeder könne durch Üben besser werden, so Simon. Aber das Ziel sei, nicht nur Fertigkeiten zu entwickeln, sondern die darunter liegende Aufnahmefähigkeit zu Tage zu fördern. Werfe man eine Münze hundert Mal, werde man gut im Münzwurf, aber man könne deshalb nicht gleich besser Klavier spielen. Handelsübliche Computerspiele zu spielen könne Fertigkeiten verbessern, aber es baue keine Aufnahmefähigkeit auf.

Die Spiele von Cognivive sollen genau diese grundlegende Kapazität entwickeln, von der verschiedene Fähigkeiten profitieren. Bislang hat Cognivive Spiele für Desktop-Rechner entwickelt, aber die virtuelle Realität, bei der die Spieler ein Headset tragen, mit dem sich das gesamte Blickfeld abdecken lässt, und Augmented Reality, bei der das Spiel in die reale Welt eingeklinkt wird, eröffnet dem therapeutischen Spielen ein großes Potenzial.

Bild: Cognivive, ein Start-up der University of California Davis, entwickelt Videospiele, die als digitale Medizin für Kinder und Erwachsene mit kognitiven Einschränkungen fungieren sollen. Screen von „BrainPixel“, einer der Spiele-Prototypen, welche das Unternehmen entwickelt hat. Credit: Tony Simon, UC Davis

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