VR-Modelle vom ungeborenen Baby

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Eltern könnten mit einem neuen Verfahren bald ihre ungeborenen Babys in realistischen, immersiven 3D-Visualisierungen beobachten und Ärzte können sich ein genaueres Bild etwa von anatomischen Abweichungen machen. Die Technologie verwandelt MRI (Magnetresonanz-Tomographie) - und Ultraschalldaten in ein 3D-VR-Modell des Fötus. Die Forschungsarbeit wird in der kommenden Woche an Annual Meeting of The Radiological Society of North America präsentiert (RSNA).
foetus_web

Eltern könnten mit einem neuen Verfahren bald ihre ungeborenen Babys in realistischen, immersiven 3D-Visualisierungen beobachten und Ärzte können sich ein genaueres Bild etwa von anatomischen Abweichungen machen. Die Technologie verwandelt MRI (Magnetresonanz-Tomographie)  – und Ultraschalldaten in ein 3D-VR-Modell des Fötus. Die Forschungsarbeit wird in der kommenden Woche an Annual Meeting of The Radiological Society of North America präsentiert (RSNA).

MRI ermöglicht eine hochauflösende, konstraststarke  Bildgebung von Fötus und Plazenta. Das Verfahren kommt dann zum Einsatz, wenn Ultraschall keine brauchbaren Bilder liefern kann. Die Wissenschaftler in Brasilien haben VR-3D-Modelle auf der Basis von fötalen MRI-Ergebnissen geschaffen. Die dabei entstandenen Schnittbilder wurden für die Erstellung des Modells verwandt. Anschließend folgt eine Segmentierung, in der der Arzt die Körperteile auswählt, die in 3D rekonstruiert werden sollen. Nachdem das akkurate 3D-Modell mit Gebärmutter, Nabelschnur, Plazenta und Fötus entstanden ist, kann es mit einem VR-fähigen Gerät wiedergegeben werden.

„Das fetale 3D-Modell, kombiniert mit immersiven VR-Technologien, könnte unser Verständnis fetaler, anatomischer Charakteristika verbessern und für Bildungszwecke und als Verfahren, den Eltern ihr Ungeborenes zu visualisieren, verwendet werden“, sagt Heron Werner Jr, M.D., Ph.D., von der Clínica de Diagnóstico por Imagem, in Rio de Janeiro, Brasilien.

Die VR-Modelle der Föten ähneln auffallend dem Erscheinungsbild der neugeborenenen Kinder. Sie geben die gesamte innere Struktur des Fötus wieder, mit einem detallierten Blick in die Atemwege, was den Ärzten hilft, Abweichungen zu erkennen.

Als VR-Gerät nutzen Dr. Werner und seine Kollegen die aktuellen Oculus Rift 2-Headsets. Sie versetzen die Anwender in eine immersive Umgebung erweitert durch die Herztöne, die aus dem Ultraschall hergeleitet wurden.  Die Anwender können die Anatomie durch Kopfbewegungen erkunden. Die Bilder seien schärfer und klarer als jene durch Ultraschall und MRI gewonnenen, die man auf einem herkömmlichen Display betrachte, so Dr. Werner.

Die Technologie hat zahlreiche potentielle Einsatzbereiche, etwa die Einschätzung der Durchgängigkeit der Atemwege oder der Status der Atemwege, wenn sie offen und nicht blockiert sind. Wenn etwa der Ultraschall eine abnorme Masse nahe der Luftröhre zeige, könnten die Ärzte 3D-Bilder und  Headset verwenden, um die gesamte Länge der Luftröhre zu bewerten und Entscheidungen auf besserer Informationsbasis treffen.

Zudem kann das Verfahren dazu beitragen, die Behandlung mit multidisziplinären Teams zu koordinieren und den Eltern anschaulichere Informationen zu liefern, damit diese Fehlbildungen und Behandlungsentscheidungen besser verstehen.

Die Wissenschaftler haben das Verfahren bereits an Patienten einer Klinik in Rio de Janeiro erprobt, auch mit Föten, bei denen sich Abweichungen zeigten, die nachgeburtlicher Operationen erforderlich machten.

 

Bild: 3D-VR-MRI-Ansicht eines 26 Wochen alten Fötus.

CREDIT

Radiological Society of North America

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Oft gelesen

Noch keine Daten vorhanden.

Aktuelle Ausgabe

Topthema:

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.