VISENSO realisiert virtuelles „Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages“

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Nach der erfolgreichen Umsetzung des europaweit ersten interaktiven virtuellen Kunstmuseums für die Otto-Herbert-Hajek-Stiftung der Sparda Bank Baden-Württemberg, setzt der Stuttgarter Visualisierungs- und Virtual Reality-Experte Visenso mit der Realisierung des virtuellen „Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages“ zu einem weiteren Projekt im Bereich der immersiven Kunstvermittlung an. Siegfried Kauder, Abgeordneter des Wahlkreises Schwarzwald-Baar und Mitglied des Kunstbeirates des Deutschen Bundestages, hatte dieses Projekt initiiert. Gestern gab er dafür in Berlin den Startschuss.


Das „Mauer-Mahnmal“ ist seit 2003 im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin verortet. Es erinnert an die vielen DDR-Bürger, die beim Versuch, die DDR zu verlassen, ihr Leben verloren. Auf den im „Mauer-Mahnmal“ ausgestellten, durch Ben Wagin gesicherten und mit Zahlenangaben versehenen Mauersegmenten sind die Todesopfer nach Jahren geordnet, aufgeführt.


Um das „Mauer-Mahnmal“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen zu können, wurde Visenso beauftragt, den Raum des „Mauer-Mahnmales“ online zur Verfügung zu stellen und die zugehörigen Ausstellungsbereiche im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in ein dreidimensionales, virtuell begehbares Bauwerk zu verwandeln.


Hierfür wurde basierend auf einer Google Sketchup Vorlage des Referates „Kunst im Deutschen Bundestag“ mit Hilfe modernster Modellierungswerkzeuge das Gebäude inklusive Inneneinrichtung und Ausstellungsstücke durch die Visenso Experten vollständig und realitätsnah nachmodelliert. Dabei legte Visenso auf eine realistische Darstellung von Licht und Schatten besonderen Wert. Das Team überführte das Modell in enger Abstimmung mit dem Referat „Kunst im Deutschen Bundestag“ in eine interaktive Flash-Anwendung. Mit Hilfe der 3DVIA-Technologie des Visenso-Entwicklungspartners und führenden PLM-Software-Anbieters Dassault Systèmes, konnte das Modell zu einem frühen Zeitpunkt „durchlaufen“ und optimale Betrachterpositionen definiert werden, ohne ein vollständiges Datenrendering durchzuführen.


Ein Mauertoten-Gedenkbuch erinnert im „Mauer-Mahnmal“ an die Schicksale der Toten an der Berliner Mauer. Zum 50. Jahrestages des Mauerbaus war hier am 13. August 2011 eine Toninstallation zu hören, auf der Dr. h.c. Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, die Biographien von 15 Menschen, die im unmittelbaren Umfeld des Spreebogens zu Tode gekommen sind, vortrug. Dieses Tondokument sowie die zugehörigen Abschnitte des Mauertoten-Gedenkbuches wurden ebenfalls in das virtuelle Modell integriert.


Folgende Interaktionsmöglichkeiten stehen den Ausstellungsbesuchern zur Verfügung: 360°-Rundum-Blick, Nahansicht durch Heranzoomen der Exponate, Abruf von Zusatzinformationen des jeweiligen Werkes und die Veränderung des Blickpunktes.


„Wir sind stolz darauf, dass uns gemeinsam mit unseren Partnern nicht nur erneut eine technologische Höchstleistung geglückt ist sondern wir mit der Umsetzung des virtuellen „Mauer- Mahnmals“ dem Schicksal der während der deutschen Teilung an der Mauer getöteten Menschen ein Denkmal setzen können, das nun in aller Welt Gehör findet“ so Martin Zimmermann, Geschäftsführer Visenso GmbH.


Auch die begleitende Ausstellung im „Mauer-Mahnmal“ ist online verfügbar. Die Ausstellung „Den Letzten beißen die Hunde. Eine Fotoinstallation der Wendezeit“ von Gundula Schulze-Eldowy (29. September 2011 bis 11. Januar 2012) wird die erste, virtuell erlebbare Installation sein, die im virtuellen „Mauer-Mahnmal“ zur Verfügung steht.


Siegfried Kauder, MdB: „Es freut mich, dass mit Visenso ein Dienstleister aus unserer Region die Möglichkeiten innovativer 3D-Visualisierungstechnologie auch für den Kunst- und Ausstellungsbereich nutzbar gemacht hat“.


Kunstfreunde in aller Welt dürfen sich freuen: Mit Hilfe der 3DVIA-Technologie wollen Visenso und Dassault Systèmes noch weitere Kunstsammlungen der Öffentlichkeit virtuell zugäng-lich machen.


Das virtuelle „Mauer-Mahnmal“ ist ab sofort unter www.mauer-mahnmal.de für alle Interessierten geöffnet.


Weitere Informationen: www.visenso.de; www.kunst-im-bundestag.de; www.mauer-mahnmal.de

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