VR-Simulation führt in den Ozean der Zukunft

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Wie wird die Welt aussehen, wenn die menschlichen CO2-Emissionen nicht eingedämmt werden? Wenn Fantasie und Wissen nicht ausreichen, sich das vorzustellen, soll es nun Virtual Reality bewirken. Die Stanford Ocean Acidification Experience ist ein kostenloses Tool, das Anwender auf den Grund des Meeres mitnimmt und dann zum Ende des Jahrhunderts vorspult, wenn nach den Vorhersagen die Korallenriffe durch das per CO2-Absorption versauerte Wasser geschwächt sein werden.
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Wie wird die Welt aussehen, wenn die menschlichen CO2-Emissionen nicht eingedämmt werden? Wenn Fantasie und Wissen nicht ausreichen, sich das vorzustellen, soll es nun Virtual Reality bewirken. Die Stanford Ocean Acidification Experience ist ein kostenloses Tool, das Anwender auf den Grund des Meeres mitnimmt und dann zum Ende des Jahrhunderts vorspult, wenn nach den Vorhersagen die Korallenriffe durch das per CO2-Absorption versauerte Wasser geschwächt sein werden.

In dem Zusammenhang zeigt ein Video-Projekt aus dem Virtual Human Interaction Lab ein 360-Grad-Unterwasser-Ökosystem, um eine detaillierten Blick auf die Korallenriffe zu werfen, wie sie am Ende des Jahrhunderts erscheinen könnten, sollten die CO2-Emissionen nicht eingeschränkt werden.

Obschon eine düstere Bedrohung für Korallen und andere marine Systeme, die Nahrung und Beschäftigung für hunderte Millionen Menschen bieten, ist die Versauerung der Meere bisher ein wenig bekanntes Phänomen. Korallenriffe sind besonders verwundbar für deren Effekte auf den Aufbau von Karbonat-Skeletten und Schalen.

Ein verwandtes Videoprojekt vom Virtual Human Interaction Lab zeigt ein virtuelles 360-Grad-Unterwasser-Ökosystem, das einen Blick darauf bietet, wie Korallenriffe aussehen könnten, wenn die CO2-Emissionen nicht eingedämmt werden. 

Eine immersive Erfahrung

Mit der VR-Simulation können die Anwender im dichten Verkehr stehen und den Kohlendioxid-Molekülen auf ihrem Weg vom Auspuff in das Meer, wo sie absorbiert werden, verfolgen. Tief unter den Wellen können sie sich in der Koralle bewegen, wenn sie ihre Vitalität verliert, und die Auswirkungen des zunehmend sauren Wassers auf das marine Leben beobachten. Eine Erzählstimme begleitet die Prozesse, die sich vor dem Betrachter auftun und ermuntert zur Interaktion, etwa die Arten zu zählen. Die Handsteuerung mit haptischem Feedback macht die Erfahrung noch realistischer.

Professor Jeremy Bailenson und sein Team haben die Software in Zusammenarbeit mit den Meeresbiologien Fiorenza Micheli und Kristy Kroeker sowie Roy Pea von der Stanford Graduate School of Education entwickelt. Über zwei Jahre hinweg haben sie eine virtuelle Replik eines felsigen Riffs rund um die italienische Insel Ischia modelliert. Die Vulkanausbrüche im Meer haben CO2 über das Riff geblasen, was es den Wissenschaftlern erlaubt hat, den Einfluss auf das marine Leben abzuschätzen und zu extrapolieren, was der zunehmende Verbrauch fossiler Brennstoffe für kommenden Jahrzehnte bedeutet.

Einfluss auf das Verhalten in der realen Welt

Mit der Arbeit konnten die Forscher zeigen, dass das Hineinversetzen in eine VR-Umgebung das Verhalten in der realen Welt verändern kann. So ließ sich bei den Anwendern ein höherer Grad an Empathie und Bewusstsein für ihren eigenen CO2-Fußabdruck feststellen, auch im Vergleich zu einer einfacheren Videosequenz mit demselben Thema.  

Ein ähnliches 360-Grad-Video (für Smartphones), entwickelt von Cody Karutz, früher tätig am Lab von Prof. Bailenson, wurde bereits mehrere zehntausend Mal heruntergeladen. Es feierte am Tribeca Film Festival im April Premiere, wo es die Betrachter via VR-Headset anschauen konnten.

Das Potential ist enorm. Im Jahr 2018 sollen rund 170 Millionen Consumer-Headsets Abnehmer finden. Neben anderen verwandten Initiativen spricht Bailenson mit verschiedenen Technologie- und Games-Anbietern, um die Stanford Ocean Acidification Experience in VR-unterstützte Programme einzubinden. Bailenson hofft, dass die Software zum Vorbild für Ausflüge in die virtuelle Realität werde.

The Stanford Ocean Acidification Experience entstand mit Unterstützung von der Gordon and Betty Moore Foundation und dem Stanford Woods Institute’s Environmental Venture Projects Program.

Bild: 

Mit VR-Headset testet ein Forscher die Stanford Ocean Acidification Experience, ein neues VR-Werkzeug in der wissenschaftlichen Bildung, mit Animation der Korallen noch im Hintergrund. (Image Credit: Stanford Virtual Human Interaction Lab)

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